Mutmaßlicher Täter schweigt – VIDEO

Grausamer Femizid: Ukrainerin Yana Malayko ermordet

Dienstag, 24. Januar 2023 | 07:06 Uhr

Castiglione delle Stiviere – Die Serie grausamer Femizide reißt nicht ab. Vergangene Woche wurde in der Kleinstadt Castiglione delle Stiviere in der Provinz Mantua eine junge Ukrainerin, Yana Malayko, wahrscheinliches Opfer einer Bluttat.

Der ursprünglich aus Moldawien stammende Dumitru Stratan, der als mutmaßlicher Täter im Gefängnis sitzt, konnte sich vermutlich nicht mit dem Ende der Beziehung mit der 23-jährigen Osteuropäerin abfinden. Einer Rekonstruktion des Tathergangs zufolge ermordete er die junge Frau und entsorgte später ihre Leiche in einem schwarzen Sack in der ländlichen Umgebung von Castiglione delle Stiviere.

YouTube/Yana Malayko

Von der 23-jährigen Ukrainerin Yana Malayko fehlt seit dem Donnerstagabend jegliche Spur. Ihr ehemaliger Freund, der 33-jährige, ursprünglich aus Moldawien stammende Dumitru Stratan, sitzt hingegen im Gefängnis in Mantua in Untersuchungshaft.

Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe sind schwerwiegend. Nach Angaben der Ermittler soll der 33-jährige Moldawier Yana Malayko nach einem Streit getötet und ihre Leiche in der ländlichen Umgebung von Castiglione delle Stiviere versteckt haben. Die Leiche der 23-jährigen Ukrainerin wurde zwar noch nicht gefunden, aber Stratan wurde in Castiglione delle Stiviere von einer Überwachungskamera dabei gefilmt, wie er am Abend des spurlosen Verschwindens der jungen Frau einen großen schwarzen Sack zu seinem Auto schleppte, um ihn in den Kofferraum zu laden. Trotz der Vielzahl von Zeugenaussagen und der Aufnahmen gleich mehrerer Überwachungskameras, die sich wie Puzzleteile zu einer erdrückenden Beweislast zusammenfügen, zieht es der 33-jährige in Untersuchungshaft sitzende Moldawier aber vor, zu allen Vorwürfen zu schweigen.

Dank der Bilder mehrerer Überwachungskameras sowie der Auswertung des Trackings des Smartphones, das sie beim mutmaßlichen Täter sichergestellt hatten, gelang es den Carabinieri, alle Fahrten und Wege des jungen Mannes zu rekonstruieren. Zu Hilfe kam den Ermittlern auch die spätere Zeugenaussage eines ortsansässigen Bauers. Der Landwirt hatte zu später Stunde mit seinem Traktor dem Moldawier dabei geholfen, seinen feststeckenden Wagen aus dem Schlamm zu ziehen. Dasselbe nun aber verlassene Fahrzeug wurde am Tag darauf von den Carabinieri in einem Feld in der ländlichen Umgebung der Kleinstadt bei Mantua gefunden. Der Grund für das Zurücklassen des Autos ist noch Gegenstand von Ermittlungen.

Weitere Zeugen wollen den 33-Jährigen in der Nähe eines natürlichen Sees in der Nähe von Castiglione delle Stiviere gesehen haben. Aufgrund der Vermutung, dass der Mörder genau dort die sterblichen Überreste der jungen Frau versteckt haben könnte, wurde das unwegsame und stark verwachsene Gelände samt dem kleinen See mit Tauchern und unter dem Einsatz von Hundestaffeln durchsucht. Bis zum Montagabend, als sie aufgrund der Nacht und der widrigen Witterungsverhältnisse eingestellt werden musste, blieb die Suche erfolglos.

Daran, dass er der mutmaßliche Täter ist, bestehen aber kaum Zweifel. Als ein Familienangehöriger das Verschwinden der jungen Ukrainerin meldete, wussten die Carabinieri sofort, dass sie ihre Ermittlungen auf ihren Ex-Freund konzentrieren mussten. Der bisher unbescholtene junge Mann half manchmal in der von seiner Schwester geführten Bar im Zentrum von Castiglione delle Stiviere aus. In derselben Bar, Event Coffee, war auch Yana Malayko als Baristin angestellt.

