25-Jähriger stirbt, 28-Jährige festgenommen – VIDEO

Schreckliche Tragödie: Fahrrad 500 Meter mitgeschleift

Dienstag, 13. August 2019 | 08:19 Uhr

Cervia – Der beschauliche Adriaurlaubsort Cervia war in den frühen Morgenstunden des Sonntags Schauplatz eines schrecklichen Verkehrsunfalls. Ein 25-Jähriger, der sich mit seinem Fahrrad auf dem Heimweg von einem Fest befand, wurde wenige Hundert Meter von seinem Wohnhaus entfernt von einem Kleinwagen überfahren. Dabei wurde das Fahrrad – eine Graziella – vom Pkw über 500 Meter mitgeschleift. Ohne sich um das Schicksal des Opfers zu kümmern, suchte die Lenkerin das Weite. Wenige Stunden nach der Tragödie konnte die Unfalllenkerin – eine zum Zeitpunkt des Unfalls unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen stehende 28-Jährige – von den Carabinieri ausfindig gemacht und festgenommen werden. Sie wird sich vor Gericht wegen Mordes im Straßenverkehr, unterlassener Hilfeleistung und Flucht von einem Unfall mit Opfern vor Gericht verantworten müssen.

Es war zwischen vier und fünf Uhr am frühen Sonntagmorgen, als der 25-jährige Stefano Baldisserra mit seinem Fahrrad von einem Fest in einer nahen Diskothek kommend nach Hause zurückkehren wollte. Stefano Baldisserra fehlten nur mehr wenige Hundert Meter zum Wohnhaus seiner Familie, als er von einem Kleinwagen angefahren wurde. Der Zusammenprall war fürchterlich. Ohne sich um das Schicksal des Opfers zu kümmern, und obwohl sich das Fahrrad des 25-Jährigen – eine Graziella – unter dem Kleinwagen verfangen hatte, blieb die Lenkerin nicht stehen. Erst nach mehr als 500 Metern hielt die Fahrerin kurz an, um das zusammen geknäulte Wrack des Fahrrads zu entfernen. Anschließend suchte sie im Dunkel der Nacht das Weite.

Erst als es am Sonntagmorgen hell wurde, entdeckte ein Passant den Körper des Unfallopfers und alarmierte die Carabinieri sowie die Rettungskräfte. Aber da war es bereits zu spät. Dem Notarzt blieb nur mehr die traurige Aufgabe, den Tod des 25-Jährigen festzustellen. Die Carabinieri nahmen sofort Ermittlungen auf. Einige kleine Teile der Karosserie, die zu einem roten Fiat 500 passten, ließen es zu, den Kreis der Verdächtigen entscheidend einzugrenzen. Noch am Sonntag gelang es den Carabinieri, die Besitzerin des Fiat 500 und mutmaßliche Verantwortliche für die schreckliche Tragödie – eine 28-Jährige aus Cervia – ausfindig zu machen. Valentina Arrivabene, die zum Zeitpunkt des Unfalls unter dem Einfluss von Alkohol und Cannabinoiden stand und sich einer ersten Aussage zufolge „an nichts erinnern kann“, wurde von den Carabinieri wegen Mordes im Straßenverkehr, unterlassener Hilfeleistung und Flucht von einem Unfall mit Opfern festgenommen und in die Haftanstalt von Forlì überstellt. Weitere Ermittlungen müssen nun klären, ob die 28-jährige Friseurin selbst oder eine andere Person am Steuer des roten Kleinwagens saß.

Cervia – der beschauliche Adriaurlaubsort, aus dem sowohl das Opfer, als auch die Unfalllenkerin stammen, steht unter Schock. Der Tod von Stefano Baldisserra, der im nahen Cesena als Magazineur gearbeitet und in seiner Freizeit in der lokalen Fußballmannschaft Polisportiva Cervia 2000 als Torhüter gespielt hat, sorgt in der Kleinstadt für tiefe Trauer. Nachdenklich stimmt aber auch die Tatsache, dass an diesem frühen Sonntagmorgen auch das Leben der 28-jährigen Valentina Arrivabene eine fatale Wende genommen hat. Zwei zerstörte Leben, so das traurige Fazit eines Einwohners von Cervia.

Von: ka

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

11 Kommentare auf "Schreckliche Tragödie: Fahrrad 500 Meter mitgeschleift"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
offnzirkus
offnzirkus
Tratscher
11 Tage 4 h

Jo geats no. So eine gehört lebenslang hinter gittern!

brixna
brixna
Tratscher
10 Tage 23 h

Wersch segn de kimp koan tog ins gefägniss dank super funktionierender italienischer justiz

VES
VES
Grünschnabel
11 Tage 2 h

Manche glabn wirklich sie kenn sich olls erlauben und welln sich donoch an nicht mehr erinnern

Waltraud
Waltraud
Universalgelehrter
10 Tage 21 h

VES
Ja, die Erinnerungslücken sind immer wieder erstaunlich.

Staenkerer
11 Tage 38 Min

oanfoch lei furchbor!
do gilt koane strofminderung wegn geistig weggetrwtn, do muaß deswegn de strofe erhöht wern!

Savonarola
11 Tage 34 Min

Die Gesetze werden immer strenger, aber es ändert sich nichts, aber auch rein gar nichts.
Jetzt werden die Anwälte irgendeine Ausrede finden müssen: keine Radbeleuchtung, oder so…

denkbar
denkbar
Kinig
10 Tage 23 h

So ist. Strengere Gesetze nützen gar nichts, denn die Anständigen tun so was sowieso nicht, die Psychopathen und Leute ohne Ethos, können noch so strenge Gesetze nicht zu Edelmenschen machen. Was wir brauchen, die Anständigen mehr sichtbar machen und hervorheben warum es dich lohnt ein aufrichtiger guter Mensch zu sein, dem die unantastbaren Menschenrechte heilig sind.

Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
10 Tage 18 h

@denkbar
Stimmt doch nicht. Erinnerst dich noch vor ca. 25-30 Jahren, als an den Wochenenden reihenweise Jugendliche im Straßenverkehr gestorben sind.
Z.B. der Besoffene, welcher beim Schalserhof 3 Fußgänger totgefahren hat.

denkbar
denkbar
Kinig
10 Tage 5 h

Die Erziehungsmaßen, damit die Leute nicht alkoholisiert Auto fahren, hat tatsächlich gewirkt. Man muss wie immer die Dinge differenziert sehen können.

nikki
nikki
Tratscher
11 Tage 3 h

Schrecklich.
Mein aufrichtiges Beileid
R.I.P

Evi
Evi
Superredner
10 Tage 23 h

Furchtbar. Ruhe in Frieden!

wpDiscuz