Ein Kommentar

Die Märchenstunde ist vorbei

Dienstag, 28. Juli 2020 | 09:56 Uhr

Bozen – Man kann die Romantiker verstehen: Der Wolf ist ein schönes Raubtier – anmutig, intelligent und sozial. Studien zufolge sollen Wölfe sogar kooperativer als Hunde sein und sich in Experimenten geschickter anstellen als ihre zahmen Nachfahren.

Wölfe sind auch mutig und wagen die Jagd auf Huftiere, die oft viel größer sind als sie selbst. Wolfsgeheul klingt nach Abenteuer, nach dem Unbekannten und nach Freiheit im grauen Büroalltag.

Die Faszination, die diese Raubtiere auf uns ausüben, ist verständlich, wenn man sie aus der Ferne betrachtet.

Doch die Bilder der gerissenen Schafe holen uns rasch wieder zurück auf den Boden der Tatsachen. Szenen, wie sie sich in Villnöß abgespielt haben, sind nicht schön – im Gegenteil: Lebendige Schafe, denen ein Lauf abgebissen wurde und denen das Fleisch aus offenen Wunden heraushängt, sind ein grauenvoller Anblick.

Schutzzäune auf Südtirols steilen Hängen sind vielfach wirkungslos. Auch Hirtenschutzhunde gelten als umstritten. Den Schafzüchtern vergeht unterdessen angesichts der Risse immer mehr die Lust.

Ein friedliches Miteinander zwischen Wolf und Mensch wird in Südtirol wohl ein Märchen bleiben.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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17 Kommentare auf "Die Märchenstunde ist vorbei"


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Ars Vivendi
Ars Vivendi
Superredner
9 Tage 2 h

Wie Mk von SN zu der Annahme kommt, daß Herdenschutzhunde umstritten sind, weiß ich nicht. Aber um Sinne einer objektiven Berichterstattung wäre das schon interessant. Mit den aus Italien stammenden Maremmano-Abruzzese machen europaweit Schäfer gute Erfahrungen. In Brandenburg D hält ein Schäfer seit 2005 fast 500 Schafe und 50 Ziegen mitten im “Wolfsland”. Er begann auch mit diesen italienischen Hunden, seit einigen Jahren hat er franz. Pyrenäenberghunde in der Herde mitlaufend. Seine Tiere wurden noch nie von Wölfen angegriffen.

Guennl
Guennl
Tratscher
9 Tage 2 h

Frage Dein Spiegelbild.

Stolzz
Stolzz
Grünschnabel
8 Tage 15 h

Ich habe selbst mehr als 100 Schafe auf der Alm und habe mit Schweizer Fachleuten gesprochen. Herdenschutzhunde sind meist wirksam, bergen aber auch Gefahren für Wanderer. Das größte Problem aber sind die Kosten und der Aufwand: Für 100 bis 200 Schafe rentiert sich der ganze Aufwand schlicht und einfach nicht, da braucht es schon wesentlich mehr.

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Superredner
8 Tage 10 h

@Stolzz..👍 die Wanderer sollen von den Almtieren wegbleiben ! Die Almen sind nun mal kein Streichelzoo. Die Hunde bewachen ihre Herde. Zu den Kosten gebe ich dir recht, aber gerade da wäre eine finanzielle Unterstützung mehr als angebracht, denn du und deine Halterkollegen leisten einen riesigen Beitrag zum Natur- und Lawinenschutz.

Staenkerer
8 Tage 8 h

wölfe sein gegner ohne stimme, ohne anwalt, denen man skrupellos und beweiße ohned verhondeln ohne an longen teuern prozeß, jedes vergehen beweißen zu müßen, jederzeit zum tode verurteilen konn!
do des urteil jo dem wunsch der einer lobby entspricht, kimmt des hetzen in de medien jo genau richtig!
desholb werd der wolf als schönes,stolzes tier, als geschöpf gottes und teil der natur NIE a chance kriegn!

Andreas1234567
Andreas1234567
Superredner
8 Tage 23 h

Hallo nach Südtirol,

wenn man den Städtern erzählen würde ein vermehrtes Auftreten von Gaunern und Spitzbuben gehöre zum Stadtleben, waren schon immer Teil davon, es ist Teil einer reichhaltigen Bevölkerungsdiversität und man ihnen riete es hinzunehmen und deshalb doch in bessere Haustüren, hohe Zäune, Wachhunde und Garagen für ihre schutzlos auf der Strasse stehenden Autos zu investieren wäre wohl was los..

