Zwei Verdächtige nahmen in Meran Senioren ins Visier

Wie Motten vom Licht: Südtirol zieht Betrüger magisch an

Donnerstag, 11. April 2024 | 10:14 Uhr

Von: luk

Meran – Südtirol scheint derzeit Betrüger anzuziehen wie Motten vom Licht. Das bestätigt auch Quästor Paolo Sartori. Er spricht von einem besorgniserregenden Phänomen. Die Staatspolizei in Meran hat jetzt zumindest zwei Tätern das Handwerk legen können.

Am Mittwoch war einer Polizeistreife in der Innenstadt ein Pärchen aufgefallen, das sich verdächtig zwischen den Häusern bewegte. Eine erste Abfrage ergab, dass das Auto auf eine vorbestrafte Frau von außerhalb Südtirols zugelassen war. Es folgte eine eingehende Kontrolle des Fahrzeugs und der beiden Verdächtigen. Warum sie sich in Meran aufhielten und warum sie ausgerechnet diese Straße in ihr Navigationssystem eingegeben hatten, konnten der Mann und die Frau nicht schlüssig erklären.

Der Verdacht der Fahnder sollte sich bald bestätigen: Nachdem alle Bewohner des betreffenden Hauses kontaktiert worden waren, stellte sich heraus, dass im Vorfeld eine 88-jährige Frau einen alarmierenden Anruf auf ihrem Haustelefon erhalten hatte. Der Anrufer gab sich als Carabinieri-Beamter aus und erklärte, ihr Sohn habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Um eine Gefängnisstrafe zu vermeiden, werde dringend Geld benötigt.

Die ältere Dame hatte bereits 7.000 Euro in bar bereitgelegt, die die beiden Verdächtigen wohl abholen wollten. Wie die Quästur berichtet, konnte der Betrug nur durch das Einschreiten der Ordnungshüter vereitelt werden. In der Folge stellte sich sogar heraus, dass ein weiterer Meraner (80) einen ähnlichen Anruf erhalten hatte. Auch er war den Betrügern auf den Leim gegangen und hatte bereits Bargeld bereitgelegt.

Der bisher unbescholtene Mann (43) aus Pomigliano d’Arco und die bereits polizeibekannte Frau (37) aus Neapel wurden wegen schweren Betrugs angezeigt. Zudem sprach Quästor Sartori ein polizeiliches Aufenthaltsverbot aus. Die beiden Süditaliener dürfen Meran drei Jahre lang nicht mehr betreten.

Quästor Sartori: “Nur dem rechtzeitigen Eingreifen der Staatspolizei ist es zu verdanken, dass die Betrügereien nicht zu Ende geführt werden konnten. In diesem beunruhigenden Kontext erscheinen die Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen zu diesem Thema, die bereits seit einiger Zeit auf nationaler Ebene durchgeführt werden, unerlässlich, um das Bewusstsein zu schärfen und gleichzeitig den potenziellen Opfern einen wirksamen Beitrag zu leisten, damit sie die Betrügereien rechtzeitig erkennen und anzeigen können”.

Bezirk: Bozen

Kommentare

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17 Kommentare auf "Wie Motten vom Licht: Südtirol zieht Betrüger magisch an"


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Muggi
Muggi
Tratscher
1 Monat 16 Tage

Bei uns sind ALLE herzlich willkommen, die Grünen freut’s sicher!

oldenauer
oldenauer
Superredner
1 Monat 16 Tage

Und N. G

Homelander
Homelander
Universalgelehrter
1 Monat 16 Tage

Mir sein a die Obobeschtn, und Mottn homo a genui do… es schamottet nur so…😅

sophie
sophie
Kinig
1 Monat 16 Tage

Sollten diese älteren Personen eigene Kinder haben, wäre es vielleicht ein wenig angebracht sich ab und zu zu erkundigen und bei den älteren Personen ein wenig Aufklärung betreiben, denn die Gutgütigkeit derer Personen wird von diesen schamlosen Taugenichts dermaßen ausgenützt, dass diese dann beraubt werden, es ist wirklich höchste Vorsicht walten zu lassen wem man Die Haustür öffnet oder telefoniert

Faktenchecker
1 Monat 16 Tage

Auch Du wirst alt.

Nutzling
Nutzling
Neuling
1 Monat 16 Tage

Mit Gewissheit sind das organisierte Gruppierungen vom “Wohlstand” angezogen… Aufklärung und aufmerksame Verwandtschaft sollten den Großteil dieser Kriminalität verhindern können 🙏🏽

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 16 Tage

Nutzling richtig wär Solche mit ordentlichen Strafen ab zu schrecken .Aber das kannste vergessen.Also weiter auf der Hut sein..

Aurelius
Aurelius
Kinig
1 Monat 16 Tage

das ist schon lange Tatsache…..jeden Tag passiert etwas

So ist das
1 Monat 16 Tage

Kein Wunder bei den Gesetzen und dem jahrelangen Desinteresse der Politik.

Dagobert
Dagobert
Kinig
1 Monat 16 Tage

so ist das
Dir werd nie longweilig, ha?

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Universalgelehrter
1 Monat 16 Tage

Wo es fruchtbare Erde gibt, gedeihen Pflanzen, wo es Geld gibt, gibt es Begehrlichkeiten , wo es Geld und leichte Opfer gibt, werden Kriminelle angezogen….

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Universalgelehrter
1 Monat 16 Tage

1. Gute Arbeit der Polizei
2. Gute Öffentlichkeitsarbeit des Quästors!

Nera
Nera
Tratscher
1 Monat 16 Tage

Die alten Leute sind sooo gutgläubig und kein bißchen mißtrauisch, dann häufig noch Obrigkeitsgläubig und wenn man ihnen dann noch Honig ums Maul schmiert.
Schaun jeden Scheiß im Tv aber Sendungen wo vor sowas gewarnt wird da gruselt es sie. In der Apothekenumschau steht sowas halt nicht drin.
Ich wart noch drauf, daß meine Mutter auf den Enkeltrick reinfällt, hoffentlich kann sie sich dann erinnern, daß sie keinen Enkel hat.

Speedy Gonzales
Speedy Gonzales
Superredner
1 Monat 16 Tage

Bei der Leichtgläubigkeit vieler Südtiroler kein Wunder.

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Tratscher
1 Monat 16 Tage

Bei uns gibt‘s jede menge Knete ! Und passieren tut denen auch nichts. Also ?

gutergeist
gutergeist
Superredner
1 Monat 16 Tage

Die guten Leute verlassen Südtirol, und dafür kommen “gute Fachkräfte” von Aussen. Diese werden auch noch von unseren Gutgläubigern unterstützt. In Südtirol gäbe es genug heimische Leute, die auch Unterstützung nötig hätten, doch da…….

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 15 Tage

Migranten fallen nicht durch Trickbetrügereien auf.

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