Von: mk
Brüssel – Der Südtiroler EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann (SVP) hat einen weiteren wichtigen Schritt gesetzt. Am Montag wurde er zum Co-Vorsitzenden des „Agriculture Ministerial Meetings“ der EVP ernannt. In diesem Gremium kommen die der Europäischen Volkspartei angehörigen Agrarminister aus ganz Europa zusammen, um aktuelle Fragen zu diskutieren und gemeinsame Positionen für die Agrarpolitik in der EU abzustimmen. „Derzeit stellt die EVP nicht weniger als elf Agrarminister, unser Netzwerk ist daher ein sehr breites und es freut mich sehr, dass ich mich nun noch intensiver einbringen darf, wenn es um Fragen der Landwirtschaft, der Ernährungssicherheit und des ländlichen Raums geht“, so Dorfmann.
In Österreich, Deutschland, Frankreich, Belgien, Portugal, Luxemburg, Irland, Polen, Schweden, Finnland und Griechenland gehören die amtierenden Landwirtschaftsminister der EVP an. Sie treffen sich regelmäßig zu den „Agriculture Ministerial Meetings“, denen Herbert Dorfmann nun als Co-Vorsitzender vorsteht, und zwar an der Seite der finnischen Agrarministerin Sari Essayah. Diese Funktion kommt zu Dorfmanns Rolle als Agrarsprecher der EVP im EU-Parlament hinzu und stärkt sein Gewicht in der Entscheidungsfindung. „Alle wichtigen Fragen gehen durch unser Agrarministertreffen, deshalb ist es wichtig, dort gehört zu werden“, so der Südtiroler EU-Parlamentarier.
Am Montag haben die Agrarminister Dorfmann in sein neues Amt gewählt, daneben wurden zwei zentrale Themen diskutiert. „Zum einen bereiten uns die steigenden Preise für Energie und Treibstoff, vor allem aber für Düngemittel Sorgen, die eine Folge des Kriegs im Persischen Golf sind“, erklärt der Europaparlamentarier. Beim Treffen der Agrarminister habe man versucht, Wege aus der Krise zu finden und auch mögliche Unterstützungsleistungen für die betroffenen Landwirte diskutiert.
Das zweite zentrale Thema war die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) die 2027 ansteht. „Alle wichtigen Entscheidungen dafür müssen schon im laufenden Jahr getroffen werden, es ist deshalb wichtig, die Positionen der einzelnen Mitgliedsstaaten – soweit möglich – aufeinander abzustimmen, ohne dabei die zentrale Funktion der GAP aus den Augen zu verlieren, nämlich die Ernährungssicherheit in Europa zu garantieren und den ländlichen Raum lebenswert und zukunftsfähig zu halten“, so der frischgebackene Co-Vorsitzende der EVP-Agrarminister.




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