Von: mk
Bozen – Die Fraktion der Grünen im Bozner Gemeinderat äußert gemeinsam mit der Linken Besorgnis über die Entscheidung der Stadtregierung, die Ausschreibung für die Direktion des Betriebs für Sozialdienste Bozen (BSB) zurückzuziehen und das Auswahlverfahren neu zu eröffnen, obwohl die Kommission bereits eine Liste von Kandidaten erstellt hatte, die als fachlich geeignet bewertet wurden.
„Man erwartete eine baldige Entscheidung innerhalb der von der Kommission vorgeschlagenen Kandidatenliste. Umso mehr überrascht die Entscheidung der Stadtregierung, die – obwohl sie das hohe Profil der drei für die Direktion des BSB ausgewählten Kandidaten anerkennt – keinen von ihnen als geeignet ansieht, die vorgesehenen Ziele zu erreichen“, erklärt Chiara Rabini, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Gemeinderat. „Eine Position, die widersprüchlich erscheint und mit politischen Begründungen erklärt wird, auch wenn die Ziele und die Vision dieser Stadtregierung im sozialen Bereich nicht klar sind.“
„Das bedeutet weitere Monate des Stillstands für einen Bereich, der bereits stark unter Druck steht. Der BSB verwaltet grundlegende Dienste für die Stadt und beschäftigt über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Ihn weiterhin ohne stabile Leitung zu lassen, schafft Unsicherheit – gerade in einer Zeit, in der die sozialen Bedürfnisse wachsen und neue Ressourcen gefunden werden müssen.“
Die Grünen wünschen der stellvertretenden Direktorin Manuela Gotto, die in dieser Übergangsphase mit der Leitung des Betriebs betraut ist, gutes Gelingen und hoffen, dass rasch eine stabile Direktion ernannt wird.
„Der BSB muss personell und finanziell gestärkt werden, nicht ohne Führung bleiben. Die Stadt braucht klare Entscheidungen und eine Vision für die Zukunft der sozialen Dienste“, schließen die Grünen.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen