Schreiben an IOC

Bobbahn Cortina: Team K wendet sich an das IOC

Donnerstag, 17. November 2022 | 18:18 Uhr

Bozen – In Sachen Bobbahn Cortina für die Olympischen Spiele bleibt das Team K am Ball: “Zaia macht innerhalb von 24 Stunden eine Kehrtwende, Kompatscher hüllt sich nach wie vor in Schweigen, nur das Team K wird aktiv und schlägt dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vor, die olympischen Bob- und Rodelwettbewerbe nach Igls in Tirol zu verlegen. Besonders die wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit, von der bei jeder Gelegenheit neuerdings auch in der Sportpolitik die Rede ist, gelte es einzufordern. Es dürfen die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden und Kathedralen in der Wüste erstellt werden, die Millionen an Steuergeldern kosten. Das Team K sieht nun das IOC in der Pflicht, sich gegen den Neubau der Bahn in Cortina auszusprechen und Druck auf die nationalen und lokalen Veranstalter zu machen.”

„Die Meldung gestern hatte mich, wie viele andere, überrascht und auch erfreut. Zaia, so hieß es, soll darüber nachdenken, die kostspielige Bahn in Cortina nicht zu bauen und Alternativen in Betracht zu ziehen. Das wäre doch endlich mal ein Zeichen dafür gewesen, dass Politik auch das lebt, was sie in die Welt hinausposaunt, Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Nicht zuletzt geht es auch darum, Steuergelder nicht sinnlos zu verprassen. Doch heute ist wieder alles wie gehabt. Zaia hält an der Kathedrale in der Wüste fest, die unglaublich viel Geld kosten wird. Von 100 Millionen Euro ist neuerdings die Rede. Jetzt ist aus meiner Sicht neben dem IOC auch Landeshauptmann Kompatscher gefordert, auf den Tisch zu hauen. Es sind in der Zukunft für die Finanzierung der Bobbahn in Cortina auch Steuergelder aus Südtirol vorgesehen. Wenn schon die Weitsicht und Sensibilität von Luca Zaia für einen Kurswechsel und ein Umdenken nicht reicht, so erwarte ich mir diese Weitsicht zumindest von Landeshauptmann Kompatscher, der bei jeder Gelegenheit das Wort Nachhaltigkeit in den Mund nimmt und das olympische Komitee, das sich ebenfalls der Nachhaltigkeit verschrieben hat“, sagt Alex Ploner

“Während Landeshauptmann Arno Kompatscher schweigt, geht das Team K seinen eingeschlagenen Weg weiter und setzt auf den Alternativstandort IGLS für die Rodel-, Bob- und Skeletonbewerbe. Diese Haltung wird auch in einem Schreiben an das olympische Komitee IOC klar zum Ausdruck gebracht, mit dem ein Umdenken beim IOC eingefordert wird. Schließlich schreiben sich die Veranstalter die Nachhaltigkeit gerade bei diesen Spielen 2026 auf die Fahnen, nachdem bei der letzten Olympiade in China in dieser Thematik so viel Porzellan zerschlagen wurde.” Dieses Schreiben des Team K an das olympische Komitee wird von den NEOS in Tirol ebenso mitgetragen, wie von der Bürgerbewegung Comitato Civico Cortina, das  1.185 Unterschriften gegen den Bau der Bahn gesammelt hat.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Bobbahn Cortina: Team K wendet sich an das IOC"


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Kinig
16 Tage 23 h

Cortina ist keine Wüste!
In ganz Italien gibt es keine Bobbahn. Wenn sie irgendwo Sinn macht, dann in Cortina, denn dort gab es schon immer eine, die bis vor wenigen Jahren auch in Betrieb war. Es fehlte “nur” am Geld diese zu renovieren. Jetzt wo das Geld da ist, sollte man diese Arbeit endlich in Angriff nehmen.

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