Von: APA/AFP
Nach dem Ausbruch eines Großbrandes im Wald von Fontainebleau südlich von Paris sind zwei Verdächtige festgenommen worden. Sie seien wegen “vorsätzlicher oder fahrlässiger Brandstiftung” in Gewahrsam genommen worden, sagte der französische Innenminister Laurent Nuñez am späten Montagabend. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen handelt es sich bei einem der beiden Verdächtigen um einen 18-Jährigen. Das Feuer in Fontainebleau war am Sonntag ausgebrochen.
Es handelt sich um einen der schlimmsten Waldbrände im Großraum Paris seit Langem. Mehr als 1.300 Hektar des Waldes sind nach Behördenangaben mittlerweile abgebrannt. Rund tausend Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. 600 Feuerwehrleute waren an Ort und Stelle im Einsatz. Auch Löschflugzeuge wurden eingesetzt.
Heuer schon Fläche von 44.800 Fußballfeldern abgebrannt
Frankreich erlebt derzeit die dritte Hitzewelle seit Beginn des Jahres, die in weiten Landesteilen die Böden und die Vegetation ausgetrocknet hat. Seit Jahresbeginn wurden bei Wald- und Flächenbränden bereits 32.000 Hektar Land zerstört, etwa doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Die Behörden nahmen bisher landesweit 59 Menschen in Gewahrsam, die im Verdacht stehen, die Feuer bewusst gelegt oder sie durch fahrlässiges Verhalten entfacht zu haben – etwa durch das Wegwerfen von Zigarettenkippen.
Wissenschafter gehen davon aus, dass Hitzewellen, die Waldbrände befördern, infolge des menschengemachten Klimawandels an Intensität und Häufigkeit zunehmen.




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