Kritik vom Team K

Brixen hält nach wie vor an Heller fest – trotz Fälschungsskandals

Montag, 05. Dezember 2022 | 17:17 Uhr

Brixen – Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen zur vermeintlichen Fälschung von André Heller eingeleitet. Der Stadtrat Brixen hält trotzdem an der Entscheidung fest, Heller mit der Umgestaltung des Hofburggartens in einen Event-Garten zu beauftragen. In einer Antwort auf eine Anfrage der Gemeinderätin Sabine Mahlknecht teilt der Stadtrat mit, dass Heller nach wie vor international großes Ansehen genieße und es sich bei den neuesten Erkenntnissen um Heller bloß um “Unterstellungen” handle.

Die Enthüllung um ein von Andrè Heller gefälschtes und verkauftes Kunstobjekt, das fälschlicherweise Jean-Michel Basquiat zugeordnet wurde, ging vor Kurzem international durch die Presse. Der Multimedia-Künstler Heller bezeichnete seine Handlungen als “Bubenstreich” und bestreitet jedwede Betrugsabsichten. Für Heller gilt die Unschuldsvermutung, doch wurde nun auch von der Staatsanwaltschaft in Wien ein Ermittlungsverfahren wegen schweren Betrugs eingeleitet.

“Es sprechen bereits mehrere schwerwiegende Gründe gegen eine Beauftragung Hellers und die Konzeption eines Event-Gartens in Brixen. Der exorbitante Preis eines solchen Gartens und die Unvereinbarkeit mit einem sanften Stadttourismus sind nur einige davon. Hinzu kommt jetzt noch der Reputationsverlust von Heller selbst. Es ist der Zeitpunkt gekommen, die Reißleine zu ziehen”, ist Dr. Franz Ploner, Landtagsabgeordneter des Team K überzeugt.

Auch Sabine Mahlknecht, Gemeinderätin des Team K in Brixen, findet deutliche Worte: “Besonders der Umstand, dass nun auch die Staatsanwaltschaft offiziell gegen Heller ermittelt, sollte uns zu denken geben. Es handelt sich bei der Neugestaltung des Hofburggartens schließlich um ein zehn Millionen Euro teures Projekt, das das Stadtbild über Jahrzehnte prägen wird.”

Von: mk

Bezirk: Eisacktal

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8 Kommentare auf "Brixen hält nach wie vor an Heller fest – trotz Fälschungsskandals"


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Neuling
1 Monat 26 Tage

fast niemand der jünger ist als 50 oder 60 Jahre kann mit dem Namen Heller noch etwas anfangen (habe es ausprobiert), ein Heller-Garten hat also eine Generation als Zielgruppe, die nicht mehr lange existiert.
Und was bindet den Brixner Gemeinderat so auf Gedeih und Verderb an diesen Mann, obwohl der Widerstand so groß und so nachvollziehbar ist?
Nur “Nibelungentreue”?? oder gibt es da noch “Anderes”?
Inzwischen völlig unverständlich, warum der Gemeinderat partout mit dem Kopf durch jede Wand will…

krokodilstraene
Tratscher
1 Monat 26 Tage

Probier dieselbe Frage mit den Namen Andy Warhol, Kurt Cobain oder Juri Gagarin!!

info
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Superredner
1 Monat 26 Tage

Lustige Kombination von Namen.
Wie auch immer: Keinem dieser Herren wird in Brixen ein 10.-Mio.-Garten bezahlt.

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
1 Monat 25 Tage

@ifassesnet…👍Auch die “👴👵Generationen😡😡” der Besucher der MMM existieren nicht mehr lange. Werden Diese dann abgerissen ?

thomas
thomas
Kinig
1 Monat 26 Tage

A.Heller in Brixen wird ein Meilenstein

Kalathar
Kalathar
Neuling
1 Monat 26 Tage

Bravo Frau Mahlknecht, es gibt noch Leute mit Verstand!

pingoballino1955
pingoballino1955
Universalgelehrter
1 Monat 26 Tage

Heller und das Millionensteuergrab! SvP Skandal aufs neue!

info
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Superredner
1 Monat 26 Tage

“Vermeintlich” war der Rahmen von Basquiat, die Fälschung ist zumindest “mutmaßlich”, aber eigentlich gesichert, da Heller sie öffentlich zugegeben hat.
Von “Unterstellungen” zu sprechen ist daher sinnlos und das Ansehen von Heller hat deutlich gelitten.
Dass Brixen immer noch nicht die Gelegenheit nutzt, aus dieser absurden Gartennummer herauszukommen ist absurd.

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