Von: luk
Rom – Wer ab 1. Juni mit dem Auto auf Italiens Autobahnen unterwegs ist, kann unter bestimmten Bedingungen Geld zurückbekommen. Grund dafür ist eine neue Regelung, nach der Autobahnbetreiber bei Staus wegen Baustellen einen Teil der Maut erstatten müssen.
Die Entschädigung gilt allerdings nicht pauschal für jeden Stau. Voraussetzung ist, dass die Verzögerung durch eine Baustelle verursacht wird und die betroffene Strecke von einem einzelnen Betreiber geführt wird. In einer späteren Phase soll die Regelung auch auf Abschnitte mit mehreren Betreibern ausgeweitet werden.
Wie viel Geld zurückgezahlt wird, hängt von der Dauer der Verspätung ab. Bei kürzeren Verzögerungen gibt es einen anteiligen Betrag zurück, bei längeren Staus kann die Rückerstattung bis zur vollständigen Maut reichen. Die Abwicklung soll über eine App erfolgen. Alternativ sollen Anträge auch per E-Mail oder telefonisch möglich sein.
Nicht in allen Fällen gibt es jedoch Geld zurück. Ausgenommen sind etwa Staus infolge von Unfällen, Notfall-Baustellen oder Unwettern. Für Autofahrer bedeutet das: Die neue Regelung ist zwar ein Schritt in Richtung mehr Fairness auf Italiens Autobahnen, greift aber nur unter klar definierten Bedingungen.
Besonders interessant ist die Neuerung auch für Urlaubsreisende, die in den kommenden Wochen auf den großen Nord-Süd-Routen nach Italien unterwegs sind. Wer in eine längere Baustellenkolonne gerät, könnte künftig zumindest einen Teil der Maut wiedersehen.




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