Dorfliste: „Dürftige Antworten auf Fragen zur Sozialpolitik“

Kaltern: Gemeindeausschuss sagt Nein zum SPRAR-Programm

Mittwoch, 19. Juli 2017 | 10:01 Uhr

Kaltern – Der Gemeindeausschuss von Kaltern hat beschlossen, sich nicht am SPRAR-Programm (Sistem di Protezione per Richiedenti Asilo e Rifugiati) zu beteiligen.

Die Dorfliste hat alle Ausschussmitglieder um präzise Aussagen zu ihrer Haltung zum staatlichen SPRAR-Programm und ihren Bemühungen, geeignete Unterkünfte zu finden, ersucht. Gefragt waren auch Informationen über mögliche finanzielle Einbußen Kalterns und der Grund, warum der Gemeinderat, als oberstes politisches Organ auf lokaler Ebene, nie mit dem Thema „Asylbeantragende“ befasst worden ist.

„Die Antworten fielen äußerst knapp aus: Die Mehrheitspartei beruft sich auf politische Beweggründe, ohne diese zu erläutern, und gibt an, einfach keine Unterkunftsmöglichkeiten zu finden sowie derzeit auch keine finanziellen Einbußen zu befürchten. Eine Pflicht, über das Thema Asylbeantragende im Gemeinderat zu diskutieren, bestünde auch keine. Bemerkenswert sind auch die nur drei Unterschriften auf dem Antwortschreiben, jene der Wirtschaftsvertreter im Ausschuss fehlen gänzlich, obwohl alle Referenten namentlich angeschrieben worden sind. In Kaltern wird offensichtlich die institutionelle Aufgabe mit Parteipolitik verwechselt, wenn nicht gar ersetzt. Die Vertreterinnen der Dorfliste sind von den Kalterer Entscheidungsträgern sehr enttäuscht, die so sicher nicht die Interessen aller Kaltererinnen und Kalterer vertreten“, erklärt die Dorfliste in einer Aussendung.

Von: mk

Bezirk: Überetsch/Unterland

Kommentare

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8 Kommentare auf "Kaltern: Gemeindeausschuss sagt Nein zum SPRAR-Programm"


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Antivirus
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Tratscher
1 Monat 17 h

Respekt 👌👌👍👍👍👍

erika.o
erika.o
Tratscher
1 Monat 18 h

Mutig der Kalterer Gemeindeausschuss !!! Respekt !!!!
Sollen die Vertreterinnen der Dorfliste doch eine geheime Abstimmung organisieren , dann wissen sie es genau wieviele Dorfbewohner auf wessen Seite stehen.
Ich denke die große Mehrheit isch gscheide ginui .

Ralph
Ralph
Tratscher
1 Monat 17 h

Kaltern soll sich ein Beispiel an Eppan nehmen!
Dort sind die Migranten bestens in die Dorfgemeinschaft integriert und frischen das Dorfbild auf!
Das nennt man gelebte Solidarität!

gruessgott
gruessgott
Neuling
1 Monat 11 h

wollt 2-3 daumen nach unten drücken
isch leider nett gongen

Staenkerer
1 Monat 17 h

guat so das amoll dorfväter curage zoagn! i glab nit das es viele dörfler gib de mit der entscheidung nit einverstondn sein!

witschi
witschi
Universalgelehrter
1 Monat 19 h

auch die casapound brüder haben gestern in tretbooten mit fahnen uns rauchkerzen gegen das zentrum in kaltern demonstriert

Calimero
Calimero
Tratscher
1 Monat 17 h

Die Bürger jeder Gemeinde sollten abstimmen, ob Ja oder Nein zum SPRAR – Programm.

knedlfanni
knedlfanni
Grünschnabel
1 Monat 18 h

in olle konnsches nie recht mochen, liebe dorfliste 😉 🙈🙊

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