Von: luk
Brixen – Das Gemeinschaftshaus in Brixen ist als erstes von Südtirol bereits vor einigen Wochen in Betrieb gegangenen. Offiziell eröffnet wurde es 25. Juni mit einem Rundgang durch die Dienste. Das Haus ist eine Weiterentwicklung des bisherigen Gesundheits- und Sozialsprengels und setzt auf enge Zusammenarbeit zwischen Medizin, Pflege und Sozialdiensten.
Symbol für neues Versorgungskonzept nah am Patienten
“Dieses Haus steht für ein neues Versorgungskonzept: nah am Menschen, vernetzt und zukunftsfähig”, betonte Gesundheitslandesrat Hubert Messner. Es sei eine zusätzliche Anlaufstelle, nicht Ersatz des Hausarztes oder der Hausärztin. Mit kleineren dringenden gesundheitlichen Problemen bekomme man rund um die Uhr im Gemeinschaftshaus in Brixen Hilfe und an Wochentagen von 8 bis 20 Uhr auch im Gemeinschaftshaus in Klausen, erklärte Messner. Gleichzeitig verwies er darauf, dass es eine zusätzliche Anlaufstelle sei, in Ergänzung zu Hausärzten und Hausärztinnen, Kinderärzten und Kinderärztinnen. Vor allem sollten die Notaufnahmen der Krankenhäuser entlastet werden. “Entscheidend ist nicht nur das Gebäude, sondern die neue Art, Versorgung ganzheitlich zu denken und zu organisieren”, bekräftigte auch der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebs, Christian Kofler.
“Gewinn für die Stadt Brixen und Umgebung”
Für die Stadt Brixen und Umgebung sei das Gemeinschaftshaus “ein Gewinn”, sagte Bürgermeister Andreas Jungmann. Das neue Gemeinschaftshaus sei ein Ort, an dem die Menschen schnell und unkompliziert passende Hilfe bekommen, die sie brauchen und der auch gut erreichbar sein, so Jungmann. “Im Mittelpunkt steht der Patient und die Patientin, und alle Angebote sind rund um seine Bedürfnisse angeordnet”, bestätigte die Bezirksdirektorin des Sanitätsbetriebs, Elisabeth Montel.
Weitere Anlaufstelle für Patienten mit verschiedenen Gesundheitsdiensten
Im Erdgeschoss des Brixner Gemeinschaftshauses befinden sich eine zentrale Anlaufstelle, eine Hausarztpraxis, ein Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten mit 24-Stunden-Betrieb, Facharztangebote wie Pneumologie und Diätologie, ein Geräteraum sowie Angebote der Krankenpflege mit Wundversorgung und Blutabnahme. Auch Beratung und Terminvereinbarungen werden hier gebündelt. Im zweiten Stock sind weitere Dienste angesiedelt, wie eine wohnortnahe Einsatzzentrale für die Koordination der Versorgung, Angebote für Pflege und Betreuung, ein Dienst für Abhängigkeitserkrankungen, die psychologische Beratung und die Familienberatung sowie Ambulatorien für Hör- und Sprechtests und Augenheilkunde. Weitere Angebote, etwa in der Ernährungstherapie und im Bereich der psychischen Gesundheit, sollen folgen.
Mehrere Verantwortliche des Hauses, darunter Sanitätskoordinatorin Christina Troi, Pflegedienstleiterin Judith Gostner, Verwaltungsleiterin Christine Engl und der Direktor der Sozialdienste Thomas Hellrigl, stellten die neuen Strukturen und Angebote vor. Das Gemeinschaftshaus soll in den kommenden Monaten noch weiter wachsen und sein Angebot schrittweise erweitern, hieß es beim Rundgang.




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