Houthis kämpfen an der Seite des Iran gegen Israel

Gegenseitige Attacken Israels und des Iran

Montag, 30. März 2026 | 10:59 Uhr

Von: APA/Reuters/dpa

Gut vier Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs setzen Israel und die Islamische Republik ihre gegenseitigen Angriffe weiter fort. Das israelische Militär teilte am Montag mit, dass der Iran mehrere Raketenwellen auf Israel abgefeuert habe. Zum zweiten Mal seit Beginn des US-israelischen Krieges sei auch eine Attacke aus dem Jemen erfolgt. Israels Luftwaffe habe wiederum Teheran angegriffen und dabei militärische Infrastruktur ins Visier genommen.

Bereits in den 24 Stunden bis Sonntagabend seien 140 Luftangriffe auf die Hauptstadt sowie die Mitte und den Westen des Iran geflogen worden, wobei unter anderem Abschussrampen für ballistische Raketen und Lagerstätten getroffen worden seien.

Weitere US-Truppen in der Region eingetroffen

Zuletzt gab es aus den USA erneut widersprüchliche Meldungen zur Entwicklung des Krieges. Präsident Donald Trump hatte erklärt, die USA und der Iran hätten sich “direkt und indirekt” getroffen und die neue iranische Führung sei “sehr vernünftig” gewesen. Gleichzeitig trafen weitere US-Truppen in der Region ein. Trump selbst wollte sich nicht festlegen, wie es weitergehen könnte: “Ich denke, wir werden eine Einigung mit ihnen erzielen, da bin ich mir ziemlich sicher”, sagte Trump am Sonntagabend in Hinblick auf Kontakte zum Iran. “Aber es ist auch möglich, dass wir es nicht tun”, fügte er gegenüber Reportern an Bord seines Regierungsflugzeuges Air Force One hinzu. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hatte Trump am Freitag vorgeworfen, er deeskaliere nicht, sondern sorge für eine weitere Eskalation.

Vergangenen Samstag hatten die mit dem Iran verbündeten Houthi-Rebellen im Jemen erklärt, dass sie sich in den Krieg einschalten wollten. Sie feuerten erstmals Raketen auf Israel ab. Nachdem auch die Hisbollah-Miliz aus dem Libanon angegriffen hatte, rückte Israel in den Süden des Landes vor, was für eine weitere Ausweitung des Krieges sorgt. Kuwait meldete am Montag, fünf mutmaßlich iranische Drohnen abgefangen zu haben.

Pakistan will weiter vermitteln

Die Regierung in Pakistan, die mittlerweile als Vermittler zwischen Teheran und Washington fungieren soll, erklärte, sie bereite sich auf die Ausrichtung “bedeutender Gespräche” in den kommenden Tagen vor. Ziel sei es, den seit dem 28. Februar andauernden Krieg der USA und Israels mit dem Iran zu beenden. Er wirkt sich unter anderem wegen der Sperrung der Straße von Hormuz durch den Iran immer stärker auf die Weltwirtschaft aus. Die Ölpreise stiegen auch am Montag, während die Börsen in Asien hohe Verluste verzeichneten.

Es blieb zunächst unklar, ob die USA und der Iran ihre Teilnahme an den Gesprächen in Pakistan bereits zugesagt hatten. Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf beschuldigte die USA, Botschaften über mögliche Verhandlungen zu senden, während sie gleichzeitig eine Bodeninvasion planten. “Solange die Amerikaner die Kapitulation Irans fordern, lautet unsere Antwort: Wir werden Demütigungen niemals hinnehmen”, erklärte er.

Iran bestätigt Tötung von Marine-Kommandant

Der Iran bestätigte unterdessen die Tötung eines wichtigen Marinekommandanten. In einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Erklärung berichteten die einflussreichen Revolutionsgarden vom “Märtyrertod” ihres Marinekommandanten, Konteradmiral Alireza Tangsiri. Sie bezeichneten ihn als “Kämpfer auf dem Wege Gottes” und “großen Helden”. Er soll infolge schwerer Verletzungen nach einem israelischen Angriff verstorben sein.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Mittwoch erklärt, dass die israelischen Streitkräfte Tangsiri zusammen mit hochrangigen iranischen Marineoffizieren getötet hätten.

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