Grüner Beschlussantrag zur Jagd

“Bleimunition in Südtirol verbieten”

Montag, 28. November 2022 | 11:39 Uhr

Bozen – Für die Sitzung des Landtages in dieser Woche werden die Grünen einen Beschlussantrag zur Jagd behandeln. “Denn jedes Jahr landen 21.000 Tonnen Bleimunition in der Natur. Diese verursachen Bleivergiftungen. Davon betroffen sind vor allem Vögel, darunter Bartgeier und Steinadler. Mitten in den Alpen gelegen ist Südtirol eines der am stärksten von dieser Plage betroffenen Gebiete. Doch es gibt ungiftige Alternativen, welche im Nationalpark Stilfserjoch bereits verpflichtend verwendet werden.” Die Grünen fordern ein Verbot der Bleimunition in ganz Südtirol.

“Jährlich gelangen während der Jagdsaison 21.000 Tonnen Bleimunition in der Natur. Diese Art von Munition tötet nicht nur, wenn die Beute mit einer Kugel getroffen wird, sondern auch dann, wenn die mit Blei geschossenen Kadaver von anderen Tieren gefressen werden, die dann einer tödliche Bleivergiftung erliegen. In Europa fallen jedes Jahr schätzungsweise 1,3 Millionen Tiere einer Bleivergiftung zum Opfer, vor allem Greifvögel”, erläutern die Grünen.

“Die ersten Alarmsignale gab es im Jahr 2008, als im Nationalpark Stilfserjoch einer der wiederangesiedelten Bartgeier, dessen Freisetzung im Martelltal mit einem großen Festakt begangen wurde, vier Monate später in der Schweiz tot aufgefunden wurde. Untersuchungen des Ornithologen Enrico Bassi, wissenschaftlicher Leiter der Überwachung von Steinadler und Bartgeier im Nationalpark Stilfserjoch, haben daraufhin ergeben, dass sich der Großteil der kontaminierten Raubvögel in den Alpen im sogenannten Viereck des Todes, zwischen den Provinzen Trient, Bozen, Brescia und Sondrio aufhalten. Dieses Viereck ist zusammen mit Österreich das am stärksten von Bleivergiftung betroffene Gebiet in Europa. Welchen Sinn hat es, Bartgeier wieder anzusiedeln, wenn sie nach wenigen Jahren sterben, weil sie von ebenjenem Menschen vergiftet wurden, der sie in ihren natürlichen Lebensraum zurückgebracht hat?“, fragt sich Erstunterzeichner Riccardo Dello Sbarba.

Denn es gebe Alternativen: “Nicht giftige Munition ist schon länger auf dem Markt und leicht erhältlich. Sie wurde bereits ausgiebig getestet – beispielsweise im Nationalpark Stilfersjoch, wo wie in den Natura-2000-Feuchtgebieten bleihaltige Munition per Gesetz verboten ist. Aber offenbar reicht diese Einschränkung nicht aus. Mit einem Beschlussantrag fordern wir daher ein Verbot der Verwendung von Bleimunition in der gesamten Provinz Bozen. Das Gesetz erlaubt es uns, dies zu tun. Worauf warten wir noch”, fragen die Grünen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare
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buggler2
buggler2
Superredner
2 Monate 1 Tag

21Tonnen wert schu a bissl viel ontrogn sein

Neumi
Neumi
Kinig
2 Monate 1 Tag
krokodilstraene
Tratscher
2 Monate 1 Tag

21.000 sinds sogar!

wos woas i
wos woas i
Grünschnabel
2 Monate 1 Tag

@Neumi Nocher konn für südtirol 21 tonnen mol nia stimmen.

mitoga
mitoga
Grünschnabel
2 Monate 1 Tag

@buggler: 21.000 Tonnen scheint wohl der Wert für die EU, laut google und wwf, zu sein, nicht für Südtirol. So eine wichtige Information sollte in einem Artikel eigentlich niemals nie fehlen… Sonst wird gleich fake news gschrien und man haut sich unnötigerweise die Köpfe aufgrund von Daten ein, die falsch zugeordnet werden.

Neumi
Neumi
Kinig
2 Monate 18 h

@wos woas i Rein an der Bevölkerungsanzahl gemessen, passt die Größenordnung.
EU: ca. 730 Millionen, Südtirol ca. 0.53 Millionen
44000 Tonnen / (730 / 0,53) = 32 Tonnen

Sprich: Rein von der Bevölkerungsanzahl her (die Fläche wäre noch interessant, also Bevölkerungsdichte und nicht Bevölkerungsanzahl) liegen wir sogar deutlich unter dem Schnitt.

