Brennerkundgebung der Süd-Tiroler Freiheit

„100 Jahre Teilung sind genug!“

Sonntag, 14. Oktober 2018 | 16:13 Uhr

Brenner – Über 300 Menschen ließen es sich heute nicht nehmen, direkt an der Brennergrenze ein Zeichen für die Selbstbestimmung und für die Einheit Tirols zu setzen. Die Kundgebung der Süd-Tiroler Freiheit stand ganz unter dem Eindruck des 100. Jubiläums des Endes des Ersten Weltkrieges und der Zerreißung Tirols. Damit die geteilten Landesteile auch symbolisch wieder zusammenwachsen, wurde direkt an der Grenze ein Baum gepflanzt, eingebettet in Erde aus Welsch-, Süd-, Ost- und Nordtirol.

Auf der Wiese an der Unrechtsgrenze war in großen Buchstaben weithin zu lesen, worum es der Süd-Tiroler Freiheit bei der Kundgebung ging: „Wir machen Tirol“. Die Europaregion Tirol sei nur eine leere Schachtel und müsse mit Leben und Inhalt gefüllt werden. Die Tiroler Landesteile müssten wieder stärker zusammenwachsen. „Das letzte Ziel ist aber die Ausübung des Selbstbestimmungsrechts“, betonte die langjährige Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Dr. Eva Klotz.

„Zusammenwachsen“ – das soll auch die Birke symbolisieren, die von Vertretern aller Landesteile mit Erde aus ganz Tirol, von Borghetto bis Kufstein, gepflanzt wurde. „Möge dieser Baum gedeihen und wachsen, so wie auch unsere getrennten Landesteile wieder zusammenwachsen sollen“, unterstrich Klotz. Die Landtagsabgeordneten der Bewegung, Myriam Atz Tammerle und Bernhard Zimmerhofer gingen in ihren Reden auf das Recht auf Selbstbestimmung und die Trennung Tirols ein: „Jedes Volk muss frei entscheiden dürfen, in welchem Staat es leben will. 100 Jahre Teilung sind genug!“

Der Landtagsabgeordnete Sven Knoll ging in seiner Rede auch auf die doppelte Staatsbürgerschaft ein und betonte, wie wichtig diese im Angesicht von wachsendem Nationalismus in Italien sei: „Gerade die letzten Wochen haben gezeigt, dass Italien sein Ziel niemals aufgeben wird, nämlich Südtirol zu einer normalen italienischen Provinz zu machen. Niemand hat das Recht, uns unsere Identität vorzuschreiben. Und Italien hat schon gar kein Recht, Österreich daran zu hindern, jenen Südtirolern, die dies wollen, die österreichische Staatsbürgerschaft zu geben. Italien hat seinen eigenen italienischen Minderheiten im Ausland die italienische Staatsbürgerschaft gegeben, ohne irgendeinen anderen Staat um Erlaubnis zu fragen. Genauso wenig bedarf es der Zustimmung Italiens für die doppelte Staatsbürgerschaft für Südtiroler!“

Mit einem kleinen „Tiroler Fest“ im nahegelegenen Prennerhaus endete die Veranstaltung.

Von: mk

Bezirk: Wipptal

Kommentare

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6 Kommentare auf "„100 Jahre Teilung sind genug!“"


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Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Unrechtsgrenze Brenner! Wo ist die SVP? Wo die Freiheitlichen? Wo die Bürgerunion? Wo die Grünen? Oder all die anderen Parteien die immer von Frieden, Friedlichen zusammenleben, oder die Kirche von “Spaltung” spricht. Ja wo sind sie denn? Augen zu und durch? 
Unrecht verjährt nicht, und es wird wieder zusammenkommen was zusammen gehört, ein Land, ein Volk, ein TIROL! 

algunder
algunder
Tratscher
1 Monat 5 Tage

Schian gschriebm!! Sauber👍👍

Oberlaender
Oberlaender
Tratscher
30 Tage 23 h

die frau klotz hot ober pan rentnvorschuss a die händ aufkep,hot a it gsog i wills nit. a saubere tirolerin. ober pan geld heart holt olz auf gel. nicht ehrliche gstondne tiroler oder innen sein des.

ray_lewis
ray_lewis
Neuling
1 Monat 5 Tage

Do hot jemand guat gezehlt. Wenns a hundert worn, isch holt olls banond. Ober vielleicht hoben se jo de 200 mitgezählt de mit kopfschitteln ins dob sein. Tirol gibs zin glick schun länger als wia de hondvoll populisten.

Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

@ray_lewis
Ob 100, 200, oder 300! “Unrechtsgrenze” Diese Grenze, die Grenze am Brenner wurde vor 100 Jahren zu Unrecht gezogen.
Ja, da kann man(n) schon den Kopf schütteln, wenn es Linke nicht wahrhaben wollen, dass TIROL zerrissen wurde. Ja du hast Recht, TIROL gibt es schon länger. Das zerrissene TIROL erst seit 100 Jahren. Aber es sind eben diese Handvoll Populisten wie du sie nennst, die TIROL wieder vereinen, und nicht die, die den Kopf schütteln.
Im diesen Sinne, es Lebe unser Land TIROL!

ray_lewis
ray_lewis
Neuling
1 Monat 4 Tage

@Gagarella so zerrissen isch Tirol nit, wia gepredigt werd. Xtausend Studenten in IBK, mir in DEZ oder Cyta, sie in Sterzing, Brixen, Bozen, Bruneck ban einkafn…. Grenzen wearn meist durch Krieg nui gezogen, selten wegen rechtmäßigkeit. Leider. Wenn sell is Ziel isch, leit weitermochen. Wer Hass säht, werd Hass ernten. I hoff holt, dass die Uhren nit 100 Johr zrug gstellt wearn.

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