Von Onlinekäufern genervter Kaufmann greift zu drastischer Maßnahme

Wer Schuhe und Bekleidung anprobieren will, muss zehn Euro bezahlen

Sonntag, 06. Januar 2019 | 08:02 Uhr

Sarzana – Ein von Onlinekäufern, die seine Boutique und sein Schuhgeschäft nur als „Anprobelokal“ genutzt hatten, genervter Kaufmann griff zu einer drastischen Maßnahme. Ende Dezember beschloss er, dass alle, die Schuhe und Bekleidung anprobieren, aber das Geschäft ohne Kauf wieder verlassen, zehn Euro berappen müssen.

Immer und immer wieder musste Giulio Soresina – ein Kaufmann, der im Zentrum des ligurischen Küstenstädtchens Sarzana eine Boutique und ein Schuhgeschäft, Mara’s Calzature, betreibt – ansehen, wie viele „Kunden in spe“ mehrere Paare Schuhe und verschiedene Bekleidungsstücke anprobierten und mit einem Handgruß, aber ohne einen Einkauf zu tätigen, das Geschäft wieder verließen. Besonders dreiste Kunden nahmen sogar ihr Smartphone oder einen Zettel zur Hand und fotografierten die Etiketten oder notierten die passenden Größen. Es war offensichtlich, dass diese „E-Commerce-Schlaumeier“ sein Geschäft nur als „Anprobelokal“ missbrauchten, um später beim günstigeren Onlineeinkauf die auch sicher passenden Größen und Modelle ordern zu können.

Instagram/Mara’s Calzature

Im Dezember hatte Giulio Soresina genug davon, für Onlineriesen, deren Preise er mit seinem Geschäft niemals unterbieten kann, als „Umkleidekabine“ herzuhalten, und beschloss, eine drastische Maßnahme zu ergreifen. Für den Eintritt in seine Geschäfte sowie für die Anprobe von Markenschuhen und Markenbekleidung führte er eine Gebühr von zehn Euro ein. Falls der Kunde dann ein Paar Schuhe oder ein Bekleidungsstück erwirbt, werden die zehn Euro natürlich vom Preis abgezogen. Auch wer zehn Euro bezahlt, die Boutique zwar ohne Einkauf wieder verlässt, aber innerhalb eines Monats als wahrer Kunde wiederkommt, erhält zusammen mit einem Preisnachlass die „Anprobegebühr“ ebenfalls wieder zurück.

„Die Geste ist eine Provokation, aber wir konnten nicht mehr so weiter machen. Wir sind sogar so weit gekommen, im Laufe eines Vormittags ein und demselben „angeblichen Kunden“ 14 Paar Schuhe anprobieren zu lassen, ohne ihm auch nur ein Paar zu verkaufen. Ich habe ein Schild aufgestellt, um die Schlaumeier abzuschrecken. Seit ich zehn Euro verlange, sind viele von denen gegangen und meine Verkäufe sind gestiegen“, so Soresina gegenüber einer Lokalzeitung.

Instagram/Mara’s Calzature

Laut Aussage des Kaufmanns aus Sarzana ist die Entwicklung vielversprechend. Ob diese drastische, vielleicht sogar schon verzweifelte Maßnahme auf lange Sicht Früchte tragen wird, muss sich erst noch zeigen. Südtirols Kaufleute klagen ebenfalls über die immer stärker werdende Onlinekonkurrenz, mit deren Preisen sie gleich wie Giulio Soresina allein schon wegen der fälligen Steuern sowie wegen der Verkaufslokal- und Personalspesen nicht mithalten können. Auch heimische Kunden treibt es nicht selten nur in die Geschäfte, um die verschiedenen Produkte ansehen oder anprobieren zu können. Denn gekauft wird später dann online.

Wäre die Einführung einer „Anprobegebühr“ dann nicht etwas auch für heimische Boutiquen?

