"Wir wollen das enorme Potenzial unserer schönen Heimat nutzen"

Freiheitliche ziehen Bilanz beim Neujahrsempfang in Kaltern

Sonntag, 18. Januar 2026 | 15:28 Uhr

Von: luk

Kaltern – Die Freiheitlichen haben am Samstag zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang ins Vereinshaus von Kaltern geladen. Unter dem Motto “Wir wollen das enorme Potenzial unserer schönen Heimat nutzen” versammelten sich Mitglieder und Funktionäre aus allen Landesteilen, um Bilanz über das vergangene Jahr zu ziehen und politische Schwerpunkte für 2026 zu skizzieren.

Eröffnet wurde die Veranstaltung vom freiheitlichen Generalsekretär Dietmar Zwerger. Grußworte kamen unter anderem vom Tiroler FPÖ-Obmann Markus Abwerzger, der die politische Verbundenheit zwischen FPÖ und Freiheitlichen betonte.

Parteiobmann Roland Stauder und Landesrätin Ulli Mair blickten in ihren Reden auf zwölf Monate freiheitlicher Regierungsbeteiligung zurück. Stauder hob dabei insbesondere Fortschritte bei der Wohnreform sowie Maßnahmen im Bereich Sicherheit und Ortspolizei hervor. Für das kommende Jahr kündigte er an, den Fokus weiterhin auf die deutsche Schule zu legen, die er als “zentralen Pfeiler für den Fortbestand der Volksgruppe” bezeichnete.

Kritisch äußerte sich Stauder zu den gestiegenen Lebenshaltungskosten, zur sozialen Absicherung einkommensschwacher Menschen sowie zur Zuwanderung. Integration sei für die Freiheitlichen “keine Einbahnstraße”, sagte der Parteiobmann und forderte die Einhaltung von Gesetzen und gesellschaftlichen Regeln.

Landesrätin Ulli Mair betonte in ihrem Beitrag den Anspruch der Freiheitlichen auf eine pragmatische und lösungsorientierte Politik. Die von der Landesregierung eingeleiteten Reformen würden sowohl von Fachleuten als auch von Teilen der Bevölkerung positiv bewertet. Zugleich sprach sie die Zusammenarbeit innerhalb der Landesregierung an und verwies darauf, dass die erstmalige Beteiligung einer zweiten deutschen Partei neben der SVP nicht immer spannungsfrei verlaufe. Zudem lobte Mair die von der Regierung Meloni gesetzten Maßnahmen zur Bekämpfung der Kriminalität, insbesondere in den Bereichen Migration und Jugendgewalt.

Im Anschluss stellten Harald Mair und Marco Manfrini vom überparteilichen Verein Noiland das Buch “Kann Südtirol Staat” vor, ein Weißbuch zur staatlichen Eigenständigkeit Südtirols. Begleitend zum Empfang wurde zudem eine Wanderausstellung des Südtiroler Schützenbundes zu den Katakombenschulen gezeigt. Der Neujahrsempfang klang bei einem gemeinsamen Mittagessen aus.

Bezirk: Bozen

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