Auf Wiedersehen in Südtirol

KingCrimson
KingCrimson
Tratscher
7 Tage 13 h

Das ist aber genau das was die Menschen tun, um sich vor Gaunern zu schützen. Der Vergleich zwischen einem Wildtier, das als solche geboren wird und einfach seine Natur auslebt, und einem Gauner, der frei entscheien kann, ob er seinen Unterhalt redlich verdienen will oder nicht, ist ein totaler Blödsinn.

Waltraud
Waltraud
Universalgelehrter
7 Tage 13 h

Andreas 1234567
Ist es nicht so? Genauso wird es doch erzählt.

Andreas1234567
Andreas1234567
Superredner
7 Tage 11 h

Hallo @KingCrimson,

es geht doch nicht um Ausrottung von real existierenden Populationen um es jammernden Viehbauern recht zu machen.

Eine schöne Tabelle vom Land Bozen, historische Populationsentwicklung des Wolfs in Italien

http://www.provinz.bz.it/land-forstwirtschaft/fauna-jagd-fischerei/fauna/wolf-suedtirol/rueckgang-wiederbesiedelung.asp

Es gibt also Landstriche in denen seit Menschengedenken kein Wolf mehr angetroffen wurde und sich seitdem Bevölkerung, Bergviehbewirtschaftung und natürlich auch Tourismus ausgebreitet haben.
Jetzt soll mit Gewalt etwas wieder angesiedelt werden was vielleicht um 1800 funktioniert haben mag.
Viele Beifallsklatscher leben dabei schlicht ihren Hass auf Bauern und Jäger aus, die wären auch für die Wiederansiedlung von Pestflöhen wenn es nur Bauern und Jäger treffen würde..

Auf Wiedersehen in Südtirol

Guennl
Guennl
Tratscher
9 Tage 2 h

Woher weiß der Autor, dass es Wölfe waren? Es liegt noch kein Gentest vor. Hier macht er sich zum willfährigen devoten Sklaven der Politik und betreibt Politik im Namen des Journalismus.

Zum Fremdschämen.

Dublin
Dublin
Kinig
9 Tage 1 h

…es sind bald Wahlen…da muss der Wolf herhalten, da unsere Politiker sonst nichts Gscheids zu präsentieren haben…
😆

Blackadder
Blackadder
Tratscher
9 Tage 3 h

Einseitig und tendentioes.Lassen Sie hier bitte auch mal Populationsbiologen, Oekologen usw. Ins Wort. Hier lese ich nur Kommentare eines kurzsichtig Mob, mit herzlicher Unterstuetzung der Klientelfreundlichen Redaktion. Ich erwarte hier weniger primitive Kommentare, aber das wird wohl eitle Hoffnung bleiben.

Gustl64
Gustl64
Tratscher
9 Tage 4 h

Auf den Punkt gebracht.

Brummbaer
Brummbaer
Neuling
7 Tage 14 h

Meine Ansicht ist die: Südtirol ist ein dichtbesiedeltes Land, mit Bergbauern und deren Viehwirtschaft, dazu viel Tourismus, also auch Wanderern. Wölfe und Bären sind wildlebende Raubtiere, sie brauchen Platz und Nahrung, das passt auf engem Raum nicht zusammen und stellt eine ständige Gefahr dar! Die grauenvollen Bilder sehen wir ja fast täglich! Haben die Befürworter eigentlich kein Mitgefühl mit den armen zerfleischten Schafen?

KingCrimson
KingCrimson
Tratscher
7 Tage 13 h

Ihrer Meinung nach soll die Natur also weichen? Ist sie das nicht schon genug?

Sag mal
Sag mal
Kinig
8 Tage 15 h

hatt Das ein Psychologe geschrieben😅Märchenstunde.

Supergscheider
Supergscheider
Tratscher
7 Tage 11 h

Theorie und Praxis sind bekanntlich zwei paar Schuhe.
Habe versucht die Befürworter von Wolf und Co. zu verstehen,leider musste ich feststellen ,das Ihr zwar dafür seid aber leider keine Lösung für das Problem habt.

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