Arrestato l'ex fidanzato di Yana, in un video ha un sacco nero in spalla

Arrestato l'ex fidanzato di Yana, in un video ha un sacco nero in spallaContinuano nelle campagne del Mantovano le ricerche di Yana Maliko, la 23enne ucraina scomparsa alcuni giorni fa. Arrestato per omicidio e occultamento di cadavere il suo ex fidanzato, un cittadino moldavo, ripreso in un video mentre usciva di casa con un sacco in spalla.L'inviata Maria Teresa Palamà per il Tg3 delle 19 del 22 gennaio 2023

Posted by Tg3 on Sunday, January 22, 2023

Die beiden, die sich vor ein paar Jahren in der Bar bei der Arbeit kennengelernt hatten, waren kurze Zeit später in eine Wohnung über dem Event Coffee gezogen. Das Zusammenleben hatte sich aber alles andere als konfliktfrei erwiesen. Da Dumitru Stratan, dem nachgesagt wird, sehr eifersüchtig zu sein und zu plötzlichen Wutausbrüchen zu neigen, gegenüber der jungen Ukrainerin sehr besitzergreifend gewesen war und ihr wenige Freiheiten gelassen hatte, hatte die 23-Jährige vor einigen Monaten beschlossen, den Moldawier zu verlassen. Von seiner Schwester, die auch ihre Arbeitgeberin war, war ihr angeboten worden, zu ihr in ihre Wohnung zu ziehen. Ein Angebot, das die junge Frau gerne angenommen hatte. Der Moldawier hingegen konnte sich nicht mit dem Ende der Beziehung abfinden.

Über das, was am Donnerstagabend geschah, können nur Vermutungen angestellt werden. Der Letzte, der abgesehen vom Mörder Yana Malayko noch lebend sah, war ein Bekannter, der die junge Frau beim Schließen der Bar beobachtete. Vermutet wird, dass es zwischen der jungen Ukrainerin und dem Moldawier in der Wohnung im Obergeschoss der Bar zu einem Treffen gekommen sein soll. Man geht davon aus, dass es zwischen den beiden zu einem Streit gekommen sei, in dessen Verlauf der 33-Jährige ein Messer gezogen und die Ukrainerin erstochen habe.

Von der Tatwaffe fehlt aber genauso wie von der Leiche jede Spur. Die Hoffnung der Ermittler, die die Suche fortsetzen werden, ruht aber auch darauf, dass Dumitru Stratan sein Schweigen bricht.

Ihr Vater Oleksander Malayko ist verzweifelt. „Meine Tochter Yana kam vor sieben Jahren nach Italien, weil sie schwer krank war. In der Ukraine hatte sie sich zwei sehr schweren Operationen unterzogen, die jedoch erfolglos geblieben waren. Dank der italienischen Ärzte konnte sie glücklicherweise geheilt werden. Sie beschloss damals, hier bei ihrer Großmutter zu bleiben, die in Romano di Lombardia lebt“, erzählt ihr Vater einen Teil der Lebensgeschichte seiner Tochter. An ihren Mörder richtet er einen verzweifelten Appell. „Gib mir meine Tochter zurück, sag mir, wo sie ist!“

Von: ka

Kommentare

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23 Kommentare auf "Grausamer Femizid: Ukrainerin Yana Malayko ermordet"


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ieztuets
ieztuets
Superredner
8 Tage 11 h

Meine liebn Leit, für setta Verbrechn braucht es die TODESSTROFE !!!

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Superredner
8 Tage 9 h
@ieztuets: damit würde kein einziges dieser abscheulichen Verbrechen verhindert. Keiner dieser Verbrecher stellt sich die Frage nach den Folgen und wiegt dann rational ab. Entweder sie reagieren im Affekt und schalten ihr Hien aus (falls es überhaupt je mal eingeschaltet war) oder meinen, dass man ihnen ohnehin nicht auf die Spur kommt. In Wirklichkeit haben genau jene Länder mit Todesstrafe höhere und nicht niedrigere Raten an Gewaltverbrechen. Abschreckung ist es also keine, eher eine Botschaft der Geringschätzung des menschlichen Lebens mit Legitimation von Tötung. Bleibt Im Grunde nur Rache als Erklärung für die Befürwortung der Todesstrafe: wie du mir, so… Weiterlesen »
N. G.
N. G.
Kinig
8 Tage 6 h

@Selbstbewertung Ganz genau. Täter denken bei der Tat, egal welche es ist, nicht an die Konsequenzenen. Sie denken, dass sie nicht erwischen werden oder es isr ihnen egal. Dann nützen hohe Strafe bis hin zur Todesstrafe, die ich komplett ablehne gar nichts.

