„Vielfalt, Menschenrechte und Toleranz entschlossen verteidigen“

Holocaust-Gedenktag: Erinnerung als Auftrag für die Gegenwart

Dienstag, 27. Januar 2026 | 07:00 Uhr

Von: mk

Bozen – Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am Dienstag, 27. Jänner 2026, ruft Landeshauptmann Arno Kompatscher dazu auf, die Schrecken der Shoah nicht zu vergessen. Das Gedenken soll als entschlossener Auftrag für Gegenwart und Zukunft dienen. Er mahnt, sich unmissverständlich gegen Hass, Rassismus, Antisemitismus und jede Form von Intoleranz zu stellen.

Am 27. Jänner 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrations‑ und Vernichtungslager Auschwitz‑Birkenau. Seit 2005 gilt dieses Datum weltweit als Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust und steht für das unvorstellbare Leid von Millionen Jüdinnen und Juden sowie weiterer Opfergruppen des nationalsozialistischen Regimes.

“Das Gedenken an die unermesslichen Verbrechen des Holocaust ist nicht nur Pflicht gegenüber den Opfern und Überlebenden”, betont Landeshauptmann Kompatscher, “sondern auch ein Auftrag für unsere Gegenwart: Wir müssen den Wert der Menschenwürde, der Freiheit und der Demokratie täglich verteidigen und aktiv gegen jede Form von Hass und Diskriminierung eintreten.”

Kompatscher weist darauf hin, dass das Erinnern lebendig bleiben muss: “Es genügt nicht, an einen Tag im Jahr zu gedenken. Erinnerung muss durch Bildung, Dialog und kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte in den Alltag getragen werden. Nur so können wir sicherstellen, dass ‘Nie wieder’ mehr ist als ein Lippenbekenntnis.”

Der Landeshauptmann nimmt an Gedenkveranstaltungen teil und ruft dazu auf, gerade junge Menschen in diese Gespräche einzubeziehen: “Bildungseinrichtungen, Kulturinstitutionen und zivilgesellschaftliche Initiativen tragen eine besondere Verantwortung, demokratische Werte zu vermitteln und junge Menschen zu befähigen, Vorurteilen und Hass entschlossen entgegenzutreten.” Es sei unsere gemeinsame Aufgabe, Vielfalt, Menschenrechte und Respekt zu verteidigen – überall und jeden Tag.

Schuler und Gennaccaro: Aufruf zum Erinnern und Mahnung für Gegenwart und Zukunft

„Der 27. Jänner mahnt uns, die Opfer der Shoah nicht zu vergessen und aus der Geschichte Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu übernehmen“, betont anlässlich des Gedenktages Landtagspräsident Arnold Schuler. „Auch in Südtirol ist Erinnerung die Grundlage für Respekt, Vielfalt und ein friedliches Zusammenleben.“

„Der Tag des Gedenkens“, ergänzt Landtagsvizepräsident Angelo Gennaccaro, der das Landesparlament bei den von der Gemeinde Bozen organisierten Gedenkfeiern zum Gedenktag vertreten wird, „klingt heute mehr denn je wie eine Mahnung, sich für friedliche Lösungen der aktuellen Konflikte einzusetzen und auf diplomatischer Ebene daran zu arbeiten, neue Konflikte zu verhindern.“

Bezirk: Bozen

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