In den Fluten versunken

Urlaubsdrama am Vicosee: Familienministerin bangt weiter um Ehemann

Sonntag, 28. Juni 2026 | 09:31 Uhr

Von: mk

Rom – Ein entspannter Bootsausflug auf dem Vicosee in Latium hat sich für Italiens Familienministerin Eugenia Roccella in eine wahre Tragödie verwandelt. Nachdem ihr Ehemann Luigi Cavallari nach einem Sprung ins Wasser nicht mehr aufgetaucht war, wurde die Wasserfläche auch in der Nacht auf Sonntag nach dem 84-Jährigen abgesucht.

Gegen 17.00 Uhr war am Samstag Alarm geschlagen worden. Tauchereinheiten der Feuerwehr aus Rom, die mit dem Hubschrauber zum See geflogen worden waren, durchkämmten das Gewässer in der Nähe der Stelle, an der Luigi Cavallari zuletzt gesehen worden war.

Luigi Cavallari war mit seiner Frau gemeinsam auf einem kleinen Boot unterwegs. Der 84-Jährige wollte sich wohl kurz Abkühlung verschaffen, tauchte dann noch einmal kurz auf und soll laut Zeugen gesagt haben, er fühle sich unwohl. Anschließend versank er in den den Fluten des Sees, wie italienische Medien berichten.

Die Suche soll am Sonntag auch tagsüber fortgesetzt werden. Tauchereinheiten aus Neapel und Florenz sollen mit spezieller Ausrüstung anrücken, die die Suche nach Personen im trüben Wasser besser ermöglicht, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa.

Der Vicosee ist die wichtigste Attraktion im gleichnamigen Naturreservat. Nur am Südufer haben sich einige wenige Ufercafés, Ferienwohnungen sowie ein auf römische Hochzeitsgesellschaften und größere Familienfeiern ausgerichtetes Hotel etabliert.

Weil eine Erweiterung der Infrastruktur von der Tourismusbehörde aus Gründen des Landschaftsschutzes nicht gefördert wird, gilt der Lago di Vico als kleiner Geheimtipp unter Urlaubern.

In der Zwischenzeit brachten mehrere Politiker der Familienministerin gegenüber ihre Anteilnahme zum Ausdruck. „In diesen schweren Stunden gilt mein tiefes Mitgefühl und das aller Regierungskollegen Eugenia Roccella und ihrer Familie“, schrieb Premierministerin Giorgia Meloni in den sozialen Medien. Der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, erklärte: „Mein ganzes Mitgefühl gilt Ministerin Roccella.“ „In diesen Stunden der Angst steht die gesamte Region Latium Ministerin Eugenia Roccella nah“, fügte der Präsident der Region, Francesco Rocca, hinzu. „Ich spreche der Ministerin und ihren Angehörigen mein herzliches Beileid aus“, so die Worte von Senatspräsident Ignazio La Russa.

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