Folge des Bürgergelds oder der „Ausbeutung“? – VIDEO

Saisonkräftemangel bremst Italiens Tourismus ein

Donnerstag, 27. Mai 2021 | 07:04 Uhr

Rom – Nach dunklen Corona-Lockdown-Monaten hofft Italiens Gastronomie- und Tourismuswirtschaft, im Sommer durchstarten zu können. An sich könnten die Rahmenbedingungen besser kaum sein. Offenere Grenzen, sinkende Corona-Zahlen und die Aussicht, dank des „Grünen Passes“ einen sorgenfreien Urlaub ohne Einschränkungen der Bewegungsfreiheit genießen zu können, lassen die Buchungen in die Höhe schnellen.

Zur großen Überraschung der italienischen Öffentlichkeit ist es nun aber gerade der Mangel an Saisonkräften, der im angeblich von Arbeitslosigkeit geplagten Stiefelstaat die Stimmung trübt. Hotel- und Restaurantinhaber klagen darüber, dass der Arbeitsmarkt für typische Saisonkräfte wie Kellner, Zimmermädchen und Küchenpersonal leer gefegt ist. In Venetien sollen den Hotels und anderen Gastbetrieben im Schnitt drei von zehn Saisonkräften fehlen. Selbst im Süden, wo die Arbeitslosigkeit teilweise Spitzen von 20 Prozent erreicht, melden Inhaber von Gastronomie- und Hotelbetrieben, dass sie oft vergeblich nach Köchen, Kellnern und Zimmermädchen suchen.

ANSA/Andrea Fasani

Aus Sicht der Arbeitgeber und auch für den Präsidenten der Region Kampanien, Vincenzo De Luca, steht der Hauptschuldige schon seit zwei Jahren fest. „Mir wurde versichert, dass, auch wenn es jetzt erlaubt ist, einige Gast- und Restaurantbetriebe nicht öffnen werden, weil sie nicht imstande sind, genug Kellner und anderes Personal zu finden. Mir wurde bestätigt, dass weder für das Gastgewerbe noch für die Konservenindustrie Saisonkräfte zu finden sind. Es handelt sich dabei um eine der paradoxen Folgen der Einführung des Bürgergelds. Wenn man im Monat 700 Euro Bürgergeld erhält und zusätzlich einen kleinen ‚Zweitjob‘ besitzt, hat man kein Interesse daran, um 6.00 Uhr aufzustehen, um in einer Konservenfabrik oder einer Küche als Saisonkraft einer Arbeit nachzugehen“, so die unmissverständliche Schuldzuweisung von Vincenzo De Luca.

Das ist aber vermutlich weniger als die halbe Wahrheit. Während der langen Corona-Monate ohne Arbeit, in denen die Saisonkräfte trotz allseits versprochener Hilfen meist durch die Finger blickten und von finanziellen Unterstützungen wie etwa der Lohnausgleichskasse zumeist ausgeschlossen blieben, suchten und fanden viele frühere Saisonkräfte eine neue Arbeit. Es sei gerade die Corona-Krise und die damit einhergehende Arbeitslosigkeit gewesen – so Gewerkschafter – die viele Kellner, Hilfsköche, Baristen und Zimmermädchen dazu bewogen hätte, nach einem Jahresjob mit sichererem und beständigerem Einkommen Ausschau zu halten. Italiens Touristiker befürchten zu Recht, dass dieses ehemalige Saisonpersonal für sie für immer verloren sein könnte.

Unsplash

Eine weitere Tatsache ist, dass bereits lange vor der Coronapandemie infolge des seit Jahren anhaltenden Aufschwungs in Italiens Tourismus- und Gastronomiegewerbe ein spürbarer Fachkräftemangel und ein Mangel an Saisonkräften herrschte. Laut der Vereinigung der italienischen Beherbergungsbetriebe stieg allein vom Jahr 2018 auf das Jahr 2019 die Anzahl der Angestellten im italienischen Tourismusgewerbe um 58.000 Beschäftigte oder in Prozenten ausgedrückt um 4,7 Prozent. Angesichts des touristischen Erfolgs Italiens und den bereits vorher vorhandenen Möglichkeiten für Saisonkräfte, eine Jahresstelle in einem anderen Wirtschaftszweig zu finden, verwundert es daher nicht, dass bereits vor der Corona-Krise der Arbeitsmarkt leer war.

