Landesregierung lehnt Anträge ab und greift Idee dann selbst auf

“Gratisstrom? Wenn, dann richtig”

Mittwoch, 21. Juni 2017 | 10:54 Uhr

Bozen – “Nachdem die Landesregierung Anträge der BürgerUnion zur Nutzung des Gratisstromkontingentes für Privathaushalte im Landtag stets abgelehnt hat, greift sie die Idee nun selbst auf und will im Nachtragshaushalt einen entsprechenden Vorschlag einbauen” so der Landtagsabgeordnete Andreas Pöder.

“Allerdings will die Landesregierung den Gratisstrom halbherzig und als Kann-Bestimmung vorsehen.” Pöder fordert eine klare Muss-Bestimmung im Gesetz und auch die volle Nutzung des Gratisstromanteils für Privathaushalte.

“Die Ursprungsidee kam übrigens von der Südtiroler Verbraucherzentrale. Der Art. 13 des Autonomiestatuts sieht folgendes vor: „Bei Konzessionen für große Wasserableitungen zur Erzeugung elektrischer Energie haben die Konzessionsinhaber die Pflicht, den Provinzen Bozen und Trient jährlich und unentgeltlich für öffentliche Dienste und für bestimmte, durch Landesgesetz festzusetzende Verbrauchergruppen 220 Kilowattstunden für jedes Kilowatt konzessionierter mittlerer Nennleistung zu liefern;…“ Dieser Strom wurde jahrzehntelang vom Land selbst für seine Gebäude genutzt. Wird er den Familien zur Verfügung, kann dies eine Entlastung von rund 100 Euro im Jahr bringen”, so Pöder.

Von: luk

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