Dagobert
Dagobert
Kinig
8 Tage 4 h

@N. G.
Des Madl hot kone Chance mehr, wieso sollte der feige Mörder no one kriegn?

Frank
Frank
Universalgelehrter
8 Tage 3 h

@ieztuets In den USA gibt es die Todesstrafe in einigen Bundesstaaten noch. Bewirkt sie, daß dort keine Gewaltverbrechen mehr geschehen?

N. G.
N. G.
Kinig
8 Tage 1 h

@Dagobert Weil wir Menschen sind und keine “Bestie” wie er.
Wer gibt uns das Recht zu töten? Zur Abschaffung der Todesstrafe hat man sich viele Gedanken gemacht und wenn zumindest ganz Europa sich dazu durchgerungen hat, dann wusste man warum.
Auserdem, es gab und gibt immer noch Hinrichtungen von Unschuldigen. Wie würdest du das wieder gut machen?

N. G.
N. G.
Kinig
8 Tage 1 h

@Frank Genau und was ist dann Todesstrafe eigentlich? Es ist Rache, mehr nicht, es ist nicht Prävention, nicht Bestrafung, es ist in meinen Augen panale Rache.

hundeseele
hundeseele
Universalgelehrter
8 Tage 24 Min

@Frank …zum Teil und für einige als Abschreckung sehr wohl!

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Superredner
8 Tage 2 Min
@Dagobert: Wenn man das Mädchen wieder zurückbringen könnte, wäre ich auch für die Todesstrafe. Ich wäre auch dafür, wenn es Hinweise gäbe, damit schwere Verbrechen zu reduzieren, und sei es auch nur um ein Opfer. Nichts von dem trifft aber zu! Es gibt eher Hinweise für das Gegenteil, was mich auch nicht verwundert, wenn man bedenkt, wie wir Menschen so ticken! Letztlich wäre es ein Signal der Geringschätzung des Lebens. Das hatten wir schon im Mittelalter und haben wir noch heute im Iran, Syrien, Weißrussland, Nordkorea, einigen Südostasien der USA.. Kein gutes Vorbild! Und wo gehobelt wird fallen bekanntlich Späne!… Weiterlesen »
Selbstbewertung
Selbstbewertung
Superredner
7 Tage 23 h

@Dagobert: …..und wer für Todesstrafe ist, müsste zumindest selbst so konsequent sein und bereit sein, die Rolle des Henkers zu übernehmen.en statt sich zurückzulehnen und andere “tun” lassen. Ich könnte es nie und nimmer! Daneben gibt es noch weitere Gründe zur grundsätzlichen Ablehnung der Todesstrafe, auch jenseits der religiösen Haltung: sie könnte (und wird) missbraucht werden, um politische Gegner zu eliminieren (Beweise könnten gefälscht werden), die Prozessführung kostet viel mehr, sofern man bei derart heiklen Verfahren die Rechtstaatlichkeit bewahren will…..In Summe sehe ich keinen vernünftigen Grund zur Einführung der Todesstrafe, sondern nur Probleme, ohne dass dem Opfer geholfen wäre!

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Superredner
7 Tage 23 h

@Hundeseele: leider sprechen die Zahlen nicht nur gegen diese Hypothesen, sondern lassen längerfristig sogar das Gegenteil vermuten! Bei so weitreichenden Entscheidungen verlassen ich mich lieber auf eine vorsichtige Abwägung der Argumente und Zahlen als auf Bauch- oder Rachegefühle.

schnegge
schnegge
Tratscher
7 Tage 22 h

@N. G. aber bei einer todesstrafe wäre der täter dann nicht mehr wiederholungsfähig! durch unsere sehr schlecht funktionierenden justiz kommen viele täter wegen mangel an beweißen, unzurechnungsfähigkeit oder guter führung wieder frei und das ist sowohl für familienangehörigen oder bei stallkingopfer oft ein großer schock!!!

