Beachtliche Fördersummen für den Traum vom Eigenheim

124 Millionen Euro helfen bei Wohnungskauf, -bau und -sanierung

Donnerstag, 26. Februar 2026 | 13:31 Uhr

Von: mk

Bozen – Rund 56,6 Millionen Euro für das Bausparen und mehr als 68 Millionen Euro für die Wohnbauförderung: Das ist die Bilanz der Beiträge, die das Land Südtirol im Jahr 2025 ausgeschüttet hat, um Bürgerinnen und Bürger bei der Verwirklichung des Eigenheims zu unterstützen. Diese Beträge werden 2026 deutlich steigen und auch die Anzahl an Begünstigten wird sich erhöhen – dank der Wohnreform 2025, die im Vorjahr auf Vorschlag von Wohn-Landesrätin Ulli Mair genehmigt wurde.

“Mit der in den vergangenen Monaten schrittweise in Kraft getretenen Wohnreform haben wir bestehende Förderschienen optimiert, indem wir sie unter anderem entbürokratisiert, leichter zugänglich gemacht und sowohl den Förderbeitrag als auch die Einkommensgrenzen für die Beanspruchung erhöht haben. Dazu zählen etwa die Reform des Bausparens sowie die Neuregelung der Beiträge für Kauf, Bau und Wiedergewinnung der Erstwohnung”, erklärt Mair. Zum anderen sind auch völlig neue Fördermöglichkeiten geschaffen worden, wie zum Beispiel das Modell des gemeinnützigen Wohnbaus.

Die Fördersummen im Jahr 2025

Im vergangenen Jahr, als die Wohnreform noch nicht bzw. nur teilweise in Kraft war, wurden insgesamt 124 Millionen Euro ausgeschüttet.

“Allein für das Bausparen wurden im Jahr 2025  insgesamt 499 Darlehen mit einer Gesamtsumme von 56.594.634 Euro ausbezahlt”, berichtet Eugenio Bizzotto, der Direktor der Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung (ASWE). Durch das Reduzieren der notwendigen Beitragsjahre im Zusatzrentenfonds und die Verringerung des Zinssatzes  von einem auf 0,7 Prozent (beides seit 1. September 2025 in Kraft), ist im heurigen Jahr mit einem deutlichen Anstieg der Antragstellenden zu rechnen. Zudem ist seit dem 1. Jänner die neue Fördersäule begünstigtes Darlehen verfügbar, die mit den anderen Förderschienen kumulierbar ist.

Was hingegen die Wohnbauförderungen anbelangt, entfällt 2025 der größte Posten auf die Beiträge für Bau und Kauf des Eigenheims (38.441.935 Euro), weiters auf Wiedergewinnung für den Grundwohnbedarf (11.218.151 Euro), Grunderwerb und Erschließung (10.448.658 Euro, größtenteils für die Gemeinden), die konventionierte Wiedergewinnung (6.220.988 Euro) und den Abbau von architektonischen Barrieren (1.462.934 Euro). Zudem gibt es noch die Notstandshilfen in Katastrophenfällen (202.787) und Beiträge an Vereine für die Organisation von Informationsveranstaltungen, Projekten und Beratungen zur Wohnbauförderung (508.603), wie Stefan Walder, der Direktor der Abteilung Wohnbau im Land Südtirol, auflistet. Die Förderung für Mittelstandswohnungen (die ausgelaufen ist) betrug 2025 192.292 Euro.

“In den kommenden Wochen und Monaten werden weitere Maßnahmen im Rahmen der Wohnreform folgen, etwa die Neuregelung des Landesmietzinses sowie der Notstandshilfen und Unterstützungen bei sozialen Härtefällen. Gleichzeitig werden wir die Auswirkungen der Reform genau beobachten und dort, wo notwendig, gezielt optimieren und nachbessern”, stellt Landesrätin Mair abschließend fest.

Bezirk: Bozen

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