Instagram/Mara’s Calzature

 

 

Von: ka

Kommentare

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89 Kommentare auf "Wer Schuhe und Bekleidung anprobieren will, muss zehn Euro bezahlen"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
18 Tage 15 Min

Finde ich eine sehr gute Idee.
Wäre doch sehr trostlos, wenn es in 10-15 Jahren kaum noch Geschäfte gibt.

NoComment
NoComment
Grünschnabel
17 Tage 22 h

tja amazon und co ist nicht aufzuhalten. man kann sich auch gegen den fortschritt wehren

Smiley
Smiley
Neuling
17 Tage 22 h

Ich stimme dir total zu, allerdings müsste man sich vielleicht 2 Gedanken machen, warum das heutzutage so ist?! Vielleicht müssten die gierigen Menschen mal ein wenig zurück stecken?! Zb. die Produkte etwas günstiger anbieten, für die Miete der Lokale ein paar euro weniger kassieren usw usw..

Orschgeige
Orschgeige
Universalgelehrter
17 Tage 19 h

@Smiley

Du lebst in einer anderen Welt.

Orschgeige
Orschgeige
Universalgelehrter
17 Tage 19 h

Die Idee ist nicht neu. In Bologna hat ein Sportschuhgeschäft schon vor einem Jahr damit begonnen.

m69
m69
Kinig
17 Tage 19 h

Dagobert @

Diese Praxis wird schon seit einiger Zeit im spezialisierten Fotofachhandel gehandhabt.
Denn dort sind einige Kunden noch dreister!
Gehen rein lassen sich die neuesten Fotokameras etc. erklären, sagen nicht einmal Dankeschön und bestellen dann online!

Calimero
Calimero
Superredner
17 Tage 19 h

@ NoComment

Eher wohl Rückschritt, aber ich befürchte das wirst du nicht verstehen.

Surfer
Surfer
Superredner
17 Tage 18 h

wolltest du noch nie etwas kaufen aber nichts hat dir gefallen oder gepasst? Dafür 10 Euro zu verlangen ist wohl ein Witz! Wenn man die Einkaufszentren anschaut kommt mir nicht gerade vor dass nur online gekauft wird im Gegenteil…..

Gredner
Gredner
Superredner
17 Tage 16 h

@NoComment Dass nur mehr jene Shops verkaufen, die keine Steuern zahlen, nennst du Fortschritt?!?

Nico
Nico
Tratscher
17 Tage 14 h

@Surfer in Einkaufszentren konn man a ohne weiteres olls ausprobieren!👍

m69
m69
Kinig
17 Tage 13 h

Calimero @

So ist es!

Surfer
Surfer
Superredner
17 Tage 10 h

@Nico jo stimmt ober i zum Beispiel Kaf lieber glai wenns passt statt mir des gonze umständliche online geshoppe mir unzutian. Dafür bin i a bereit a bissl mehr zu zohln ober i hon meine ruah….
.

hage
hage
Grünschnabel
17 Tage 9 h

Das selbe machen sie mit den Höhenmessern, Sportuhren und sonstigen technischen Geräten.
Frag den zuständigen Verkäufer bei Sportler: die ganz dreisten kaufen online und lassen sich die Funktionen im Geschäft erklären, denn schließlich sind sie ja Kunden, weil sie einmal im Jahr ein paar Socken kaufen

denkbar
denkbar
Kinig
17 Tage 1 h

Natürlich ist das online-Geschäft eine große Konkurrenz. Nur, ob das Problem damit gelöst ist, dass man fürs Anprobieren Geld verlangt, bezweifle ich sehr. Andere Anreize wie professionelle Beratung und das Angebot, wenn was fehlt sich ans Geschäft wenden zu können, überzeugen mich weit mehr.  

realist 2
realist 2
Neuling
18 Tage 15 Sek

Richtig so!!!
Amazon & Co zahlen keine Steuern, bieten nur Billigjobs bei miserablen Bedingungen und die kleinen Läden werden als Probierladen missbraucht. Schlimm!! Die großen Onlineriesen gehören ordentlich besteuert! Und es liegt an jedem von uns auch lokal einzukaufen.

