Entwicklung des Arbeitsplatzes

Gemeindepersonal Brixen: Deutliche Zunahme an Bewerbungen

Dienstag, 27. Januar 2026 | 11:46 Uhr

Von: mk

Brixen – Die Stadtgemeinde Brixen hat als Arbeitgeberin in den letzten Jahren an flexiblen Arbeitszeitmodellen, an einer modernen Organisation und an klaren Entwicklungsperspektiven gearbeitet. Der Erfolg zeigt sich in den jüngsten öffentlichen Wettbewerben: Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber für Gemeindestellen ist deutlich gestiegen. „Fünf Bewerber für eine Stelle ist in der aktuellen Arbeitsmarktlage ein sehr gutes Ergebnis“, so Monika Leitner, personalverantwortliche Stadträtin, und sie führt es nicht alleine auf die neue Art des Mitarbeiter-Recruitings über Social-Media-Plattformen zurück.

Den Grund darin sieht sie in einer guten Einbindung des Personals bei der Entwicklung des Arbeitsplatzes Gemeinde selbst. Was dieses erwartet, zeigt auch das Audit „Familie & Beruf“, das die Gemeinde Brixen seit mehreren Jahren umsetzt. Neben einer fairen Entlohnung wünschen sich die Brixner Mitarbeitenden vor allem gute Entwicklungsmöglichkeiten, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gesundheitsschutz sowie eine zeitgemäße Organisation. Genau hier setzt die Gemeinde mit einem breit angelegten Maßnahmenpaket an – etwa mit spürbaren Entlastungen im Parteienverkehr durch Ticketsysteme, mit einer neuen Website mit digitalen Bürgerservices, mit mehr Arbeitszeitflexibilität durch die Abschaffung von Kernzeiten am Nachmittag. Mehrleistung und Verantwortung werden innerbetrieblich sichtbar gemacht. Mit einem dezentralen Abkommen wurde die Möglichkeit geschaffen, besondere Leistungen und innovative Ideen gezielt finanziell anzuerkennen.

Ergänzend wird die betriebliche Gesundheitsförderung gestärkt, mit Sportangeboten in der Mittagspause, Obstjause, ergonomischer Bürogestaltung und gesunden Mensa-Angeboten. Auch im Alltag setzt die Gemeinde konkrete Anreize: Durch eine Förderung der Radmobilität mit Fahrrädern und E-Bikes pro Dienstsitz, mit Parklösungen für Mitarbeitende und die Bereitstellung von Kita-Plätzen.

Für die rund 220 Mitarbeitenden ist die Vielfalt an Karrierewegen ein weiterer klarer Vorteil. Die vielen unterschiedlichen Berufsbilder im Gemeindedienst ermöglichen interne Aufstiegsmöglichkeiten, Rollenwechsel und neue Perspektiven.

„Auch das Gehalt ist wichtig. Wer aber davon ausgeht, dass allein die Bezahlung der Schlüssel zu mehr Attraktivität sei,“ sagt Bürgermeister Andreas Jungmann, „der kommt zu falschen Schlüssen.“ „Ziel der Gemeinde ist es, gute Leute zu gewinnen und sie auch zu halten, und das funktioniert nicht mit einer Gießkannen-Logik über das Gehalt allein“, betont er. „Die Maßnahmen, die in den letzten Jahren umgesetzt wurden, tragen viel zur Zufriedenheit unserer Mitarbeiter bei. Das ist schlussendlich der Garant dafür, dass auch die Leistungen des öffentlichen Dienstes stark bleiben, und davon profitieren alle Bürgerinnen und Bürger.“

Bezirk: Eisacktal

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