ANSA/Andrea Fasani

Aus Sicht der Gewerkschaften ist der Hauptgrund des „Fluchtverhaltens“ der Saisonangestellten aber, dass nicht wenige touristische Arbeitgeber trotz des Arbeitskräftemangels weiterhin damit fortfahren würden, ihre Angestellten auszubeuten. Die Gewerkschafter schildern dabei unannehmbare Zustände. Unter anderem – so Gewerkschafter – würden viele Saisonkräfte dazu gezwungen, teilweise oder vollkommen „schwarz“ zu arbeiten, wobei ihnen die Sozialbeiträge und die Auszahlung von Überstunden vorenthalten würden. Laut ihren Vertretern werde manch Angestellten sogar das Trinkgeld abgenommen.

Viele Saisonkräfte klagen auch darüber, dass sie trotz anderslautender Verträge bis zu 70 Stunden in der Woche arbeiten müssten. Trotz der Mehrarbeit werde ihnen dabei eine entsprechende Entlohnung verwehrt. Zudem – so die Gewerkschaften – seien manche Arbeitgeber sehr findig darin, Gesetzeslücken auszunützen und mit ihren Angestellten sogenannte „Piratenverträge“ abzuschließen. Diese „Verträge“ ermöglichen es schwarzen Schafen unter den Inhabern von Hotels und Gaststätten, ihrem Saisonpersonal die vom nationalen Kollektivvertrag vorgesehenen Löhne und Sozialbeiträge ganz legal zu beschneiden.

Unter diesen Bedingungen und angesichts von Gehältern, die in der Praxis manchmal sogar unter 1.000 Euro liegen, sei es laut den Gewerkschaftern kein Wunder, wenn Saisonkräfte „die Flucht ergreifen“.

Ein Verbot von Verträgen, die schlechter als der nationale Kollektivvertrag sind, eine anständige und gerechte Bezahlung, die auch die vertragliche Auszahlung der Überstunden mit einschließt sowie vermehrte Kontrollen und entsprechende harte Strafen für „Schwarzarbeitsünder“ könnten laut den Vertretern der Arbeitnehmer dazu beitragen, Kellner, Köche, Zimmermädchen und Baristen wieder für das Hotel- und Gastgewerbe zu begeistern.

Es mag unter den Arbeitnehmern gar einige schwarze Schafe geben, die sich dank Bürgergeld und Schwarzarbeit einen gemütlichen Lebensunterhalt „verdienen“, aber die unzähligen Stimmen, die über schlechte Bedingungen und noch schlechterer Bezahlung im italienischen Tourismusgewerbe klagen, sind nicht von der Hand zu weisen. Ob die von den Gewerkschaften vorgeschlagenen Ansätze sowie eine grundlegende Reform des italienischen Bürgergelds gepaart mit vermehrten Kontrollen auf beiden Seiten eine Besserung der Lage bringen kann?

 

Von: ka

Kommentare

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66 Kommentare auf "Saisonkräftemangel bremst Italiens Tourismus ein"


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Babba
Babba
Grünschnabel
16 Tage 13 h

Die allgemeinen Arbeitsbedingungen in der Gastronomie hätten schon lange reformiert gehört. Wenn 16jährige Lehrlinge 54 Stunden Wochen mit nur Montags frei absolvieren müssen (Tatsache!) , lockt das keinen Hund hinterm Ofen hervor. Bis jetzt haben das nur wenige Betriebe erkannt-hoffentlich ändert sich das bald, damit Jobs im Gastgewerbe auch wieder attraktiv werden…

nightrider
nightrider
Superredner
16 Tage 13 h

Habe das fast nicht glauben könnten bis ich einen Betroffen kennen gelernt habe. Der hat auch 60 h gemacht. Bemerkung vom Chef: a guater hebs …

Ganz mies auch die Variante einen Teil vom versprochenen Lohn einzubehalten und am Ende der Saison auszubezahlen damit der Angestellte nicht abhaut.

elvira
elvira
Universalgelehrter
16 Tage 12 h

stimmp, i orbeit mit jugendliche des sieg i jedes johr ..obwohl a lehrling 2 tog frei hobn muas und kuane iberstundn mochn terf…des isch a frechheit und ausgnutzt. und den spruch lehrjahre sind keine herrenjahre stimmp zum teil ober men hot a als lehrling rechte

schwarzes Schaf
schwarzes Schaf
Superredner
16 Tage 10 h

@babba also soll man den leuten frei geben samstag sonntag wenn arbeit ist und arbeit geben wenn nix tun ist oder wie soll man das verstehn.

