Rita Taddeo[32] überlebt Kopfschuss – VIDEO

Erschütternd: Femizid vom Kerker aus befohlen

Freitag, 29. Dezember 2023 | 08:05 Uhr

Benevento – Die Hintergründe eines versuchten Mordes, der vor eineinhalb Monaten verübt wurde, sind erschütternd und verstörend. Der 38-jährige Nicola Fallarino, der in einem sizilianischen Gefängnis wegen Mordes eine lebenslängliche Haftstrafe verbüßt, ordnete von seiner Zelle aus an, seine in Benevento lebende Ex-Partnerin, die 32-jährige Rita Taddeo, zu ermorden.

Rita Taddeo hatte jedoch unfassbares Glück im Unglück. Obwohl der Killer ihr aus nächster Nähe in den Kopf geschossen hatte, überlebte die junge Frau den hinterhältigen Mordanschlag. Angesichts der unmissverständlichen Morddrohungen, die Nicola Fallarino seiner Ex-Partnerin immer wieder gesandt hatte, geriet der 38-Jährige bald ins Visier der polizeilichen Ermittlungen der Quästur von Benevento.

Am Morgen des 11. November war die Kleinstadt Benevento in Kampanien Schauplatz einer unglaublichen Bluttat. Die 32-jährige Rita Taddeo verließ gerade ihr Haus, um in der naheliegenden Bar, die sie führt, ihren Arbeitstag zu beginnen, als ein Mann, der ihr offensichtlich aufgelauert hatte, eine Waffe ins Gesicht hielt. Ohne auch nur ein Wort zu sagen, drückte der vermummte Unbekannte, der einen Motorradhelm trug, sofort ab und schoss der 32-Jährigen aus nächster Nähe in den Kopf. Rita Taddeo brach blutüberströmt auf dem Treppenabsatz zusammen.

Polizia di Stato

Der Täter, der vermutlich glaubte, dass sein Opfer tot sei, drang durch die geöffnete Tür in die Wohnung ein. Er durchsuchte die Handtasche der jungen Frau und nahm ihre zwei Smartphones sowie 2.000 Euro, die die 32-Jährige zur Bank bringen wollte, an sich. Die Aufnahmen einer nahen Überwachungskamera sollten später zeigen, wie der Mann mit einem Scooter, der wenige Tage zuvor in Neapel als gestohlen gemeldet worden war, das Weite suchte.

Rita Taddeo, die aus dem Kopf blutete, wurde vom von Nachbarn alarmierten Notarztteam erstversorgt und ins Krankenhaus gebracht. Im Krankenhaus wurde festgestellt, dass sie eine geschlossene Fraktur des Schädelgewölbes erlitten hatte, die durch eine in ihrer Stirn steckenden Kugel verursacht worden war. Im Rahmen einer komplizierten Operation wurde der 32-Jährigen das Geschoss aus dem Kopf entfernt.

Die Polizeibeamten der Quästur von Benevento nahmen umgehend Ermittlungen auf. Sie fanden zunächst eine Patronenhülse des Kalibers 6,35, die zur Kugel passte, die der jungen Frau aus dem Schädel gezogen worden war. Unweit vom Tatort entfernt stellten die Polizisten auch die beiden beschädigten Smartphones des Opfers sicher. Der Täter hatte offensichtlich vergeblich versucht, die beiden digitalen Geräte zu zerstören. Bei der kriminaltechnischen Untersuchung der Mobilfunktelefone kamen einige Nachrichten zum Vorschein, aus denen klar hervorging, dass Fallarino bereits einige Tage vor dem Mordversuch die Absicht verfolgt hatte, auf seine Ex-Partnerin einen Mordanschlag zu verüben.

Da die 32-Jährige ihre Beziehung zu Nicola Fallarino beendet und ihn nicht mehr im Gefängnis besucht hatte, hegte Nicola Fallarino, der im Gefängnis von Augusta in der Provinz Syrakus auf Sizilien eine lebenslängliche Haftstrafe verbüßt, gegenüber Rita Taddeo einen großen Groll. Besonders erzürnte ihn, dass Rita Taddeo einen neuen Mann kennengelernt hatte. Der 38-Jährige verlangte auch, dass sie die Wohnung, in der sie gemeinsam gelebt hatten, verließ, und die Bar, die sie seit langer Zeit betreibt, die er aber als sein Eigentum betrachtet, aufgab.

Nicola Fallarino drohte Rita Taddeo immer wieder, dass er sie erschießen lassen werde, und alles, was sie und ihre Familie besäßen, in Brand setzen werde. Um sie zu zwingen, Benevento zu verlassen, „versprach“ er ihr, um sie herum verbrannte Erde zu schaffen. Auch nachdem der 38-Jährige vom Misslingen des Mordanschlags erfahren hatte, fuhr Nicola Fallarino von seiner Gefängniszelle heraus aus fort, der jungen Frau mit dem Tod zu drohen. Er teilte ihr mit, dass er aufgrund seiner vielfältigen Freundschaften im Gefängnis und im kriminellen Milieu trotz seiner Haft jederzeit in der Lage sei, jemanden umbringen zu lassen, wobei er die erneut ausgesprochenen unmissverständlichen Morddrohungen auf ihren neuen Freund und auf alle, die sich auf ihre Seite stellen, ausdehnte.