Neumi
Neumi
Kinig
2 Monate 17 h

Hargh, sorry. Hatte das falsch in Erinnerung. Im Artikel steht ja 21000 Tonnen und nicht 21 Tonnen.

Ja, da hat jemand wohl eine Kommastelle falsch gesetzt oder Einheiten vertauscht.

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 1 Tag

Das kann doch einen echten Jäger nicht erschüttern! Oder gabs Bestrebungen von Seiten der Jäger sie abzuschaffen? Grins

Holz Michl
Holz Michl
Tratscher
2 Monate 1 Tag

I tat in die Grünen amol vorschlign rechnen zu lernen😂😂😂😂😂 21.000 Tonnen im Johr😂😂😂 bei an Projektil Gewicht von maximal 10-bis 15 Gramm konsch amol selber rechnen wiaviel onscheinend gschossn wert😂😂😂😂😂

Odor hobn die hochinteligenten Grünen vielleicht die Sportschützen de ausschlieslich auf Schießständen ihren Sport nochgian a dorzuagerechnet😂😂😂 i hon ni noa keart das a Adler odor ähnliche Aasfresser af Schießständen die Papierfiguren aufgfressn hobn😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂 Grins😂😂😂😂😂😂

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 1 Tag

@Mikeman Dann lass raus, was nicht drinnen bleiben will! Grins

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
2 Monate 1 Tag

Wer sich als Jäger und Heger als traditionelle/r Waidmann/-frau versteht und etwas auf Natur und Umwelt hält, braucht kein Verbot, sondern verwendet schon längst FREIWILLIG bleifreie Munition für Büchse und Flinte….

wos woas i
wos woas i
Grünschnabel
2 Monate 1 Tag

Tja tatn viele ober die Wirkung von Bleimunition isch holt ollm no besser als Bleifreie.Ohne Blei bleibt seltn a Stickl im knoll liegn

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
2 Monate 17 h

@wos woas i..das behaupten insbesondere die “Jagdgesellen”, welche ihre angesammelten “Vorräte” an Munition aufbrauchen wollen. Denn mal ehrlich, wieviel Schuss gibt ein durchschnittlicher Hobbyjäger im Jahr auf lebendes Wild ab ? Ich warte auf Zahlen ! nicht auf👎😘…

buggler2
buggler2
Superredner
2 Monate 16 h

@Rudolfo
Braucht ma lei die Abschusslisten anschaun , sind Öffentlich zugänglich, Südtirols Jäger brauchen höchstens 200kg an Munition

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
2 Monate 15 h

@buggler2…wie die Bezeichnung schon aussagt, sind das die “Abschüsse”. Ohne Fehl- und Mehrfachschüsse. Dazu sollte noch, was für einen Waidmann und verantwortungsvollen (Hobby) Jäger selbstverständlich ist, auch das regelmäßige Üben auf einen Kugel- und/oder Schrot (Tontauben) Schießstand dazukommen. Da macht normalerweise den Großteil der übers Jagdjahr verbrauchten Munition aus. Ich weiß, daß ist die Theorie, denn in der Praxis sieht es anders aus. Sind doch alle Top🙈 Schützen, welche, im Gegensatz zum Sport, kein Training brauchen….

Zugspitze947
2 Monate 14 h

Rudolf>: Da Italia soooooooooooooo große Angst vor der Jägerschaft hat ist das BESTENS kontrolliert und bekannt ! Da muss jeder Schuss sofort gemeldet werden sonst gibts Krieg mit di Karpf :_(

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
2 Monate 10 h

@Zugspitze947..deine Worte lese ich wohl, allein mir fehlt der Glaube

Mikeman
Mikeman
Kinig
2 Monate 1 Tag

abgesehen paar Urgesteine schiessen ja dier meisten schon bleifrei zumindest mit Kugelpatronen.

Dolomiticus
Dolomiticus
Universalgelehrter
2 Monate 1 Tag

Ja, Wattebäuschchen aus schnell biologisch abbaubarem Material wären natürlich schon der Renner. Und die Tiere hätten hier wohl auch nichts dagegen. Ironie off.

wos woas i
wos woas i
Grünschnabel
2 Monate 1 Tag

Übertreibm lot sich olls

buggler2
buggler2
Superredner
2 Monate 16 h

so ein Schmarrn, da müstste ja jeder Südtiroler Jäger-in 3.500 kg Munition schleppn, 1Schuss bewegt sich Gewichtsmâß nur im Gramm Bereich, nit zu vergessen viele verwenden schon Bleifreie Munition, tut mir load do sein die grünen total drnebn

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