Grüne fordert den Einsatz der ganzen Gesellschaft

Der 17. Mai: Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie

Samstag, 16. Mai 2020 | 19:25 Uhr

Bozen – Seit dem Jahr 2005 wird der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie begangen. Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, an welchem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen.

Die Grünen erinnern daher heute daran, dass die Gleichheit, die Würde und die Rechte aller Menschen respektiert werden müssen und zwar unabhängig von sexueller Orientierung und Gender-Identität.

„In Südtirol konnten, auch dank des Einsatzes von Arcigay Südtirol Centaurus, in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt werden.  Doch auch bei uns werden  immer noch viele LGBTI-Personen zu Opfern von Gewalt und Diskriminierung“, so Felix von Wohlgemuth, Co-Sprecher der Grünen.

Eine besondere Form der Verletzung der Grundrechte sehe man  hierbei in den sogenannten „Konversionstherapien“. Dies seien medizinische bzw. pseudo-medizinische Behandlungen, welche darauf gerichtet sind, die sexuelle Orientierung oder die selbstempfundene geschlechtliche Identität einer Person gezielt zu verändern oder zu unterdrücken. „Es wird dabei massiv in die Persönlichkeit der Betroffenen eingegriffen, was insbesondere bei Minderjährigen mit oft schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen verbunden ist. Dabei ist schon der Begriff Therapie irreführend und falsch! Homosexualität ist keine Krankheit!“ meint von Wohlgemuth.

Zu Recht wären laut den Grünen daher in Deutschland diese „Therapien“ bei Minderjährigen gesetzlich verboten und unter Strafe gestellt worden.

In Italien und vielen anderen Ländern hingegen sind solche „Therapien“ weiterhin zulässig. Die Partei fordert daher den Einsatz der Politik, vor allem aber der ganzen Gesellschaft, damit solche menschenrechtsverletzenden Praktiken auch bei uns gesetzlich verboten werden und so endlich in der Mottenkiste der Geschichte verschwinden.

„Die einzige Krankheit, die es wirklich zu therapieren gilt, ist die Homophobie!“ , so die abschließenden Worte des Co-Sprechers Felix von Wohlgemuth.

Von: sis

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "Der 17. Mai: Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie"


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Guenni
Guenni
Universalgelehrter
11 Tage 16 h

Hat die WHO auch Aids von der Liste der Krankheiten gestrichen ? Die Infektionsketten sind ja hinlänglich bekannt. Grundrechte für alle, ja, aber…

Savonarola
11 Tage 14 h

Rechte, Rechte, es gibt nur mehr Rechte.

jackolo
jackolo
Neuling
11 Tage 15 h

Und schon wieder hat die WHO ihre finger im spiel🤮hallo… mir leben im jahre2020 lasst doch jeden Leben leben!!!

pingoballino1955
pingoballino1955
Grünschnabel
10 Tage 19 h

Zur Info: zu diesen Therapien rät die KIRCHE heute noch und hat sie auch erfunden! Nirgendwo gibt es soviel versteckte Homosexuelle wie in der Kirche,weil sie sich nicht outen dürfen.Das ist die wahre Sauerei der Kirchenheiligen-vorne hui und hinten pfui-SCHANDE!😡😡😡

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