NoComment
NoComment
Grünschnabel
17 Tage 22 h

kannst gerne machen, ich spar mir lieber teils 30% furs gleiche produkt, weil geld zu hauf habe ich nicht

Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
17 Tage 22 h

All diese Onlinekonzerne transferieren x Milliarden Steuergelder LEGAL aus der EU hinaus!
Wozu sind eigendlich diese Sesselwärmer in Brüssel?

der echte Aaron
der echte Aaron
Superredner
17 Tage 20 h

@Dagobert 
Die Sesselfurzer in Brüssel sind genau deswegen da, um für groß Konzerne dies möglich zu machen.

Staenkerer
17 Tage 19 h

i ghear no zu der oltmodischen generation de gern in an gschäft einkaft! man sicht schnitt, forbe, konn de qualität fühlen, sich beraten lossn, obschätzn ob preiß- leistung stimmt und natürlich a probiern kennen!

Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
17 Tage 18 h

@der echte Aaron
Und dann wundern sich diese Idioten noch warum in Europa eine solche Anti Eu Stimmung herrscht.

XOXO
XOXO
Grünschnabel
17 Tage 17 h

Richtig oder falsch sei mal dahin gestellt! DAS WIRD NICHT FUNKTIONIEREN….

Tantemitzi
Tantemitzi
Superredner
17 Tage 14 h

@NoComment  sel konnsch jo! obo net erstl im Geschäft probieren/onschaugn!  30% weniger zahlen dafür 100% mehr Risiko weil nix onschaugn bzw. onprobieren konnsch.

Nico
Nico
Tratscher
17 Tage 14 h

Wenn des Schule mocht, werdn holt no wianiger Leit ba ins in die Gschäfte kafn, fi 10 € krig man ba Amazon jo schun einiges und wenns et passt konn man es jo zruckschicken!

m69
m69
Kinig
17 Tage 13 h

NoComment @

In einigen Jahren wird es dann auch deinen Job vielleicht kosten, weil dieser wegrationalisiert wird, da alle nur mehr online & Co. Einkaufen!

m69
m69
Kinig
17 Tage 13 h

Dagobert @

Vielleicht fürs Sesselwärmen? 😁

Evi
Evi
Superredner
17 Tage 12 h

@Staenkerer genau sell tian de ‘unprobierer’, ober sie bstelln die Ware donn im Gegensatz zu ins im Internet. Und sell find i schun a ungerecht.

NoComment
NoComment
Grünschnabel
17 Tage 9 h

@m69 haha ganz sicher nicht. eher sind leute wie ich mehr gefragt,😉

Jason_Voorhees
Jason_Voorhees
Grünschnabel
17 Tage 23 h

Diese Idee finde ich super! BRAVO dem Kaufmann! Bei uns auch einführen!

typisch
typisch
Universalgelehrter
17 Tage 21 h

Den kaufmann wird sich jetzt vor lauter kundenandrang nicht mehr zu helfen wissen, bravo, gut gemacht

typisch
typisch
Universalgelehrter
17 Tage 21 h

Den kaufmann wird sich jetzt vor lauter kundenandrang nicht mehr zu helfen wissen, bravo, gut gemacht

typisch
typisch
Universalgelehrter
17 Tage 21 h

Der kaufmann wird sich jetzt nicht mehr zu helfen wissen vom vielen kundenandrang, bravo, gut gemacht

typisch
typisch
Universalgelehrter
17 Tage 21 h

Der kaufmann wird sich jetzt nicht mehr zu helfen wissen vom vielen kundenandrang, bravo, gut gemacht

Krissy
Krissy
Superredner
17 Tage 19 h

@Jason
Wenn ich mich recht erinnere gab es das mal vor etlichen Jahren bei einem (damals) unter den Lauben befindlichen Geschäft das Sofas u.ä. verkaufte. In der Weihnachszeit strömten Massen von Leuten ins Geschäft um es sich dort bequem zu machen, gemütlich zu essen, mit schmutzigen Schuhen und Hunden.

