Von: luk
Kaltern – Der Kalterer See zeigt sich derzeit von seiner winterlichen Seite: Seit einigen Tagen ist die Wasseroberfläche größtenteils zugefroren. Erste Schlittschuhläufer haben sich bereits Anfang der Woche aufs Eis gewagt. Mittlerweile sind ihnen viele gefolgt.

Die anhaltende Kälte hat den See in eine frostige Kulisse verwandelt – doch Vorsicht ist geboten.
Denn anders als an vielen Seen in Deutschland gibt es in Südtirol keine offizielle Freigabe für das Betreten der Eisfläche. Weder wird die Dicke der Eisdecke kontrolliert, noch gibt es Warnhinweise vor Ort. Wer den See betritt, tut dies ausschließlich auf eigene Verantwortung.
Wie Landesmeteorologe Dieter Peterlin erklärt, ist die Eisdecke in den vergangenen Tagen stetig angewachsen. Ursache dafür ist die anhaltende Kältewelle, die Südtirol weiterhin fest im Griff hat. “Der Kalterer See ist heuer in mehreren Phasen gefroren – bereits seit Ende Dezember im Süden, wo die Eisdicke derzeit am größten ist”, so Peterlin. “Im nördlichen Bereich ist der See windbedingt erst vor wenigen Tagen zugefroren, dort ist das Eis deutlich dünner. Besonders gefährlich sind außerdem nicht vollständig gefrorene Stellen.”

Der Meteorologe mahnt daher zur Vorsicht: Das Betreten eines vereisten Sees erfolgt in Südtirol stets auf eigene Gefahr.
Einbruch ins Eis: Das ist zu tun
Kommt es zu einem Einbruch, sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden. Helfer sollten Abstand halten und sich dem Einbruch liegend oder kriechend nähern, um das Gewicht zu verteilen. Möglichst Hilfsmittel wie Stöcke, Seile, Schals oder Jacken zuwerfen, nicht selbst ins Wasser steigen. Nach der Rettung ist eine rasche Erwärmung der betroffenen Person entscheidend – Unterkühlung kann lebensgefährlich sein.
Der Kalterer See ist heuer in mehreren Phasen gefroren, bereits seit Ende Dezember im Süden deshalb ist hier die Eisdicke am größten. Weiter im Norden windbedingt erst vor wenigen Tagen mit dadurch geringerer Dicke. Vorsicht bei nicht gefrorenen Stellen. #BetretenAufEigeneGefahr pic.twitter.com/CNPcJddjgk
— Dieter Peterlin (@DieterPeterlin) January 8, 2026












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