Sonia Di Maggio verblutet am Tatort – VIDEO

Schrecklicher Femizid: 29-Jährige vor ihrem Freund vom Ex erstochen

Mittwoch, 03. Februar 2021 | 08:04 Uhr

Minervino di Lecce – Die kleine Gemeinde Minervino di Lecce in der süditalienischen Region Apulien war am Montagabend Schauplatz eines schrecklichen Femizids.

Die 29-jährige Sonia Di Maggio wurde vor den Augen ihres Freundes vom 39-jährigen Salvatore Carfora mit mehr als 20 Messerstichen getötet. Der aus Torre Annunziata bei Neapel stammende Salvatore Carfora, der das Paar bereits mehrmals mit dem Tode gedroht hatte, war vermutlich eigens nach Apulien gereist, um seine frühere Freundin zu ermorden. Am Dienstagvormittag wurde der 39-Jährige von der Polizei festgenommen.

Facebook/Sonia Di Maggio

Die 29-jährige Sonia Di Maggio und ihr gleichaltriger Freund aus Minervino di Lecce wohnten bereits seit geraumer Zeit zusammen in einer Wohnung in der kleinen Gemeinde im Salento in Apulien. Über das Glück des jungen Paares schwebte allerdings ein dunkler Schatten der Vergangenheit. Der ehemalige Freund der 29-Jährigen, Salvatore Carfora, mit dem sie die Beziehung schon vor Monaten beendet hatte, wollte sich nicht mit dem Beziehungsaus abfinden. Immer wieder drohte er Sonia Di Maggio und ihrem neuen Freund mit dem Tode. Er kündigte mehrmals an, dass er an den beiden früher oder später „grausame Rache“ üben werde. Wie es sich leider herausstellen sollte, war Salvatore Carfora, um sein mörderisches Vorhaben umzusetzen, kein Weg zu weit.

Von seinem Heimatort Torre Annunziata bei Neapel reiste der 39-Jährige eigens nach Apulien, um dem Paar in den Gassen des kleinen Ortes im Salento aufzulauern. Es war am Montagabend gegen 19.00 Uhr, als das junge Paar für einen Einkauf ihre Wohnung verließ. Als sie einer wenig beleuchteten Straße entlanggingen, näherte sich der 39-Jährige dem Paar von hinten. Carfora packte Sonia Di Maggio am Hals und begann, mit einem großen Messer auf sie einzustechen. Ihr Freund, der verzweifelt um Hilfe rief, versuchte vergeblich, sie zu beschützen. Erst als Sonia Di Maggio aus vielen Wunden blutend am Boden lag, ließ der 39-Jährige von ihr ab. In den dunklen Gassen des Ortes suchte er das Weite.

ANSA/STEFANIA CONGEDO

Als der Notarzt und die Rettungskräfte eintrafen, war es bereits zu spät. Infolge der mehr als 20 Messerstiche, die der jungen Frau zugefügt worden waren, war die 29-Jährige innerhalb kürzester Zeit verblutet. Durch die Zeugenaussage des Freundes des Opfers wusste die Polizei sofort, dass es sich beim mutmaßlichen Täter nur um den Ex-Freund von Sonia Di Maggio handeln konnte. Dank ihrer minutiösen Ermittlungsarbeit und Hinweisen aus der Bevölkerung folgend gelang es den Polizeibeamten, Salvatore Carfora in der nur wenige Kilometer vom Tatort entfernten Kleinstadt Otranto zu stellen. Der 39-Jährige, der offenbar eine Gelegenheit suchte, mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Neapel zurückzukehren, wurde am Dienstagvormittag festgenommen und in das Kommissariat von Otranto gebracht. Noch am Dienstag führte er die Ermittler zu jenem Ort, wo er nach der Bluttat sich des Messers entledigt hatte.

Facebook/Sonia Di Maggio

Salvatore Carfora ist für die Ordnungskräfte kein Unbekannter. Der 39-Jährige, der über keinen festen Wohnsitz verfügte und sich als illegaler Parkwächter verdingte, war erst im vergangenen Juni aus dem psychiatrischen Krankenhaus von Aversa entlassen worden.

Minervino di Lecce steht unter Schock. Unter die Trauer um die junge Frau mischt sich aber auch Zorn über diesen „angekündigten Mord“. Weit über den kleinen Ort im Salento hinaus fragen sich viele Italiener, warum der Staat außerstande ist, Frauen, die von ihren Ex-Partnern massiv bedroht werden, besser zu schützen.

Von: ka

Kommentare

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10 Kommentare auf "Schrecklicher Femizid: 29-Jährige vor ihrem Freund vom Ex erstochen"


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Zugspitze947
1 Monat 4 Tage

Unglaublich ,wie kalt und brutal muss man sein um so ein Junges Leben so ekelhaft zu ermorden. Dem Freund und allen Verwandten viel Kraft,aber diese Wunden werden nie heilen 🙁

Supergscheider
Supergscheider
Superredner
1 Monat 4 Tage

Krank vor Eifersucht,Machtverlust,gekränkter Stolz,Narrzismus usw,usw.
Selbst Psychologen und Richter schätzen solche wandelnden Atombomben falsch ein oder sehen weg.Aber auch Familien,Freunde und Bekannte die einen solchen Menschen am besten einschätzen könnten sehen aus falscher Loyalität weg und lassen diese gewähren,bis es zu solchen Katastrophen kommt.

Kingu
Kingu
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Die Schutzhaft ist in sehr viele Staaten nicht erlaubt, so lange also kein eindeutiges Stalkingverhalten oder Drohungen ausgesprochen werden, kann der Staat nichts tun. In Österreich weiß man sogar von 26 Gefährder und man kann diese nur überwachen, aber nicht einsperren. Bestes Beispiel letztes Jahr ein Femizid in Österreich, der jeweilige Ex-Freund hat zig Drohungen ausgesprochen, festgenommen wurde er nicht, bis er an die Adresse des Frauenhauses gekommen ist und entsprechend zu Tat schritt. Insofern sich das mit der Schutzhaft nicht ändert, wird es so bleiben.

mandela
mandela
Superredner
1 Monat 4 Tage

Einfach nur schrecklich!!! Wie lange dauert es nich bis diese halbgesottenen ernst genommen werden??? Das ankündigen einer solch schlimmen tat dürfte niemals auf die leichte schultern genommen werden!

Billy31
Billy31
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

Meine Idee wäre es für diese Fälle wieder den rito abbreviato einzuführen, allerdings ohne Strafnachlass. Die Strafe beginnt erst bei lebenslänglich. 

anonymous
anonymous
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Brutal ,brutal

ferri-club
ferri-club
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Das Schlimmste ist immrer noch: die stellen sich und sind geständig, skonto, kooperieren skonto, gestörte Kindheit skonto, Gestörte Psyche Skonto gutes Verhalten skonto am ende kommen die in 10 jahren wieder in Umlauf und gut ist, die Hinterbliebenen bleiben ein Leben Lang geschädigt. Dem Freund und den Verwandten viel Kraft .

Mutti
Mutti
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Wahnsinn…. Mein Beileid dem Freund und allen Verwandten

sophie
sophie
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Unmöglich, krankhafte Eifersucht, einfach nur schlimm, den Hinterbliebenen viel Kraft

bislhausverstond
bislhausverstond
Superredner
1 Monat 3 Tage

Kronke gsellschoft bold, und corona mochtse no kronker…mein beileid den hinterbliebenen

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