schwarzes Schaf
schwarzes Schaf
Superredner
16 Tage 10 h

@ nigtrider schwarze schafe gibs überall auch bei denn bauern zb wo 6 leute in einen zimmer schlafen. Und ich denke das mit den 60 stunden wir auch vorab komuniziert und der lohn ist aushandelbar. Und wenns nicht passt hat man die probezeit. Uund wenn der eine mit zb 1300 zu frieden ist und dann erfährt das der andere 1500 bekommt dann geht das jammern los. Also davor aushandeln danach klappe halten oder gehen und nicht dann den chef schlecht machen

nightrider
nightrider
Superredner
16 Tage 9 h

@schwarzes Schaf nein das wird nicht komuniziert, das wird scheibchenweise erhöht und dem Lehring wird ein schlechtes Gewissen gemacht wenn er nicht mitmacht. Und überhaupt, ein Lehrling hat einfach nicht so lange zu arbeiten. Genau diese Betriebe haben dann eine enorme Personalfluktuation und wurden sich dass sie ständig Probleme mit den Angestellten haben.

Lee
Lee
Grünschnabel
16 Tage 8 h

@schwarzes Schaf.
Also sollte der Angestellte 3 Monate durcharbeiten wenn Hochsaison ist und wenn wenig los ist, am besten Urlaub nehmen, oder unbezahlten Ausstand?
Praktikanten sind gratis Hilfskräfte, die brauchen ja ein Zeugnis, das sollte doch reichen oder? Jugendschutzgesetzte sind was für Memmen, die sind jung, die halten es schon aus?
Lehrlinge sind ersetzbar, warten genug andre vor der Tür. *sarkasmus off*

ebbi
ebbi
Superredner
16 Tage 6 h

@Lee ganz genau, nur wird ihnen nicht mal urlaub gegönnt wenn nichts los ist, sondern am besten sofort kündigen und auf Kosten der Öffentlichkeit in Arbeitslose schicken.

neidhassmissgunst
neidhassmissgunst
Superredner
16 Tage 6 h

54 Stunden finde ich sogar wenig. Es werden durchwegs 6×12 Stunden gemacht – also 72 Stunden. Über Weihnachten werden schon mal 3 Wochen durchgearbeitet mit 7×12 Stunden – also 84 Wochenstunden in einer Winterhochburg…egal ob man es glaubt oder nicht, es entspricht der Wahrheit.

EviB
EviB
Superredner
16 Tage 6 h

Meine Tochter ist auch Servielehrling. 5 Tagewoche und verdient im 1. Lehrjahr das doppelte wie mein Sohn, der Mechanikerlehrling ist.
Also daran kann es nicht liegen.

EviB
EviB
Superredner
16 Tage 6 h

@Lee
Unsere Praktikanten verdienen im Sommer mehr, als eine ausgelernte Verkäuferin .

george
george
Superredner
16 Tage 38 Min

noch dazu womöglich 9 Stunden pro Tag mit hässlichen Fetzen im Gesicht herumlaufen müssen. Da würd ich auch sagen: Nein Danke!

george
george
Superredner
16 Tage 37 Min

bitte die Schafe mit dunkler Wolle nicht diskriminieren. Die können nichts dafür. Das ist Rassismus pur.

elvira
elvira
Universalgelehrter
15 Tage 13 h

@EviB sem seids ober a ausnahme plus kims schun a auf die orbeitsstundn drauf un…wenn i die woch bei die 60h orbeit wars a guat dass i mear als 1200/1300 euro kriag.

olter
olter
Tratscher
15 Tage 7 h

@elvira 1200 euro bei 5 std. am Tog 6 Tog die woche isch ober genuag

Zugspitze947
14 Tage 15 h

EviB. DAS ist sicher die Ausnahme !!!! 🙁

Zugspitze947
14 Tage 15 h

olter: Komp af die Qualifikation on ,denn des sein grod mol 10€ die Stund,des isch Deutscher Mindestlohn ! 🙁

PuggaNagga
16 Tage 13 h

Tja ist halt so wenn man schlecht zahlt.
Auf der anderen Seite kann man als Arbeitgeber nicht viel mehr zahlen, die Sozialabgaben und die Steuerlast verhindern das.
Arbeit muss sich wieder lohnen! Für den Betrieb und auch für die Angestellten.
Viele Betriebe haben zwar hohe Umsätze aber der Gewinn fällt mager aus.
Gerade in der gastro ist am Wochenende pump voll (da bräuchte man das doppelte Personal), Montag bis Donnerstag herrscht gähnende leere und dann wird kein Geld verdient.
Die Politik muss dringend Lösungen finden und Steuererleichterungen einführen, sonst wird das nichts.

xXx
xXx
Universalgelehrter
16 Tage 12 h

Wenn ich sehe das in der Hotellerie beinahe jährlich erweiter, aufgestockt, modernisiert wird und ständig neue Luxustempel dazukommen, aber Gleichzeitig aus eigener Erfahrung weiß das die Angestellten genauso behandelt werden wie oben beschrieben und auch Handwerker und Baufirmen immer wieder streiten müssen, dann kann man nicht die Schuld bei der Politik suchen, bzw wenn, dann muss die Politik härter durchgreifen.

sakrihittn
sakrihittn
Universalgelehrter
16 Tage 9 h

Die Lohnsteuer gehört für alle abgeschafft.

PuggaNagga
16 Tage 5 h

@xXx
Du hast gut reden.
Einzelne Luxustempel rüsten regelmäßig auf. Die sind extrem profitabel. Der Großteil alle 10-20 Jahre.
Und den größen Hoteliers persönlich gehört gar nichts mehr, das gehört alles der Bank.
Man muss aber auch eingestehen dass diese ihr Arbeit gut machen.

heris
heris
Grünschnabel
16 Tage 13 h

Ich war 35 Jahre in der Gastronomie  tätig und habe gerne die Gäste verwöhnt  es hat mir Freude gemacht – nun bin Ich umgesattelt und Arbeite für einen Großen Konzern  und nun fühle Ich erst was es heißt Mensch zu sein – den Idealisten in der  Gastronomie  gebührt Anerkennung und Dank für ihre Aufopfernde Rolle.

Pepe
Pepe
Tratscher
16 Tage 7 h

@heris,bin voll bei dir. 27 Jahre Gastgewerbe und nach der letzten verars**e vor 2 Wochen, in eine komplett andere Branche gewechselt. Freizeit vielmehr um gleich viel Lohn 🤞

sophie
sophie
Universalgelehrter
16 Tage 13 h

Vicenzo de Luca:

….mit 700€ plus kleinen Job, frag ich mich wie sich der feine Herr vorstellt, was man mit dem Geld alles machen kann ???? Miete oder Darlehen monatlich und dann ?? Mit was zahlt man den Rest ???? So was zu unterstellen ist allerhand, aber ich zweifle auch nicht dass es Ausnahmen gibt bei den Bürgern, deshalb sollte er nicht alle in einen Topf stecken….

vunmirausgsechn
vunmirausgsechn
Grünschnabel
16 Tage 13 h

@sophie in Kampanien sind die Kosten für den Unterhalt wesentlich geringer als bei uns in Südtirol, das kann man nicht vergleichen. wenn 2 Leute 700€ + nochmals 1000€ schwarz einnehmen, können die gut davon leben.

Chrys
Chrys
Superredner
16 Tage 12 h

700,00 plus ein “kleiner” Wochenendjob am Samstag und Sonntag a € 15,00 die Stunde könnte nochmals € 800/1.000 ergeben und dann kommen noch Wohnbeihilfen usw. hinzu. Ganz von der Hand zu weisen ist die Behauptung nicht, wenngleich man NIE alle in einen Topf werfen kann. Dass es aber in einigen Regionen Italiens viele “schlaue” gibt ist doch eigentlich auch bekannt. Interessant aber, dass dies der Präsident der Region Kampanien tut.

xXx
xXx
Universalgelehrter
16 Tage 12 h

In Südtirol vielleicht nicht, aber weiter im Süden, wo 3, 4 Generationen im selben Haus leben? Wenn jeder das Bürgergeld kassiert kommt leicht genug zusammen.

Offline
Offline
Universalgelehrter
16 Tage 11 h

@xXx..aber warum wird dieses so “clevere Geschäftsmodell” aus dem Süden 🇮🇹 nicht auch von den “Beschtigsten” angewendet ??

Tina1
Tina1
Grünschnabel
16 Tage 11 h

@Sophie…die Bürgergeld bekommen haben sicherlich kein Darlehen zu zahlen. Mit 700 € Einkommen spielt die Bank nicht mit. Mit Einkommen dieser Art wohnt man in Wobiwohnungen und bezahlt wenig wenn überhaupt. Da interessiert Arbeit nicht.

elvira
elvira
Universalgelehrter
15 Tage 13 h

bei ins konsch nit lebn. im südn schun

hundeseele
hundeseele
Superredner
16 Tage 13 h

Billige Löhne,unsichere Arbeitsplätze,hohe Anforderungen,die Corona Pandemie hat ihres dazugesteuert,da ist es kein Wunder wenn keiner mehr dazu lust hat!

Roor
Roor
Neuling
16 Tage 13 h

without data youre just another person with an opinion

EviB
EviB
Superredner
16 Tage 6 h

hundeseele
ich weiß nicht, bon welchem Land du sprichst, aber bei uns verdient man im Gastgewerbe überdurchschnittlich viel. Ich arbeite seit 25 Jahren in dem Gewerbe und wurde nie schlecht behandelt oder über den Tisch gezogen.

Roby74
Roby74
Tratscher
14 Tage 13 h

@EviB
Dann hast Du eben Glück gehabt!😉

Kiwi
Kiwi
Grünschnabel
16 Tage 13 h

Isch aber schon lustig . Ich suche seit wochen für meine Frau an Job als Stubenmädchen in Meran umgebung . Leider ohne chance da sie nur English und Italienisch spricht. Nur weil sie nicht Deutsch kann wird sie nicht genommen . Wenn Sie a arbeit hätte würde sie auch Deutsch lernen. Soviel zum Thema zu wenig Personal in der Gastromie 🙄

elvira
elvira
Universalgelehrter
16 Tage 12 h

jo sel isch in südtirol leider es nächste problem

Chrys
Chrys
Superredner
16 Tage 12 h

Kommt mir eigenartig vor. Wenn Sie in die Zeitung schauen, dann sehe ich nichts als freie Stellen als Zimmermädchen und fuer ein Zimmermädchen sind die Sprachenkenntnisse absolut unwichtig. Die meisten kommen aus den neuen EU Ländern und sprechen sicherlich nur ein gebrochenes Deutsch oder auch nur Italienisch.

der_jolly
der_jolly
Grünschnabel
16 Tage 13 h

Wen wundert es, dass nach Monaten von Zwangsschließung die Mitarbeiter im Gastgewerbe sich in der Zwischenzeit eine Arbeit in einem anderen Sektor gesucht haben.

Dagobert
Dagobert
Kinig
16 Tage 13 h

I glab, dass es Bürgergeld und die Ausbeutung schuld ist!
Genau wie es im Bericht beschrieben ist!

Gescheide
Gescheide
Tratscher
16 Tage 13 h

Wundert mich überhaupt nicht… war selbst im Gastgewerbe, weis wie das dort abläuft und das schon sein vielen Jahren. Corona macht das ganze sicher nicht besser…

AnWin
AnWin
Superredner
16 Tage 12 h

…wieso arbeiten,wenn ich fuers Nichtstun Geld bekomme,wenn ich Geld fuer Urlaubgehn bekomme,usw……..!!!!!!Nur die Dummen arbeiten…

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
16 Tage 12 h

Wenn die Löhne so tief im Keller sind, dass ich mit dem geschenkten Bürgergeld gleich viel “verdiene” ist es kein Wunder, dass sich keiner zur Arbeit meldet…
Es müssen endlich die Abgaben auf Arbeit und die Lohnsteuern gesenkt werden!!!
Arbeit darf nicht bestraft werden!!!
Umgekehrt müssen endlich die Spekulationsgewinne gerechter und damit höher besteuert werden!!!
Es kann nicht sein, dass man beim Spekulieren weniger Steuern zahlt als bei ehrlicher und harter Arbet!!!

marher
marher
Universalgelehrter
16 Tage 13 h

Leider gibt es im allgemeinen keine gute Regelung für die Saisonarbeiter. Es ist von Provinz zu Provinz anders. Glaube dass sie in unserem Land grossteils sehr gut behandelt und
in aller Hinsicht gut unterstützt werden. Tatsache ist aber auch dass viele die Gutmütigkeit ausnutzen und so manche Istitutionen mit Falschangeben verarschen, insbesondere wenn es um Beiträge geht.

