Für Menschen mit Beeinträchtigung ­

Erleichterter Zugang zum „Südtirol Pass free“

Mittwoch, 01. Juli 2026 | 18:09 Uhr

Von: luk

Bozen – Die SVP-Fraktion hat einem Antrag der Opposition zugestimmt, der die Zugangshürde für den kostenlosen „Südtirol Pass free“ spürbar senkt. Bisher bekamen diesen Pass nur Menschen mit mindestens 74 Prozent Invalidität. Künftig reicht eine Schwelle von 67 Prozent – ein wichtiger Schritt für mehr Mobilität und Teilhabe.

Der „Südtirol Pass free“ ist der kostenlose „Südtirol Pass“ für das öffentlich Verkehrsnetz, den bisher Personen mit einer Invalidität von mindestens 74 Prozent erhalten. Diese Schwelle wird nun auf 67 Prozent gesenkt. SVP-Fraktionsvorsitzender Harald Stauder unterstreicht: „Mobilität bedeutet Freiheit – sie ermöglicht soziale Kontakte und die volle Teilhabe am Leben.“ Die von der SVP vorgeschlagenen 67-Prozent-Grenze orientiert sich an der Regelung für den europäischen Behindertenausweis in Italien und setzt so einen fairen Kompromiss.

Auch Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider begrüßt die Neuerung: „Der ‚Südtirol Pass free‘ ist ein Schlüssel für soziale Mobilität. Er hilft Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, ihre Selbstständigkeit zu bewahren und entlastet sie finanziell.“

Landesrätin Rosmarie Pamer kündigt im Rahmen der Debatte zu diesem Beschlussantrag an, in Kürze einen Landesgesetzentwurf vorzulegen in dessen Mittelpunkt „das Lebensprojekt“ der Person mit Behinderung steht: „‘Das Lebensprojekt‘ soll sie dabei unterstützen, ihr Leben möglichst selbstbestimmt zu gestalten und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Teilhabe braucht auch konkrete Möglichkeiten im Alltag. Vor diesem Hintergrund ist auch die heutige Entscheidung, ein wichtiger Schritt. Sie trägt dazu bei, Menschen mit Behinderung mehr Mobilität und damit mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.“

Bezirk: Bozen

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