Konzessionsverhandlungen

A22: Kompatscher fordert Einigung für öffentliche Führung

Freitag, 04. Juni 2021 | 13:02 Uhr

Bozen – Nach jahrelangen Verhandlungen zwischen den diversen Miteigentümern der Brennerautobahn A22 und dem Infrastrukturministerium in Rom stehen nun mit Blick auf die Erneuerung der A22-Autobahnkonzession entscheidende Wochen an. Minister Enrico Giovannini hatte die Frist für das Finden einer gemeinsamen Lösung bekanntlich bis zum 31. Juli 2021 verlängert.

“Es ist an der Zeit, die Pattstellung zwischen den verschiedenen beteiligten Akteuren aufzulösen und aufeinander zuzugehen, um eine Lösung im öffentlichen Interesse zu erreichen. Schlussendlich dürfen Meinungsverschiedenheiten zwischen öffentlichen Institutionen nicht dazu führen, dass man riskiert, die Führung der wichtigsten Infrastruktur für den italienischen und Südtiroler Export an private und gewinnorientierte Unternehmen zu verlieren”, ist Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher überzeugt.

Im Sinne der Wahrung des öffentlichen Interesses, den Brennerkorridor gesamtheitlich zu denken und Investitionen zur Steigerung der Lebensqualität und der Umweltverträglichkeit zu tätigen, müsse die Brennerautobahn laut Kompatscher auch in Zukunft in öffentlicher Hand bleiben. Nur so könne gewährleistet werden, dass zwischen der Brennerbahnlinie und der Brennerautobahn Synergien genutzt werden. Damit könnte der Verkehr schrittweise auf die Schiene verlagert und Investitionen in die Eisenbahn durch die Nutzung eines Teils der Mauteinnahmen weiter forciert werden.

Um dies in den nächsten Monaten zu erreichen, möchte der Landeshauptmann dem Infrastrukturministerium in Rom verschiedene Lösungswege aufzeigen, in der Hoffnung, dass man sich mit Minister Giovannini auf einen Kompromiss einigen kann. “Wir sind offen für verschiedene Lösungswege und erhoffen uns diese Haltung auch vom Ministerium. Es ist an der Zeit, sich im Sinne der Bürgerinnen und Bürger in der Konzessionsfrage zu einigen, um proaktiv den Brennerkorridor zu modernisieren und mit vielen Investitionen die Lebensqualität der Bevölkerung zu erhöhen. Wir sind überzeugt, dass unser Investitionskonzept und der Vorschlag zur Führung der A22 die Interessen der Allgemeinheit am besten vertreten, da im Gegensatz zu den privaten Interessenten keine Gewinnabsicht besteht. Jeder Cent, der durch Mautgebühren eingenommen wird, soll im Sinne der Bevölkerung und der Anrainergemeinden direkt reinvestiert werden”, betont Landeshauptmann Kompatscher.

Geht es nach Südtirols Landeshauptmann müsse die Kostenwahrheit zukünftig die Grundlage der Tarifgestaltung werden. “In Zukunft soll die Tarifgestaltung nach dem Verursacherprinzip erstellt werden. Wer mehr verschmutzt, muss auch mehr bezahlen. Mit diesen Mauteinnahmen sollen Investitionen in die Digitalisierung der Autobahn und in die Wasserstoffinfrastruktur getätigt werden, damit dadurch wiederum die negativen Auswirkungen des Verkehrs verringert werden können”, erklärt Landeshauptmann Kompatscher.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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16 Kommentare auf "A22: Kompatscher fordert Einigung für öffentliche Führung"


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Johannes
Johannes
Tratscher
8 Tage 2 h

Reduziert endlich für Berufspendler diese enorm hohe Maut in Südtirol! So etwas darf es einfach nicht geben!

schreibt...
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Superredner
8 Tage 31 Min

Berufspendler könnten ja auch mit den Öffis fahren, da das hiesige ÖPNV Netz hervorragend ausgebaut ist. Die Berufspendler sitzen sowieso fast alleine in ihren Autos und verstopfen zusätzlich die Straßen. Für diejenigen, die motoriesiert unterwegs sind, ist die Maut immer noch zu billig!

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
7 Tage 8 h

Genau die ÖVPN verursachen den Stau. Denn wenn man für Pendler die Maut reduziert somit ist auf den Landstrassen weniger los.

schreibt...
schreibt...
Superredner
7 Tage 7 h

@Spiegel Du Träumer/in!!! 😏

Savonarola
8 Tage 3 h

der LH hat schon vor 2,5 Jahren (!) lauthals die Verlängerung der Konzession ausgerufen. Nun ist es immer noch nicht soweit…

inni
inni
Superredner
7 Tage 20 h

Ich kann mich auch daran erinnern, wie er dies im Fernseher voller Stolz verkündrt hat. Darum bin ich überrascht und verwundert, dass die Sache immer noch offen ist. Das ist nicht gerade förderlich, Glauben an Politikers Worte zu gewinnen 😠

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
7 Tage 8 h

Die Öffentlichen Beamten müssen entmachtet werden. Die A22 soll nicht in der Hand der Beamten kommen!

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
8 Tage 5 h

…und ich dachte, die Autobahn wäre schon lange “heimgeholt” worden ins Reich der Knödeldrahner und Speckaufschneider…

…oder wie hat der LH das in den letzten Jahren immer gemeint…???

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
7 Tage 8 h

Kompatscher ist ein Pinocchio

Marco schwarz
Marco schwarz
Tratscher
8 Tage 2 h

Tja, das ist wieder so was, das sie versemmeln, wie halt so einiges, zb SAD… Aber halt in noch größerer Dimension. … Klar ist ja, dass da gar einige Private Schlange stehen, bei so einer lukrativen Goldgrube.

Doolin
Doolin
Universalgelehrter
8 Tage 5 h

…seit die Konzession im April 2014 (!) verfallen ist, zieht sich die gleiche Geschichte immer noch hin…Autobahn in öffentlicher Hand ist ja eine ganz nette Idee, doch muss man da halt die privaten Gesellschafter erst mal los werden…die gehen nicht umsonst, sondern wollen ordentlich Bananen sehen…
😆

pingoballino1955
7 Tage 11 h

Doolin………….wer hat die “Bananenverträge” zugelassen,unsere SUPEREXPERTEN????

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
7 Tage 8 h

Ja die Landesbeamten

pingoballino1955
7 Tage 11 h

Vor den letzten Wahlen: Kompatscher- A22 alles OK,und dann????😡

wellen
wellen
Universalgelehrter
7 Tage 9 h

Wie oft schon Herr Kompatscher haben Sie in den letzten Jahren vom Durchbruch in der Konzessionsvergabe gesprochen? Fakt ist: die Autobahn ist ein Goldesrl. Deshalb schert msn sich nicht um Umweltstandards wie ständig überhöhte Stickstoffwerte, die geplagte Bevölkerung ist dieset SVP ebenfalls wurst.

Rabe
Rabe
Tratscher
7 Tage 9 h

wenn di Autobahn olt und saubor hin isch volle Geld zu investieren war kriagsche gschenktor

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