Von: mk
Meran – Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz der Meraner Exekutive stellte der Stadtrat für Innovation, digitale Transformation und EU-Fonds, Daniele Di Lucrezia, den Medien die wichtigsten Digitalisierungsprojekte vor, die vom Dienst für Informatik und Innovation der Gemeinde Meran dank der Mittel aus dem Nationalen Plan für Wiederaufbau und Resilienz (PNRR) umgesetzt und auf den Weg gebracht wurden.
Es handelt sich um ein umfassendes Maßnahmenpaket, das darauf abzielt, die Stadtverwaltung moderner, zugänglicher und effizienter zu gestalten, die Qualität der digitalen Dienstleistungen für Bürger, Unternehmen und andere öffentliche Verwaltungen konkret zu verbessern sowie die digitalen Kompetenzen in der Region zu stärken.
Mit der Bestätigung aller zehn PNRR-Projekte des Referats für digitale Transformation erzielt die Stadt Meran ein sehr bedeutendes Ergebnis: über 700.000 Euro an eingeworbenen Mitteln, die dazu bestimmt sind, Meran zu einer Stadt zu machen, die im Prozess des digitalen Wandels eine immer wichtigere Rolle einnimmt. Wir sprechen hier nicht von abstrakten Projekten: Einige, wie der DigiPoint, zeigen bereits konkrete und greifbare Auswirkungen für die Bürger*innen; andere, wie die neuen Online-Dienste, werden in den kommenden Monaten voll in Betrieb gehen und den Zugang zu kommunalen Dienstleistungen erheblich vereinfachen. Für uns ist digitale Innovation nicht nur technologisch: Sie bedeutet Verwaltungsvereinfachung, Barrierefreiheit, Inklusion und Qualität der Dienstleistungen. Unser Ziel ist es, die Gemeinde den Menschen näherzubringen, indem wir die Verwaltung zugänglicher, effizienter und besser in der Lage machen, auf die täglichen Bedürfnisse der Gemeinschaft einzugehen. In diese Richtung arbeiten wir. Ein besonderer Dank gilt Frau Dr. Claudia Ruffino und der von ihr geleiteten Dienststelle für Informatik und Innovation, die diesen komplexen Prozess auf administrativer Ebene mit Kompetenz, Sorgfalt und großem Engagement begleitet haben“, bekräftigte der Stadtrat für Innovation und digitale Transformation Daniele Di Lucrezia.
Digitale Benachrichtigungen und Online-Zahlungen
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehört der Beitritt zur nationalen Plattform SEND, die es der Gemeinde ermöglicht, den Bürgerinnen und Bürgern digitale Benachrichtigungen zu versenden, beispielsweise über Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung oder die Einziehung von Vermögenszuwendungen, wobei auch die Möglichkeit zur Online-Zahlung besteht. Der Dienst basiert auf der Nutzung der von den Nutzern angegebenen digitalen Anschrift und ermöglicht eine schnellere, nachvollziehbare und effizientere Verwaltung der offiziellen Mitteilungen.
PagoPA
Im Bereich der elektronischen Zahlungen wurde zudem die Erweiterung der PagoPA-Dienste abgeschlossen, die es heute ermöglichen, zahlreiche kommunale Dienstleistungen einfach und sicher online zu bezahlen, darunter die Ausstellung des Personalausweises, Standesamtdienstleistungen, Einfahrtsgenehmigungen und andere Verwaltungsgebühren über das ePayS-Portal der Südtiroler Einzugsdienste AG.
Kommunale Dienste in der Cloud und überarbeitete Website
Ein weiterer strategischer Schwerpunkt betrifft die Migration von 14 grundlegenden kommunalen Diensten in die Cloud, darunter Demographische Dienste, Protokoll, Buchhaltung, Steuern, SUAP (Einheitsschalter für produktive Tätigkeiten) und SUE (Einheitsschalter für das Bauwesen). Diese Maßnahme ermöglicht eine höhere Datensicherheit, operative Flexibilität, eine Senkung der Infrastrukturkosten und eine bessere Kontinuität der digitalen Dienste. Parallel dazu wurde die institutionelle Website der Gemeinde Meran an die Richtlinien der AGID (Agentur für das digitale Italien) angepasst, mit dem Ziel, ein einfacheres, einheitlicheres und barrierefreies Surferlebnis zu gewährleisten, auch für Menschen mit Behinderungen, unter Einhaltung der Kriterien der Inklusion und Benutzerfreundlichkeit.
Neue Online-Dienste für Bürger und Unternehmen
Dank der Plattform ElixForm hat die Gemeinde zahlreiche Online-Dienste in Betrieb genommen, die es ermöglichen, Anträge und Gesuche direkt von zu Hause aus einzureichen, wie z. B. den Zugang zu Akten, Genehmigungen für die Besetzung öffentlichen Grundes, Eheaufgebote, die Anmeldung im Kinderhort, Behindertenparkausweise und Einfahrtsgenehmigungen. Die Plattform ist in das kommunale Dokumentenmanagementsystem integriert und bildet die Grundlage für die künftige Erweiterung um weitere digitale Dienste. Dieselben Dienste wurden auch über die App IO, die nationale App für öffentliche Dienste, verfügbar gemacht, die es ermöglicht, Benachrichtigungen und Statusaktualisierungen zu Anträgen zu erhalten und, sofern vorgesehen, Zahlungen direkt vom Smartphone aus zu tätigen.
Dateninteroperabilität und nationale Archive
Die Gemeinde Meran ist der Nationalen Digitalen Datenplattform (PDND) beigetreten, welche die Interoperabilität zwischen öffentlichen Verwaltungen fördert. Im Rahmen dieses Projekts wurden Daten von öffentlichem Interesse veröffentlicht und zugänglich gemacht, wie das Amtsblatt, Lizenzen für Zimmervermietungen und Urlaub auf dem Bauernhof sowie nützliche Informationen für den Zivilschutz, wodurch der Datenaustausch zwischen den Behörden verbessert wurde. Zudem wurden das Nationale Digitalarchiv für Personenstandsregister (ANSC), das es den Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, Personenstandsurkunden online zu erhalten, und das Nationale Archiv für Hausnummern und Stadtstraßen (ANNCSU) eingerichtet, das zertifizierte und aktuelle Adressdaten zum Nutzen von Verwaltungen, Bürgern und Unternehmen gewährleistet.
Digitale Inklusion: die DigiPoint
Besonderes Augenmerk wurde auf die digitale Inklusion gelegt, indem die DigiPoints eingerichtet wurden, physische Anlaufstellen mit digitalen Begleitpersonen, die Bürgerinnen und Bürger bei der Nutzung von Online-Diensten unterstützen. Es wurden eine Anlaufstelle im Rathaus und eine auf dem St.-Vigil-Platz eingerichtet, wobei der Dienst später verlängert wurde, um der starken Nachfrage der Bürger*innen gerecht zu werden.

![Colonna_Ruffino_Di_Lucrezia_Zeller[1]](https://media.stncdn.it/960x720/2026/05/colonna-ruffino-di-lucrezia-zeller1-scaled.jpg.webp)


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