Savonarola
16 Tage 11 h

es ist kein Zufall, dass die 5-Sterne-Partei das Bürgergeld versprochen hat und hauptsächlich in Süditalien gewählt wurde. So arbeiten die ehrlichen fleissigen Bürger für zwei. Dass das Geld dann durch die Bank von mafiosi und Schwarzarbeitern kassiert wird, schlägt dem Fass den Boden aus. So einen Staat aus Faulenzern, Schmarotzern und Parassiten sieht man selten.

elvira
elvira
Universalgelehrter
16 Tage 12 h

idem bei ins…..schaug mar mol wenn die hoteliers endlich aufwochn..ober eher ersch wenn die direktoren selber zum tablett oder kochleffl greifn miasn

sophie
sophie
Universalgelehrter
16 Tage 8 h

@elvira
Oje, wenn die Direktoren kochen müssten oder den ganzen Tag kellnern dann würden sie sicher vorher Gehälter und Arbeitszeit regeln, da würde es wohl kaum was zum essen geben

EviB
EviB
Superredner
16 Tage 5 h

Ich weiß nicht, wie es im restlichen Italien ist.
Ich kann nir von Südtirol sprechen.
Hier sucht man händeringend nach einheimischen Personal obwohl die Hotelfachschulen aus allen Nächten platzen.
Und obwohl der Verdienst gut ist und immer mehr Betriebe 5Tagewoche anbieten, wollen unsere Leute nicht am Abend oder am Wochenende arbeiten.
Aber dann regt man sich auf, wenn die Bedienung oder der Koch Ausländer sind…

elvira
elvira
Universalgelehrter
15 Tage 21 h

5 tage woche??? sel isch ober olm no sehr seltn..und wenn i teilweise 12h in tog orbeitn muas hilft mar sel gor nix

Roby74
Roby74
Tratscher
14 Tage 13 h

@EviB
Mit Wochenend-und Feiertagsarbeit habe ich nie keine Probleme gehabt!
Das Problem ist:wenn man ein Partnerin hat die dann frei hat und selbst muss man arbeiten,bleibt das Familienleben auf der Strecke.☝🏼

Noggi
Noggi
Grünschnabel
16 Tage 9 h

In Süditalien sind 700€ wie bei uns 1200€, da würde ich auch nicht mehr arbeiten gehen. Vielleicht noch 10 Stunden schwarz die Woche und gut… Kranker italienischer staat

Diezuagroaste
Diezuagroaste
Superredner
16 Tage 8 h

Bevor die Hotellerie und das Gastgewerbe nicht ordentlich zahlt und die Bedingungen an die Menschenwürde anpasst, wird dieser Zustand anhalten. 60 Stunden in der Woche waren für eines meiner Familienmitglieder die Regel. Dazu war die Verpflegung eine Frechheit und die Bezahlung …..

Abodechto
Abodechto
Neuling
16 Tage 12 h
Schliessungen und Bürgergeld spielen sicher eine Rolle, aber vermutlich eine kleinere als gedacht. Auch die Bezahlung könnte sich sehen lassen, im Normalfall. Logisch gibt es schwarze Schafe, auf Lehrlinge sollte man schon gut schauen.    Wir leben in einer hochentwickelten Wirtschaft, die jungen Menschen entstammen schon der Handygeneration, da kommt der Gedanken, geschweige denn der Dienst am Nächsten zu kurz, man schaut vorrangig auf sich. Heute grüsst man kaum noch auf der Strasse, was früher normal war. Wie sollen solche Leute einen Gast an einem Tisch umsorgen ?  Dazu kommt, dass man im Gastgewerbe eigentlich jeden Tag unter Druck ist… Weiterlesen »
Susi
Susi
Tratscher
16 Tage 9 h

Und hier findet man auch niemand der offiziel angest werden möchte.. und niemand will in der Gastronomie arbeiten, die Einheimischen schimpfen, wenn man dann Ausländer anstellen muss, aber jeder will gerade am Wochenende alles schön nutzen können. Ob Dayspa, Hütten oder Einkaufszentren mit Gastronomie. Das System läuft falsch, solang man fürs Nix tun Geld bekommt!!

Tina1
Tina1
Grünschnabel
16 Tage 10 h

@offline…die bestigschtn sollten eher daran denken unsren Frauen die Kindererziehungs- und Pflegezeiten für die Rente an zu erkennen. 😠

citybus
citybus
Grünschnabel
16 Tage 12 h

Es gibt viele wos des Bürgergeld monatlich kriagn und nou abissl sozial-mietbeihilfe und kemmen schian über die runden.
und vielleicht nou a poor stindlan schwor orbaitn.
wieso donn orbaitn gian?

george
george
Superredner
16 Tage 42 Min

es werden in diesem Artikel mehrmals schwarze Schafe in negativem Zusammenhang erwähnt. Das ist echter (wenn auch tierischer) Rassismus! 

Lisa007
Lisa007
Grünschnabel
15 Tage 22 h

leider hat sich das Gastgewerbe zur modernen Sklaverei endwickelt !!!–Kellner wird sogar das Trinkgeld vorenthalten !!– Überstunden nicht bezahlt !!– Speisereste als Verpflegung !!Zimmermädchen in Akkort …usw

Roby74
Roby74
Tratscher
15 Tage 15 h

@Lisa007
Das war vor 32 Jahren,als ich mein Kochlehre begann,noch viel schlimmer:anstatt nachmittags in die wohl verdiente “Zimmerstunde”zu gehen,musste ich Hausmeisterarbeiten verrichten,die Kinder der Besitzer betreuen bzw.sie unterhalten oder mit ihnen zum Friseur gehen und alljährlich vor Ostern mit Scheuermittel und Lappen Algenränder vom Schwimmbad/Pool entfernen und anschliessend alles reinigen z.B.🙄😤🤦🏼‍♂️
Wehe man hätte sich geweigert!🤨Da wurde man schikaniert und noch mehr ausgenutzt….Damals habe ich mich oft gefragt:was hat das mit meinem Lehrberuf zu tun???😔😒Das einzige was ich daraus gelernt habe ist DEMUT und HARTNÄCKIGKEIT!🤣😂😅Nach der Gesellenprüfung sagte ich dann:👋🏻👋🏻👋🏻Tschüss und Danke für nichts!!!😁😁😁

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Superredner
16 Tage 13 h

Eine Schlamperei ist das.

PhilGrill
PhilGrill
Grünschnabel
16 Tage 8 h

Dann muss man den Angestellten im Gastgewerbe eben mehr zahlen. Ansonsten ist das logisch, dass sich viele dafür entscheiden Bürgergeld zu kassieren anstatt zu arbeiten wenn unterm Strich das selbe herauskommt. 700 Euro + Nebenjob?

Buecherwurm
Buecherwurm
Grünschnabel
16 Tage 3 h

Den Pauschalreisenden all incluiv kann es gar nicht billig genug sein und die Leidtragenden sind das Personal, was die bewirten soll.

alltagsheld
alltagsheld
Grünschnabel
16 Tage 9 Min

Die Gewerkschaften sind echt zum Kotzen und sowas von umsonst (bin selbst Arbeitnehmer by the way). Das Argument, dass Saisonkräfte fehlen, da sie sich neu orientiert haben ist mitunter etwas vom lächerlichsten das ich in letzter Zeit gehört habe.
Ich glaub ich bin das erste Mal der Meinung von DeLuca! Natürlich arbeiten viele nicht bzw. nur etwas nebenbei in der Schattenwirtschaft und kassieren brav gutes Bürgergeld! Den Mangel an Tourismussaisonkräften hat Italien seit es das Bürgergeld gibt und nicht erst seit Corona.

oli.
oli.
Kinig
16 Tage 2 h

Viele Berufsgruppen werden gebraucht und so schlecht bezahlt , das sogar Ausländische Bürger sich nicht um dem Job reißen.
Das Bürgergeld in der Höhe macht den Rest , bei Mutti wohnen wie früher , gelegentlich schwarz einiges erledigen und das liebe Bürgergeld. Dann ist alles paletti.

Hupsstupspups
Hupsstupspups
Tratscher
15 Tage 12 h

Der Vollzeit Mindestlohn sollte 2200 € netto im Monat betragen ohne Überstunden! Die Überstunde sollte mit 30 € netto bezahlt werden müssen!

olter
olter
Tratscher
15 Tage 7 h

5 std. Arbeit am Tag 6 Tage die Woche 1200€ und doch fibdet man keinen Einheimischen der de Arbeit will mochen weil man ja am Wochenende arbeiten muss donn is sell lei traurig

algunder
algunder
Superredner
13 Tage 41 Min

zohlt die leit unständig und nemms se net lei bei die eier nor werdn a wieder gern leit im gostgewerbe orbetn!

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