Bauchnoblwollwuzl
Bauchnoblwollwuzl
Grünschnabel
18 Tage 3 Min

Der Kaufmann hat mein vollstes Verständnis.
Es gibt aber auch noch andere Schlaumeier. Die bestellen online 2-3 verschiedene Größen und schicken die nicht passenden wieder zurück weil es oft gratis ist.
Das sind dann möglicherweise auch die, die sich über den vielen Verkehr aufregen.
🙈

NoComment
NoComment
Grünschnabel
17 Tage 22 h

das ist ganz normal, wie soll man sonst seine richtige größe hellsehen?

Fahrenheit
Fahrenheit
Grünschnabel
17 Tage 21 h

Teil 1 Ihres Kommentars stimme ich vollkommen zu!
Bei Teil 2 bin ich beim ich Zweifeln. Die paar Lieferanten fahren sowieso täglich durch Dörfer und Städte. Wenn sie dann auch bei mir anhalten, um Päckchen zu liefern oder wieder abzuholen, macht das de facto weniger Verkehr, als wenn ich von A nach B nach C fahre, um einen Artikel zu suchen und zu bekommen.
Was jetzt nicht heißt, dass man nicht in der Region einkaufen soll!

Waltraud
Waltraud
Universalgelehrter
18 Tage 15 Min

Das ist korrekt.

schreibt...
schreibt...
Tratscher
17 Tage 23 h

Absolut richtig! Auch wer in einer Bar auf die Toilette geht, sollte 0,5- 1€ zahlen müssen, bei Konsumation jedoch rückerstattet bekommt!

Leonor
Leonor
Superredner
17 Tage 22 h

schreibt

Bei uns gibt es schon lange in einer Bar diese Gebühr (nur wer ohne Konsumation auf die Toilette geht) nie gesehen?

genau
genau
Universalgelehrter
17 Tage 17 h

@Leonor
Das gabs auch schin vor 25 Jahren 😄

aristoteles
aristoteles
Superredner
17 Tage 23 h

kann ich verstehen

nala
nala
Tratscher
17 Tage 23 h

Recht hat er , kann das gut verstehen … finde das was die so genannten kunden da treiben eine Frechheit!

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
17 Tage 23 h

Kann ich gut verstehen.

Das trifft natürlich auch die “normalen” Shopper. Mir wird immer und immer wieder gesagt, ich soll nicht gleich im ersten Laden was kaufen, sondern mich erst mal in verschiedenen Läden umsehen.
Allerdings würd ich auch nie 14 Schuhe anprobieren.
Wie hoch sind eigentlich die Preisunterschiede bei GLEICHEN MODELLEN von Schuhen zwischen Online-Händlern und Läden? Ich hab noch keine online gekauft, das ist mal eine rein informelle Frage.

Staenkerer
17 Tage 22 h

i schaug mi a in mehrere gschäfte um, ober lei um zu schaugn ob es etwas gib wod mir gfollat und ob der preiß stimmt, sell geat a ohne zu probiern, nor erst endscheid i wos in froge kam, sell werd probiert und evt. gekaft! i glab sell isch a weiterhin erlaub!
wos do abgeht isch a reine frechheit! i glab de guten verkäufer kennen schun unterscheidn wer interesse an an kauf hot, ober nix findet und wer lei zum probiern kimmt!

Fahrenheit
Fahrenheit
Grünschnabel
17 Tage 21 h

OFT gibt es tatsächlich kaum einen Unterschied, vielleicht ein paar Euro. Onlinekauf ist auch Bequemlichkeit. Wenn ich von A nach B nach C fahren muss, um einen gewünschten Artikel zu suchen und Preise zu verglichen, aber weiß, dass ich ihn Online sofort um x Euro zur Verfügung habe, ist der Onlinekauf halt einfacher. Wenn lokale Geschäfte darin investieren würden, ihre Artikel samt aktuellen Preisen online zu stellen (muss nicht unbedingt ein Onlineshop sein), könnte man zu Hause vergleichen. Wenn der Kunde dann sieht, im Geschäft gibts den Artikel kaum teurer, fährt er gezielt dorthin und kauft ihn wahrscheinlich auch.

