Kritik der STF

Agri-Photovoltaik: “Südtirol verzichtet auf viel Geld”

Dienstag, 06. Februar 2024 | 12:16 Uhr

Bozen – Die Süd-Tiroler Freiheit wirft der SVP Unkenntnis im Energiebereich vor. In einer Pressemitteilung heißt es:

Wie viel versteht die SVP von Pferden? Wenig, denn sie setzt oft auf das falsche Pferd. Beispiel Energieversorgung: Die Wasserstoffstrategie war ein volles Desaster. Was die Experten schon lange wussten und jetzt jeder weiß: Pkw, Busse und Lkw fahren in Zukunft mit Strom aus Batterien und nicht mit Wasserstoff!

“Viele Millionen unserer Steuergelder wurden so von der Landesregierung versenkt. Falsche und zu späte Entscheidungen gibt es auch bei der Energieproduktion. Bei der Wasserkraft geht nichts weiter, Photovoltaik auf Dächern wird mehr blockiert als gefördert. Und obwohl die ganze EU, inklusive dem italienischen Staat, erkannt hat, dass Agri-Photovoltaik die Zukunft ist und entsprechende Förderungen ausgelobt werden, verbietet die Landesregierung Agri-Photovoltaik in Südtirol. Sind wir Südtiroler schlauer als die ganze EU? Oder sind wir dümmer und noch in der Steinzeit”, fragt die Bewegung.

“In Italien gibt es dieses Jahr eine Milliarde Euro Förderung für Agri-Photovoltaik aus PNRR-Geldern, zehn Millionen davon könnten nach Südtirol kommen. Das werden sie aber nicht, denn diese zehn Millionen sind für uns verloren, solange die Landesregierung Agri-Photovoltaik nicht erlaubt. Warten wir wieder, bis die Strompreise steigen und sind dann neidisch auf die Nachbarn? Wir brauchen mehr Energie, produziert mit Wasserkraft und/oder Photovoltaik auf Apfelanlagen und Äckern oder Wiesen. Wir fordern den zuständigen Landesrat auf, alles in die Wege zu leiten, um dieses Geld nicht zu verlieren und Agri-Photovoltaik-Anlagen in Südtirol zu bauen”, heißt es abschließend.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "Agri-Photovoltaik: “Südtirol verzichtet auf viel Geld”"


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Gredner
Gredner
Kinig
24 Tage 2 h

Wieso sollen wir Südtiroler die Landschaft verschandeln um noch mehr Strom zu produzieren, wo wir eh schon doppelt so viel produzieren wie wir verbrauchen können. Nur damit Alperia&Co noch mehr mit dem Export verdienen können?

info
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Universalgelehrter
24 Tage 1 h

Die Frage geht ins Leere, wenn wir uns die gesamte Energiebilanz anschauen. Ohne fossile Importe sind wir noch weit im Minus.

magg
magg
Superredner
24 Tage 52 Min

Vieles “verschandelt” die Umgebung: riesige Hotelanlagen, Skipisten und Lifte, zubetonierte Flächen, übertriebene Straßenbauten und diese Schuhkasten-Wohnhäuser usw.
Die Bauern sollten solche Photovoltaikanlagen ruhig installieren, wäre für sie ein weitere Einnahmequelle und würde zwischen anderen gräuliche Bauten bestimmt nicht auffallen.
Eine persönliche Frage, sind sie in der Tourismusbranche tätig? Denn meistens sind solche gegen die Hagelnetze oder Fotovoltaikanlagen, Begründung Verschandelung der Gegend (, aber selber durch übertriebenen Bauten die Gegend verschandeln!)

Zugspitze947
23 Tage 22 h

Gredner : Die größte Verschandelung sind schon eure idiotischen >Hagelschutznetze ! 🙁 Weg mit dem Schrott und Photovoltaikanlagen auf die Hänge ! Da steckt potenzial drin nicht in immer mehr billige Äpfel 🙂

Gredner
Gredner
Kinig
23 Tage 6 h

@Zugspitze947 finde mir ein einziges Hagelschutznetz in Gröden!

@magg in Gröden (und darüber hinaus) haben alle direkt oder indirekt mit dem Tourismus zu tun. Aber ich bin kein Hotelier, wenn das die Frage ist. Dennoch liegt mir die Natur, Umwelt, Landschaft und Heimat am Herzen.

info
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Universalgelehrter
24 Tage 2 h

Ob ein Hagelschutznetz oder eine Photovoltaikanlage ist eh wurscht. Das Landschaftsbild ist in den Obstanbaugebieten soweiso schon hoffnungslos verschandelt.

Zugspitze947
23 Tage 22 h

info stimmt NICHT ! Denn das Hagelschutznetz bringt kaum was ,aber die Photovoltaikanlage schon ! 🙂

giftzwerg
giftzwerg
Grünschnabel
24 Tage 1 h

Bin der Meinung südtirol sollte als Vorreiter, bei Eigenproduktion von saubere energie(photovoltaik) den Zähler rückwärts laufen lassen.

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