Spielerische Vermittlung

Italienischer Kindergarten: Mehrsprachigkeit wird weiterhin gefördert

Dienstag, 18. Juli 2017 | 16:49 Uhr

Bozen – An den italienischen Kindergärten wird auch in den kommenden zwei Bildungsjahren die spielerische Vermittlung der deutschen und englischen Sprache gefördert.

Seit dem Jahr 2017 wurde an allen italienischen Kindergärten des Landes neben der Annäherung an die deutsche Sprache und Kultur auch eine Stunde wöchentlich zur spielerischen Vermittlung der englischen Sprache eingeführt. Der didaktische Ansatz an den italienischen Kindergärten orientiert sich somit nicht mehr am Prinzip der Zweisprachigkeit, sondern der Dreisprachigkeit (Italienisch, Deutsch und Englisch).

„Unabhängig von den Sprachkenntnissen, die der künftige Arbeitsmarkt erwartet, besteht das erklärte Ziel dieses Projekts darin, die Identität der Kinder für die Vielfalt zu öffnen“, erklärt der italienische Landesrat für Bildung und Kultur, Christian Tommasini, „auch in den kommenden Jahren wird die Dreisprachigkeit an unseren Kindergärten und Schulen daher weiter gefördert.“

In diesem Sinne hat die Landesregierung auf seinen Vorschlag hin heute einen Beschluss genehmigt, mit dem die Sozialgenossenschaft Alpha & Beta aus Meran beauftragt wird, die Tätigkeit zur Vermittlung der Mehrsprachigkeit an den italienischen Kindergärten in den Bildungsjahren 2017/18 und 2018/19 durchzuführen. Die Gesamtausgabe für diesen Zeitraum beläuft sich auf insgesamt knapp über 1,4 Millionen Euro.

Im Jahr 2017 wurde das Projekt auch auf die englische Sprache ausgeweitet. Damit war es möglich, 172 Kindergartenabteilungen mit 3500 Kindern an 57 Kindergärten im ganzen Land zu erreichen.

Landesrat Tommasini erinnert daran, dass laut den neuesten Untersuchungen das spielerische Erlernen der dritten Sprache besonders nützlich und erfolgreich ist und sich auch positiv auf das Erlernen der Zweitsprache auswirkt. „Außerdem belegen internationale Studien, dass das frühzeitige Lernen von Sprachen auch die Kompetenz in der eigenen Muttersprache stärkt“, erklärt der Landesrat.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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