Von: luk
Rom – Steigende Inflation und die Erwartung möglicher Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank sorgen wieder für Bewegung am Markt der Festgeldkonten. Laut einer Analyse des Vergleichsportals Segugio.it sind die durchschnittlichen Zinssätze für Kontodepots in Italien seit März 2026 deutlich gestiegen.
Vor allem die Unsicherheit rund um den Nahostkonflikt, höhere Energiepreise und die Inflationsentwicklung beeinflussen derzeit die Finanzmärkte. Analysten rechnen bis Ende 2026 mit mindestens zwei Zinserhöhungen der EZB. Banken reagieren darauf bereits mit attraktiveren Sparangeboten.
Wie aus den Daten des Segugio.it-Observatoriums hervorgeht, stiegen die durchschnittlichen Bruttozinssätze bei allen untersuchten Laufzeiten. Bei zwölfmonatigen Festgeldern erhöhte sich der Durchschnittszins etwa von 2,28 auf 2,57 Prozent. Auch bei sechsmonatigen Laufzeiten gab es einen Anstieg von 2,21 auf 2,45 Prozent.
Besonders deutlich fiel der Sprung bei den besten verfügbaren Angeboten für kurze Laufzeiten aus. So stieg der maximale Bruttozins für sechs- und zwölfmonatige Festgelder von jeweils rund drei Prozent im März auf vier Prozent im Mai 2026.
Laut der Analyse nähert sich der Markt damit wieder dem Niveau von Mai 2025 an. Die aktuell angebotenen Spitzenzinsen entsprechen bereits weitgehend jenen des Vorjahres. Von den Höchstständen vor zwei bis drei Jahren sei der Markt aber weiterhin entfernt.
Festgeldkonten gelten in unsicheren Zeiten für viele Sparer als vergleichsweise risikoarme Möglichkeit, Geld vor Inflation zu schützen.




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