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
17 Tage 21 h

Ich kaufe Online und lokal. Der Preis interessiert mich bei Bekleidung nicht, es muss passen und auch die Beratung muss kompetent sein. Habe aber festgestellt dass ich im Geschäft mit etwas Skonto aushandeln sogar günstiger wegkomme als Online. Das einzige ist dass Online eine viel grössere Auswahl ist, da kann KEIN Geschäft mithalten.
Viele Markenbekleidungen haben meistens festgelegte Preise die der Hersteller empfiehlt und auch vorschreibt und nur im Ausverkauf (Online und im Geschäft) günstiger verkauft werden dürfen – man spart also bei solchen Artikeln Online nix.

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
17 Tage 19 h

@Fahrenheit Ja, ein Manko, das auch ich beanstande. Ich würde gerne des öfteren schon mal von zu Hause aus abchecken, wo es sich lohnt, hinzugehen, aber das hat sich hier noch nicht durchgesetzt.

genau
genau
Universalgelehrter
17 Tage 17 h

@PuggaNagga

Nja das mit der kompetenten Beratung ist so eine Sache😄

silas1100101
silas1100101
Superredner
17 Tage 22 h

Den Kunden eine Freude zu machen sollte Lohn genug sein!! Man sollte nicht immer nur auf den Profit schauen!!

AnWin
AnWin
Tratscher
17 Tage 21 h

…wer bezahlt Miete und Angestellte?Kann es sein,dass in Zukunft es keine Geschaefte im Ort mehr gibt?

Waltraud
Waltraud
Universalgelehrter
17 Tage 18 h

Mein lieber Silas, auch ein Kaufmann muss leben und kann nicht an der Tischkante nagen.

Richter
Richter
Grünschnabel
17 Tage 22 h

ICH WÄRE DAS LETZTE MAL INS GESCHÄFT GEGANGEN, WENN ICH EINTRITT ZAHLEN MÜSSTE, WENN ICH FÜR MICH NICHTS PASSENDES FINDE. FRECHHEIT

Storch24
Storch24
Superredner
17 Tage 23 h

Bravo 👍👍👍👍

amme
amme
Superredner
17 Tage 23 h

in zukunft sind die dörfer nur mehr schlafstätten die die paktllieferanten
stündlich anfahren.Wir Wollen das

Yeti
Yeti
Neuling
17 Tage 21 h
sorry, obor i sig des a wia ondersch: in die lesten 20, 30 Johr hobn insre gschäfte frei hond kop, weils koane online-shops gebn hot und bol no die lira wor insburck shopn a net rentabel wor. zur sem zeit hobn insre gschäfte net gwisst wos verlongen und hobn sich olle a goldene nose verdeant! und jetz, wos zum inkafn mehrer meglichkeiten gib, kimp jetz holt a bisl a magere zeit für die kaufleute; mit de wucher preise selber schuld. weil wenn mir von a poor euro redn tatn, sell war jeder bereit mehr aus zu geben um lokal einzukafn… Weiterlesen »
OrB
OrB
Universalgelehrter
17 Tage 21 h

Das Preis – Gahsltsniveau zwingt leider sehr viele Menschen beim Billigsten zu kaufen!
Auch der Einkäufer im Betrieb fragt bei verschiedenen Händlern um Angebote an und drückt nochmals den Preis nach unten, genauso muss heute eine Familie oder der Private handeln.
Wir wollen doch eine freie Marktwirtschaft!?