Mit Erschrecken musste festgestellt werden, dass der 38-Jährige selbst vom Gefängnis aus noch dazu imstande war, das tägliche Leben seines Opfers zu überwachen. Dadurch, dass das Videoüberwachungssystem der Bar direkt mit dem Smartphone des Mannes verbunden war, konnte Nicola Fallarino ständig kontrollieren, wer in der Bar ein und aus ging.

Im Laufe ihrer Ermittlungsarbeit gelang es den Beamten der Quästur jedoch, das gesamte Netzwerk des Verdächtigen zu zerschlagen und alle Personen, auf die Nicola Fallarino zurückgreifen konnte, dingfest zu machen. Im Rahmen einer groß angelegten Polizeiaktion wurden mehrere Wohnungen durchsucht. Dabei wurden verschiedene digitale Geräte und Computer beschlagnahmt und 28 Verdächtige aus Benevento auf freiem Fuß angezeigt. Auch zwei Insassen des Gefängnisses von Benevento und zehn Inhaftierte der Strafvollzugsanstalt, in der Nicola Fallarino einsitzt, gehörten zum kriminellen Netzwerk des 38-Jährigen. Die drei Smartphones, über die der inhaftierte Täter verfügte, wurden beschlagnahmt.

Nach der Zerschlagung des Netzwerks der Freunde und Helfer von Nicola Fallarino dürfte Rita Taddeo endlich aufatmen können. Die junge Frau, die sich vom zum Glück misslungenen Mordanschlag und der Operation noch erholen muss, kann endlich ein neues Leben beginnen.

Von: ka

Kommentare
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NaSellSchunSell
NaSellSchunSell
Superredner
2 Monate 4 Tage

ja Wahnsinn! Der sitzt wegen Mordes lebenslänglich und ist trotzdem imstande, noch Derartiges vom Gefängnis aus zu koordinieren? Tja, wenn nicht mal mehr das Gefängnis die Bürger vor solchen Typen schützt…

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 4 Tage

Im Knast, egal ob in Italien oder sonst wo ist alles möglich. Selbst mit bester Überwachung sind Insassen imstande Informationen, Drogen, Handys usw. rein und raus zu schmuggeln. Außerdem, viele die ins Gefängnis müssen, kommen schlimmer wieder raus. Man lernt da nur dazu.

NaSellSchunSell
NaSellSchunSell
Superredner
2 Monate 4 Tage

Ja dann ab in die Isolationshaft mit Null Kontakt zur Außenwelt für den Rest seines Lebens.

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 4 Tage

@NaSellSchunSell Soviel zu deinem absurden Vorschlag. Eir foktern Häftlinge NICHT!

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Isolationshaft

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 4 Tage

@N. G. Wir foltern Häftlinge nicht.

Faktenchecker
2 Monate 4 Tage

NG wer ist wir? Die Rechtpopolisten?

Zugspitze947
2 Monate 4 Tage

n:g:SCHEINBAR SPRICHST DU AUS ERFAHRUNG 🙁 In Deutschland haben Schwerverbrecher nur im beisein von Polizei und Glasscheibe dazwischen Besuch ! 🙁 In MAFIA -ITALIA ist leider sowas möglich ! 🙁

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 4 Tage

@Zugspitze947 Vielen Dank für den Lacher des Tages. In Deutschland ist das viel besser….

https://www.deutschlandfunk.de/hinter-gittern-wie-schmuggelware-ins-gefaengnis-kommt-100.html

Noch mehr Infos gefällig?

Ps: Selbst wenn ich im Gefängnis gewesen wäre, wäre ich darum ein schlechterer Mensch?
Wie man sich wie du hier heute nur so blamieren kann!

Zugspitze947
2 Monate 3 Tage

@N. G. Hahahah der Blamierte bist schon du selbst :-(😜👌

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 4 Tage

Eigentlich, so schlimm es klingt, ist das der definitive Beweis dafür das selbst sofortiger Knast manche Typen nicht am Femizid abhält. Es führt die Forderung nach hohen Strafen und sofortigem weg Sperren ad absurdum.
Nur mir zusätzlicher psychologischer Behandlung kann man dem Herr werden und einem grundlegendem Umdenken in der Gesellschaft.

Oswi
Oswi
Grünschnabel
2 Monate 4 Tage

Ihr könnt noch soviel – drücken, N G hat recht! Viele glauben immer noch die Frau gehöre hinter den Herd und der Mann ist der Herr im Haus. Solange uns das nicht bewusst ist und wir unseren Kindern Gleichberechtigung und gegenseitigen Respekt beibringen und vorleben wird es immer zu solchen Schandtaten kommen!

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 4 Tage

Wo sind heute all diejenigen die bei jedem Bericht zu Femiziden erklären es hätte die Morde nicht gegeben wenn man sie sofort einsperren würde? Weil das Argument heute nicht zieht, äußert man sich lieber nicht?

Corones
Corones
Neuling
2 Monate 4 Tage

Genau wie Kinig schriebt; “das ist der definitive Beweis dafür das selbst sofortiger Knast manche Typen nicht am Femizid abhält. Es führt die Forderung nach hohen Strafen und sofortigem weg Sperren ad absurdum.
Nur mir zusätzlicher psychologischer Behandlung kann man dem Herr werden und einem grundlegendem Umdenken in der Gesellschaft”
An die Reaktionen zu sehen haben die meisten es hier nicht verstanden.

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