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Superredner
7 Tage 20 h

@Schnegge: glaube nicht, dass du Menschen, die ohne Todesstrafe später aus Mangel an Beweisen Freikarten würden, hinrichten lassen möchtest. Genausowrnig Unzurechnungsfähige oder Stalker!

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Superredner
7 Tage 20 h

@Hundeseele: was lässt dich daran glauben

schnegge
schnegge
Tratscher
6 Tage 6 h

@Selbstbewertung du weißt auch nicht wie sich vergewaltigungsopfer fühlen!!!

es gibt keine strafe der welt die einem opfer die lebensqualität zurückgeben kann!!! auch keine todesstrafe!

Woltale
Woltale
Grünschnabel
8 Tage 10 h

Wo soll dies alles noch enden. jeden Tag, sei es Deutschland, Österreich oder Italien hören wir von grausamen Ermordungen und Gewalttaten. Bin echt froh ein gewissen Alter zu haben, für die heutige Jugend wird dies alles noch hart.

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Superredner
8 Tage 6 h
@Woltale: der Punkt ist, dass es immer schon sehr schlimm war! Was sich verschlimmert, sind nicht die Morde und andere Abscheulichkeiten, sondern unsere Wahrnehmung. Die Vergangenheit wird immer als besser angesehen. Das ist eine von vielen kognitiven Fallen, die uns das Leben schwer machen. Unser Gedächtnis ist trügerisch. Wie ist es dann wirklich? Z.B. in Deutschland wurden die meisten Straftaten gegen das Leben (Mord, Totschlag) zuletzt im Jahre 1993 (5140) begangen. 2021 waren es hingegen “nur” mehr etwas mehr als die Hälfte (2.980). Der Trend geht in den westlichen Ländern seit vielen Jahren kontinuierlich zurück. Im Grunde war unser Leben… Weiterlesen »
DontBeALooserBeASchmuser
8 Tage 2 h

Die Gewaltverbrechen werden eben großteils von Neubürgern begangen …

N. G.
N. G.
Kinig
8 Tage 1 h

@Selbstbewertung Super Kommentar! Die Menschen beschäftigen sich einfach zu wenig mit dem Ganzen. Der Unterschied zu früher ist nur und ausschließlich die Medienvielfalt und das wir lesen, sehen und hören können wenn irgendwo ein “Sack umfällt”.
Auserdem, was ist “früher”? Menschen aus dem frühen Mittelalter würden uns z. B. für unsere Sicherheitsängste auslachen.

hundeseele
hundeseele
Universalgelehrter
8 Tage 22 Min

@N. G. Dich lachen die Menschen schon wegen deiner Kommentare aus!

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Superredner
8 Tage 17 Min
@DontBe…: die Wahrheit ist, dass 1.) vor ca 30 Jahren in Italien und Deutschland fast doppelt so viele Gewaltverbrechen gegen das Leben begangen wurden und 2.) laut aktuellen Daten des Bundeskriminalamtes “der Anteil der tatverdächtigen Zuwanderer an allen Tatverdächtigen in den vergangenen Jahren gesunken ist” …” der Anteil der Zuwanderer aus den Hauptherkunftsstaaten an den Tatverdächtigen lag unter ihrem Anteil an Asylsuchenden” ….bei Straftaten gegen das Leben beträgt der Anteil der tatverdächtigen Zuwanderer 12,8%! Jedes Opfer ist 1 zu viel, aber zu schreiben “großteils”, wenn es 12,8% sind, geht an der Realität vorbei! Unabhängig davon sind die meisten Opfer von… Weiterlesen »
Dagobert
Dagobert
Kinig
8 Tage 11 h

Na bitte, aso a erbärmliches Weichei!🤬
Orme Gitsch….R.i.F.

Zugspitze947
8 Tage 11 h

Einfach unglaublich wie kalt und brutal manche Zeitgenossen sich aufführen ! 😢🙈Hoffentlich findet man die Leiche Bald damit die Angehörigen sie würdevoll bestatten können. Der Mörder ist zur Höchststrafe zu verurteilen 😡👌

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