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
17 Tage 14 h

Aber was da abgeht hat eher was mit Leistungen sich erschleichen zu tun. Eine Beratung inkl. Anprobe kostet dem Geschäft Geld. Eine halbe Stunde Beratung und Grössen raussuchen inkl. anschliessenden Kleider zusammenlegen und Ware verräumen ist oftmals gleich beisammen – kostet dem Betrieb ca. 20€. Wer hat ständig 20€ zu verschenken?
Wenn das so weiter geht mit dem Onlinehandel sind die Städte leer, kleine schöne Läden (wo meistens herrvoragend beraten wird) können sichs nicht mehr leisten und nur noch grosse Handelsketten sind da – wie dort die sogenannte „Beratung“ abläuft kennt man ja.

Schatten
Schatten
Superredner
17 Tage 17 h

ich würde nie mehr ein Geschäft bei uns betreten wenn ich im jeden Geschäft nur fürs schauen 10 € bezahlen müsste. ich schau in 3 Geschäfte und bin 30 € los…so kann dass nicht funktionieren….
ich würde alles NUR noch online kaufen.

pinocchio
pinocchio
Grünschnabel
17 Tage 12 h

Es gibt auch solche Leute,die einen Angestellten in Beschlag nehmen und sich 3/4 Laden zum probieren geben lassen und dann eigenartigerweise rein gar nichts finden…….und kauflos gehen und ein Niewiedersehen vorprogrammiert ist.Die sollen alle zahlen.Einst hiess es immer(in meiner Lehrzeit) Sehleute werden vielfach Kaufleute,sprich Kunden.Nur Heute,stimmt das nicht mehr.Kunden sollten sich vorab mehr Gedanken machen und klare Vorstellungen haben und nicht nur Zeit und Nerven aus purere Laune heraus rauben.Dann heisst es noch das Personal sei nicht freundlich oder belastbar………….sollten sich alle mal in diese Situation hineinversetzen.

Evi
Evi
Superredner
17 Tage 11 h

Schauen darf man gratis, anprobieren und dann nicht kaufen kostet 10€.

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
17 Tage 1 h

@Evi “optisch sahen die Schuhe ganz ok aus, aber nach 10€wurde mir klar, dass sie drücken”.
Das System funktioniert nur dann, wenn man davon ausgeht, dass jeder, der den Laden betritt, dort auch was Passendes für ihn finden würde. Für den Kunden besser wäre, wenn sich mehrere Händler (auch in verschiedenen Preissegmenten) zusammenschließen würden, damit er nach wie vor die Auswahl hat.

Schatten
Schatten
Superredner
17 Tage 37 Min

@pinocchio
dass es Alochkunden gibt weiß ich nur zu gut… teilweise über stunden mit Beratung verschwendet und am ende hats noch geheißen, danke jetzt kauf ichs mir beim großen A wo ich nix schleppen muss und zudem noch weniger zahle… natürlich fühlte ich mich verars…aber ich kann es verstehen, weil nun mal jeder cent(zb Weihnachten)zählt. wo es billiger ist wird gekauft. vieles (nicht alles) ist einfach online sehr viel günstiger die Auswahl größer und das umtauschen/zurückgeben tatsächlich unkomplizierter.

Schatten
Schatten
Superredner
17 Tage 30 Min

@Evi
mag sein aber wenn ich nur 100€ für eine Jacke habe und ich im ersten Geschäft nur reinschlüpfen und merke die Farbe oder die Form usw passt nicht *zack* 10€ weniger. zwei geschäfte weiter würde ich meine perfekte Jacke finden aber pech sie kostet 100€, dann hat keiner etwas davin geschweige der aufwand an Verkäufer die den Kunden “nachspionieren” und den Diskussionen ( qas wenn der Kunden sich weigert zuzugeben dass er eine Jacke kurz anprobieren hat

