Doskozil geht es laut Posting den Umständen entsprechend sehr gut

Doskozil nach Kehlkopf-Entfernung aus Klinik entlassen

Freitag, 08. Mai 2026 | 14:40 Uhr

Von: apa

Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat das Universitätsklinikum Leipzig, in dem ihm vor Ostern der Kehlkopf entfernt wurde, am Freitag wieder verlassen können. Es gehe ihm den Umständen entsprechend sehr gut und er merke jeden Tag Fortschritte, schrieb er in einem Social-Media-Posting. Zur Frage, wie seine Stimme mit Prothese nun klinge, merkte er an: “Ein bisschen Geduld braucht es noch.”

Vorerst werde er sich weiter Ruhe gönnen. “Und auch wenn Geduld noch nie meine größte Stärke war, höre ich diesmal konsequent auf die Ärzte und nehme mir bewusst die Zeit, die es jetzt braucht”, meinte Doskozil. Alles, was sich digital erledigen lasse, mache er aber bereits selbst. Die eingeübten Abläufe mit seinem Regierungsteam und seinen Mitarbeitern würden reibungslos funktionieren.

Auf dem Weg zurück ins Burgenland

Nach der Entlassung machte sich Doskozil mit seiner Ehefrau Julia zurück auf den Weg ins Burgenland. “Endlich darf ich mich wieder ans Steuer setzen”, betonte er. Für ihre Unterstützung bedankte er sich ebenso wie für die vielen netten Worte, die ihn nach der Operation erreichten. “Gerade in solchen Zeiten erkennt man, wie wichtig Zusammenhalt, Solidarität und Zuversicht sind. Das, was unser Burgenland im Kern ausmacht.”

Gleichzeitig schärfe so eine Phase auch den Blick auf das Wesentliche: “Verantwortung übernehmen, auf das Wichtige konzentrieren, nach vorne schauen – und nicht stehenbleiben und lamentieren”, so Doskozil. Das gelte nicht nur für seinen Genesungsverlauf, sondern auch für die Politik.

Der Landeshauptmann litt an einer Verknöcherung des Kehlkopfs und wurde bereits zahlreiche Male operiert. Im Zuge einer Kontrolluntersuchung vor Ostern erfolgte kurzfristig der neuerliche Eingriff. Die Entfernung des Kehlkopfs und das Einsetzen einer Sprechprothese seien schon länger als Option erwogen und nun notwendig geworden, hielt sein Arzt Andreas Dietz damals fest. Das eröffne die Aussicht auf eine vollständige Heilung und eine verbesserte Sprechfunktion.

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