Von: mk
Teolo – Die Suche nach Annabella Martinelli aus Teolo in der Provinz Padua hat eine traurige Wende genommen. Wie italienische Medien übereinstimmend berichten, wurde die junge Frau erhängt aufgefunden. Ihr Leichnam befand sich im Wald in den Euganeischen Hügeln gleich in der Nähe, wo zuvor auch ihr Fahrrad gefunden worden war. Der Staatsanwalt von Padua, der eine Untersuchung in die Wege geleitet hatte, hat sich ebenfalls zum Fundort des leblosen Körpers begeben.
Seit 6. Jänner galt die 22-jährigen Studentin als vermisst. Zuletzt hat sich eine Zeugin zu Wort gemeldet, die die Annabella Martinelli gesehen haben will. Demnach könnte eine 19-jährige Oberschülerin die letzte Person gewesen sein, die mit der Toten vor ihrem Verschwinden gesprochen hat.
Sie sei mit ihrem Pkw auf dem Weg in Richtung Zentrum von Teolo gewesen, als sie auf Annabella Martinelli aufmerksam geworden sei. „Ich habe sie gefragt, ob sie Hilfe braucht, ob die Fahrradkette gesprungen ist oder ob sie eine Mitfahrgelegenheit nötig hat“, erklärt die 19-Jährige laut einem Bericht der Zeitung „Il Mattino di Padova“.
Annabella Martinelli, die Jura an der Universität von Bologna studierte, hatte sich am 6. Jänner gegen 20.00 Uhr mit ihrem Fahrrad auf dem Weg gemacht. Seit diesem Zeitpunkt herrschte Funkstille. Angehörige und Freunde schlugen darauf in den sozialen Netzwerken Alarm.
„Es war dunkel und kalt. Dunst lag in der Luft“, fährt die 19-Jährige fort. Am Straßenrand sei ihr plötzlich der Umriss einer weiblichen Gestalt aufgefallen, als sie mit dem Pkw mit niedriger Geschwindigkeit unterwegs gewesen sei. Die Frau habe einen kleinen Rucksack getragen und ein auffällig gefärbtes Fahrrad geschoben, das ihr gut in Erinnerung geblieben sei, so die Oberschülerin.
Annabella Martinelli soll weder Getränke noch Pizzakartons bei sich gehabt haben. Außerdem habe sie kein Handy bei sich gehabt. Dies war insofern relevant, da die 22-Jährige am Abend ihres Verschwindens auf ihrem Fahrrad dreimal von Überwachungskameras aufgenommen worden war. Auf den Bildern ist sie mit einer dunklen Jacke mit Kapuze und ein Paar Jeans sowie einem roten Rucksack auf den Schultern zu sehen. Am Gepäcksträger des Fahrrads waren zwei Kartone für Pizzen zum Abholen befestigt.
Wie die 19-Jährige weiter erklärt, habe die junge Frau ruhig gewirkt. Trotzdem habe die Oberschülerin ihr mehrfach angeboten, sie im Auto mitzunehmen – allerdings ohne Erfolg. „Ich wollte nicht aufdringlich erscheinen“, erklärt die Zeugin. Als sie weitergefahren sei, habe sie den Eindruck gehabt, die junge Frau schlage mit ihrem Fahrrad einen Schotterweg ein, der nach Teolo führt.
Suchmannschaften konzentrierten sich zuletzt auf die Euganeischen Hügeln, eine Hügelkette vulkanischen Ursprungs, die 1989 zum Naturpark im Venetien ernannt wurde. Zuvor war das abgesperrte Fahrrad der Studentin bei der Ortschaft Villa di Teolo auf einer Abkürzung in Richtung Staatsstraße gefunden worden. Neben spezialisierten Bodenteams der Bergrettung und Feuerwehr waren Hubschrauber, Drohnen und Suchhunde ausgerückt.




Aktuell sind 2 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen