Von: luk
Bozen – Das Wildtierauffangzentrum CRAB in Bozen hat über mehrere neue Aufnahmen in den vergangenen Tagen informiert. Neben einer Turteltaube und zwei bereits zuvor betreuten Tauben wurden weitere in Not geratene Wildtiere in das Zentrum gebracht, wo sie tierärztlich versorgt und überwacht werden.
Unter den Neuzugängen befindet sich eine Taube mit einer deutlichen Schwellung am linken Flügel, die auf ein Trauma oder eine Gelenkentzündung hindeutet. Röntgenuntersuchungen ergaben jedoch keine Knochenbrüche. Eine weitere Taube wurde mit eng um ein Bein gewickelten Fäden aufgefunden – ein in städtischen Gebieten häufiges Problem, das zu schweren Einschnürungen und Verletzungen führen kann. Die Fäden wurden in einem Eingriff unter Vollnarkose entfernt, das Tier wird derzeit beobachtet.
Zudem nahm das CRAB eine dritte Taube in stark geschwächtem Zustand auf. Auch hier schlossen Röntgenaufnahmen Frakturen aus. Eine Kotuntersuchung ergab jedoch einen Befall mit Capillaria, einer intestinalen Parasiteninfektion, die eine medikamentöse Behandlung und eine kontrollierte Erholungsphase erfordert.

Zu den aktuellen Aufnahmen zählt außerdem eine Fledermaus, deren genaue Art noch bestimmt wird. Das Tier war stark dehydriert und weist, trotz fehlender offensichtlicher Frakturen, kleine punktförmige Verletzungen der Flughaut auf, die in den kommenden Tagen weiter überwacht werden.
Das CRAB dankt der Bevölkerung für die rasche Meldung von Tieren in Not und weist darauf hin, dass aufgefundene Wildtiere nicht unsachgemäß angefasst werden sollten. Stattdessen sei es wichtig, umgehend die zuständigen Stellen zu kontaktieren, um eine fachgerechte Hilfe sicherzustellen.





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