Entscheidung des Kassationsgerichts

Verfahren Taschler muss neu aufgerollt werden

Freitag, 23. November 2018 | 15:35 Uhr

Bozen – Das Doping-Verfahren gegen Gottlieb Taschler, seinen Sohn Daniel und den italienischen Arzt Michele Ferrari, das in den Medien für großes Aufsehen gesorgt hat, muss neu aufgerollt werden. Das hat das Kassationsgericht in Rom in höchster Instanz entschieden, das somit das Urteil des Berufungsgerichts in Bozen annulliert hat.

Das Bozner Berufungsgericht hatte den erstinstanzliche Schuldspruch bestätigt und gegen den ehemaligen Vize-Präsidenten des Biathlon-Weltverbandes, Gottlieb Taschler eine Freiheitsstrafe von einem Jahr verhängt, gegen seinen Sohn und ehemaligen Biathleten Daniel neun Monate und gegen den Sportarzt Michele Ferrari ein Jahr und sechs Monate Haft wegen Beihilfe zum Doping.

Das Kassationsgericht bezweifelt, dass die Abhörprotokolle, aus denen hervorgehen soll, dass Gottlieb Taschler seinem Sohn Daniel einen verbotenen Kontakt zu Ferrari vermittelt hat, im Prozess hätten verwendet werden dürfen. Genau diese von der von der Staatsanwaltschaft Padua durchgeführten Abhörungen haben sowohl in erster Instanz als auch in der Berufung zur Verurteilung der Angeklagten geführt.

Das Kassationsgericht befindet außerdem, dass einige Anklagepunkte viel zu generell formuliert wurden. So konnte e z.B. nie ein genauer Zeitpunkt der vermeintlichen Tat festgelegt werden.

Das Kassationsgericht hat deshalb, obwohl einige Taten bereits verjährt sind, das Urteil des Berufungsgerichts annulliert. Der Fall muss nun beim Berufungsgericht in Trient neu aufgerollt werden, denn er könnte nicht mit einer Verjährung, sondern mit einem Freispruch abgeschlossen werden.

Mit dieser Entscheidung des Kassationsgerichtes fallen auch alle Zusatzstrafen, die gegen Gottlieb Taschler ausgesprochen wurden, wie das Verbot eine Führungsposition im CONI und den Sportorganisationen einzunehmen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "Verfahren Taschler muss neu aufgerollt werden"


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Storch24
Storch24
Superredner
21 Tage 2 h

Bozner Gericht: sehr oft falsch formuliert, Prozess muss wiederholt werden. Irgendwann verjährt. Was ist da bloß los

Staenkerer
21 Tage 12 Min

na jo, als sportler, funktionär, usw, sein se eh ausn rennen, ihr ruf isch a futsch, olles wos se fürn biatlon im allgemeinen und für antholz im speziellen getun hobn isch grau eingfärb, also kimmt des eh olles zuspot!

Jefe
Jefe
Tratscher
20 Tage 19 h

@Staenkerer da hast du vielleicht recht..aber…..mir würde es auch ums persönliche Recht geben….da nicht immer alles stimmt was einem vor geworfen wird….und wie überall…gibt es viele Neider …die an jedem Stuhlbein sägen…weil sie anderen Leuten nichts vergönnen

nuisnix
nuisnix
Tratscher
21 Tage 4 h

Die italienische Justiz… muasch vor ihr fost mehr ongst hobn als vor an Gewoltverbrecher?

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