Von: luk
Bozen – Die Young Greens South Tyrol warnen vor einer zunehmenden Zerstörung der Natur im Land und üben scharfe Kritik an der Politik der Landesregierung. Anlass sind unter anderem die jüngste Rodung des Auwaldes in Brixen, mögliche ähnliche Eingriffe in Kaltern sowie umstrittene Infrastrukturprojekte.
Die Jugendorganisation sieht darin ein Zeichen dafür, dass Klima- und Biodiversitätsschutz in Südtirol nicht ausreichend berücksichtigt würden. Trotz bestehender Strategien wie dem Klimaplan 2040 würden weiterhin Maßnahmen gesetzt, die der Umwelt schadeten. Als Beispiele nennen die Young Greens den Torfabbau in Leifers sowie Großprojekte wie das Speicherbecken in Antholz.
Markus Zwerger von den Young Greens kritisiert, dass dabei oft funktionierende Ökosysteme zerstört würden. Laura Eberhöfer sieht in einem auf Wachstum ausgerichteten Wirtschaftssystem einen „Irrweg“, der auch auf Kosten der Natur gehe.
Die Organisation warnt zudem vor politischen Folgen. Eingriffe wie die Rodung des Brixner Auwaldes würden das Vertrauen junger Menschen in die Politik weiter schwächen. Gerade die Natur sei für viele ein wichtiger Grund, in Südtirol zu bleiben oder zurückzukehren. Wenn diese zunehmend dem Massentourismus und Infrastrukturprojekten geopfert werde, verschärfe das laut den Young Greens auch den sogenannten Braindrain.




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