Schatten
Schatten
Superredner
17 Tage 20 Min

@Evi teil 2
jedesmal ordnunahüter holen usw für ein großes Geschäft unmöglich außer es verlangt Eintritt wo es dann für viele kunden sowieso nicht mehr in Frage kommt. ich verstehe beide Seiten, aber für mich persönlich wäre so ein Geschäft gestorben…

pinocchio
pinocchio
Grünschnabel
16 Tage 22 h
@Schatten ich möchte ja nicht pathetisch klingen,aber die gesamte Menschheit will immer und alles haben und mithalten wollen.Ob sie es sich leisten können oder nicht.Einst hatte man ein wenig gespart und wenn man es sich leisten konnte erwarb man beim Fachhandel den ersehnten Artikel und zudem bekam man Beratung,Service und auch als Kunde einen kleinen Preisnachlass.Ich vermute,das sogenannte Problem liegt echt nur in den Köpfen der Konsumenten mit dem stetigen Hintergedanken”haben wollen” “kein Problem kann zurücksenden habe Umtauschrecht ” usw.Traurig,dass man so eine Einstellung vorlebt,sodass man sich auch nicht mehr wundern muss,dass in Zukunft so manches alteingesessenes Familien-Traditionsgeschäft schliessen muss… Weiterlesen »
Schatten
Schatten
Superredner
16 Tage 20 h

@pinocchio
sei mir nicht böse aber das Ganze erinnert mich an “Die Weber” von Gerhart Hauptmann
(besonders der Herr am Fenster)

Mentar
Mentar
Grünschnabel
17 Tage 22 h

Habe es als Kunde genau umgekehrt gemacht: Im Online-Shop bestellt und probiere dann die gelieferten Schuhe in der Filiale vor Ort zur Sicherheit nochmals an.

Mure
Mure
Grünschnabel
17 Tage 20 h

wat…

anonymous
anonymous
Superredner
17 Tage 22 h

Blödsinn, dann kommt halt niemand ins Geschäft, oder er oder die gehen wo anders ins Geschäft

Knut
Knut
Grünschnabel
17 Tage 21 h
Die Folgen von Online-Shops sind für ansässige Unternehmen mit Geschäftslokalen, für die sie hohe Mieten bezahlen und Angestellte haben, fatal. Und irgendwann werden wir nur noch von Souvenirshops umgeben sein! Aber nicht der Bürger kann dafür verantwortlich gemacht werden, es ist die Politik die angemessen und weitsichtig darauf reagieren muss! Es kann mir und auch sonst niemandem übel genommen werden, wenn ich für mein Geld so viel als möglich bekommen möchte. Ich verstehe sehr wohl, dass dies nicht so weiter gehen kann, besagte Online-Unternehmen bezahlen meist keine Steuern und schöpfen zudem staatliche Förderungen ab. Ergo, irgendann fehlen irgendwo die dringend… Weiterlesen »
brutus
brutus
Tratscher
17 Tage 22 h

Gibt’s kein Geschäft wo man Parship Angebote ausprobieren könnte?
…würde gern 10 € dafür bezahlen!

XOXO
XOXO
Grünschnabel
17 Tage 17 h

Kann er gerne so machen dieser kluge Geschäftsmann! In einem Monat kann er dann den Laden dicht machen, und das zu Recht! So einen Schwachsinn habe ich selten gehört….

AnWin
AnWin
Tratscher
17 Tage 21 h

ok passt!…20€ wuerde ich verlangen!

Leonor
Leonor
Superredner
17 Tage 19 h

AnWin

Nein! Ich persönlich habe oft große Schwierigkeiten eine passende Schuhe zu finden, da muss ich bei jedem Geschäfte 20 Euro hinblättern? Das tue ich mir nicht mehr an! Schade ums Geld plus habe ich mehr Ausgegeben als, dass ich ein paar neue Schuhe gekauft hätte!

der echte Aaron
der echte Aaron
Superredner
17 Tage 20 h

und was ist wenn mir wirklich nix gefällt oder passt? Dann bin ich 10€ los?

knoflheiner
knoflheiner
Universalgelehrter
17 Tage 15 h

das ist das todesurteil für den kaufmann.
solln sie leichter die preise senken, dann geht jeder wieder rein.

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
17 Tage 15 h

Laut ihm läuft es jetzt besser als vorher.

offnpeitl
offnpeitl
Neuling
17 Tage 18 h

eine Anprobehebühr finde ich in Ordnung!

traktor
traktor
Universalgelehrter
17 Tage 17 h

es ist eine traurige geschichte, aber da bei sehr vielen das gehalt nicht bis ans monstsende reicht müssen diese leute da kaufen wo es am billigsten ist.
es müssen würdige gehälter gezahlt werden. die öffentlichen firmen könnten mit gutem beispiel vorangehen, wären da nicht die gierigen manager…

Mikeman
Mikeman
Kinig
17 Tage 17 h

@ Dagobert
Du denkst Sesselwärmer, diese B…… gehört den Lobbys,wenn das nicht so wär dann hätte man denen schon vor Jahren müssen das Handwerk legen.

sarnarle
sarnarle
Tratscher
17 Tage 18 h

Der Service ist halt einmal auch Spesenverbunden.

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
17 Tage 14 h

Ich mache es meistens umgekehrt. Ich suche mir Online das passende raus, sofern ich weiss dass es einen lokalen Händler gibt der die Ware führt kaufe ich es dort (wenn kein grosser Preisunterschied ist).

Kurt
Kurt
Kinig
17 Tage 13 h

in der Tat grassiert dieser “Beratungsklau” gerade durch die internetfähigen Handys.
Vor jedem dritten Kauf im stationären Handel hat der Kunde demnach in Online-Shops gestöbert – umgekehrt war es nur jeder neunte.
Ich persönlich lege viel Wert auf Beratung bei meinem Händler des Vertrauens, der mir dann auch gute Preise macht.😊

pinocchio
pinocchio
Grünschnabel
17 Tage 12 h

Kompliment dem Geschäftsmann.Würde sowieso jeglichen Service an den Kunden den man macht,und auch gerne macht,zahlen lassen,denn alles was nichts kostet ist selten mal was wert.Der Kaufmann hat das so toll geregelt bei einem Einkauf die Rückerstattung —-SUPER—–Geht natürlich beim Südtiroler nicht,da er zuviel angst auf negative Resonanzen via Internet hat.Kenn das von Betrieben hier im  HeiligenLandl……..was ausschliesslich mit dem deutschen Gast arbeitet.Den darf man ja nicht brüskieren……..lieber verschenken und weniger glaubwürdig sein…….Muss auch sagen ,dass der Onlinekäufer eine ganz eigene Spezies ist…………..

silas1100101
silas1100101
Superredner
17 Tage 12 h

Aber wenn jemand kein Geld mitgenommen hat und nur mal die Größe probieren will? Wird er wegen Diebstahl angezeigt obwohl er nichts gestohlen und gekauft hat??

hage
hage
Grünschnabel
17 Tage 9 h

super idee…und dann protzen diese typen von “kunden” noch mit ihren Schnäppchen: im Geschäft anprobiert und dann online bestellt und 20% gespart… ich kotze auf solche Besserwisser.

silas1100101
silas1100101
Superredner
17 Tage 8 h

Am besten kein Geld mitnehmen wenn man in den Geschäften Sachen probieren will dann kann er auch nichts verlangen!!

StreetBob
StreetBob
Tratscher
17 Tage 6 h

I find‘s cool, dass amol jemand, a wenns lei im kloanen isch, den Goliath‘s amol die Stirn bietet. Wenn des so weiter geat, sperrn ollaweil mear kloane Geschäfte zua und donn?? Entweder Ketten oder gor nix mear. Bravo so; waret ba ins a an Überlegung wert…..

IchNxnneEuxhMxlLxws
16 Tage 11 h

Diese Geschäfter haben eh keine Zukunft, man schaut den Preis im Geschäft an, geht zuhause auf Amazon online: oh, und siehe da, viel günstiger! Und auch noch genau das gleiche Modell! 🙂
Mit Amazon Prime nach einem Tag (oder weniger) vor deiner Haustür! 😀

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