Gesetz „Salva Casa“ wirkt sich aus

Prozess um Luxus-Hotel am Gardasee: Mehrheit der Vorwürfe fällt weg

Donnerstag, 12. März 2026 | 09:57 Uhr

Von: luk

Torri del Benaco – Im Prozess um mutmaßliche Bau- und Landschaftsschutzverstöße beim Bau des Resorts Cape of Senses sind acht von zehn Anklagepunkten fallengelassen worden. Das entschied Richterin Giulia Zecchinon bei einer Verhandlung vor Gericht.

Von den Vorwürfen freigesprochen wurden laut Corriere della Sera der Verwaltungsratspräsident der Südtiroler Firma “Margesin”, Johann Josef Margesin, seine Mitverwaltungsräte Christian Margesin und Johannes Margesin sowie Bauleiter Hugo Demetz.

Zwei Vorwürfe bleiben bestehen

Das Verfahren läuft jedoch wegen zwei verbliebener Anklagepunkte weiter. Laut Staatsanwalt Stefano Aresu soll das Gebäude um etwa 2,5 Meter höher errichtet worden sein als in der Baugenehmigung vorgesehen. Zudem geht es um einen angeblich größeren Wellnessbereich im Untergeschoss, dessen Fläche und Volumen laut Anklage die genehmigten Maße deutlich überschreiten.

Gesetz „Salva Casa“ wirkt sich aus

Dass der Großteil der Vorwürfe fallen gelassen wurde, hängt mit dem neuen italienischen Gesetz „Salva Casa“ zusammen, das von Infrastrukturminister Matteo Salvini eingeführt wurde. Es ermöglicht unter bestimmten Bedingungen die Legalisierung kleinerer Bauabweichungen.

Prozess geht im Herbst weiter

Die Verteidigung bestreitet auch die beiden verbleibenden Vorwürfe und verweist auf Gutachten, nach denen weder eine Erhöhung des Gebäudes noch zusätzliche Bauvolumen vorlägen.

Der Prozess wird Ende September vor Richter Pasquale Laganà fortgesetzt.

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