Hoffnung in Krisentreffen

Bozens deutsche Schulen: “Die Situation ist untragbar”

Donnerstag, 22. Februar 2024 | 07:05 Uhr

Bozen – “Die Situation an den deutschen Schulen in Bozen ist mittlerweile untragbar”, findet auch SVP-Landtagsabgeordneter und Mitglied der Plattform Heimat in der SVP Harald Stauder und solidarisiert sich mit der Bozner Stadträtin Johanna Ramoser, die sich schon seit Jahren dieser problematischen Entwicklung annimmt und jetzt zu einem Krisentreffen eingeladen hat.

„Es kann nicht sein, dass Bozner Familien ihre Kinder in die Schulen der Nachbargemeinden schicken müssen, weil der Anteil der deutschen Kinder an Bozens deutschen Schulen von Jahr zu Jahr sinkt und folglich sowohl Sprachentwicklung als auch die soziale Integration unserer deutschen Kinder darunter leiden. Hier wird das Recht auf die Verwendung der eigenen Muttersprache beschnitten“, sagt Herald Stauder.

Denn es sei schlichtweg nicht möglich, Kinder in ihrer Muttersprache – in diesem Falle Deutsch – zufriedenstellend zu unterrichten, wenn bei nahezu 70 Prozent der eingeschulten Kinder die grundlegenden Sprachkenntnisse fehlen. Der Vorstoß Johanna Ramosers sei deshalb auf jeden Fall zu unterstützen.

Stauder hofft, dass das von Ramoser anberaumte Krisentreffen mit den betreffenden Sprengeldirektoren eine zeitnahe Lösung in Aussicht stellt. Stauder: „Wir müssen unter anderem alles daransetzen, dass die paritätische Kommission, die die Sprachkenntnisse der Schüler prüfen soll, so bald als möglich eingesetzt wird“.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "Bozens deutsche Schulen: “Die Situation ist untragbar”"


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So ist das
1 Monat 29 Tage

Ein seit Jahren bekanntes Problem, dass wie viele andere Probleme im Land links liegen gelassen wird.
Die Politik kümmert sich nur um sich selbst und der Stillstand droht 😳

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 29 Tage

…testen!…wer die Unterrichtssprache nicht kann, wartet mit Einschreibung, bis er sie kann…wäre so einfach…

NaSellSchunSell
NaSellSchunSell
Superredner
1 Monat 29 Tage

na ja, so einfach auch wieder nicht. Die Kinder sind ja alle im schulpflichtigen Alter, MÜSSEN also in die Schule. “Es wäre so einfach”, separate Einrichtungen zu schaffen, in denen besagte Kinder die beiden Landessprachen erstmal so weit erlernen, bis sie dem Unterricht folgen können. Die Räumlichkeiten und die Lehrpersonen würde man bestimmt finden. Was jetzt kommt, ist wohl klar: AAAABER so etwas kostet Geld und da die Bildung der Landesregierung am A… vorbei geht, wird sich in dieser Hinsicht nichts tun. Hauptsache, man hat 3 Landesschulämter, die Unsummen an Geld verschlingen, das anderweitig viel besser eingesetzt werden könnte.

Homelander
Homelander
Universalgelehrter
1 Monat 29 Tage

Alles geht den Bach runter… schaut euch um….

Opa1950
Opa1950
Superredner
1 Monat 29 Tage

Wer war denn für die Schulen verantwortlich.Natürlich Landesrat Achhammer.Aber von ihm konnte man ja nichts anderes erwarten.

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 29 Tage

… Studienabbrecher ist Idealbesetzung für Kulturminister…

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 29 Tage

Wie ist das in Bozen? Migranten gehen in italienische Schulen und Italiener in deutsche Schulen?

guenne
guenne
Tratscher
1 Monat 29 Tage

Wenn man Kinder vorher 1-2 Jahre in den Kindergarten die Sprache lernen lässt, wäre das Problem locker gelöst. Das muss mir beim besten Willen kein Politiker beibringen.

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