STF verweist auf Umfrage

Klimakrise wird zur Psychokrise

Mittwoch, 03. Januar 2024 | 12:08 Uhr

Bozen – „Klimaangst: Kollektives Anliegen erreicht die Psychotherapie“ – so titelt die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde auf ihrem Dezemberkongress in Berlin. Inzwischen wird bereits von „Ökologischer Psychiatrie“ gesprochen. Dr. Andreas Tutzer von der Süd-Tiroler Freiheit plädiert für eine Umweltpolitik ohne Panikmache.

„Begriffe lösen Emotionen aus. Einige Begriffe können Angst, Schrecken und Sorge auslösen. Die Psychologie und Psychiatrie müssen sich zunehmend mit dem Thema Klimakrise und den Folgen auf die psychische Gesundheit beschäftigen. Was aus den Medienberichten zur Klimakonferenz, den Klimaaktivisten und den Grünen Parteien nicht hervorgeht, ist die Auswirkung des Ökotrends auf die geistige Gesundheit der Klimaschützer“, betont Tutzer.

Dr. Tutzer, Arzt und Mitglied im Hauptausschuss der Süd-Tiroler Freiheit, berichtet über ein aktuelles medizinisches Thema. Aus einer auf dem Kongress vorgestellten europäischen Umfrage geht hervor, dass bei mehr als 45 Prozent der Befragten die Emotionen rund um die Begriffe Klima, Ökologie, Klimakrise und Klimawandel zu Traurigkeit, Angst, Machtlosigkeit und Schuldempfinden führen und dadurch zu einer Beeinträchtigung des Alltagslebens und der Alltagsfunktionen.

„Die mediale und grün-politische Macht zur Lenkung der kollektiven Meinung ist sich den Folgen nicht bewusst, die auf psychosozialer Ebene wirken“, gibt Dr. Tutzer zu bedenken. Die Süd-Tiroler Freiheit verfolge eine Klimapolitik frei von Panik- und Angstmache. „Auf Grundlage wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse soll ein ökologischer Wandel erfolgen, der sich den regionalen Bedürfnissen anpasst, der lokale Unterschiede berücksichtigt, der der Gesellschaft die notwendige Anpassungszeit gibt und keine emotionalen Krisen auslöst“, unterstreicht Tutzer.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare
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Universalgelehrter
2 Monate 1 Tag

Wer angesichts der wissenschaftlich erhärteten, katastrophalen Prognosen für unsere Welt hin, keine Angst bekommt, muss schon sehr abgebrüht sein. Ob die Angst dann zur Lähmung führt, oder Verhaltensänderungen auslöst, hängt dann davon ab, als wie wirkmächtig man sich empfindet.
Wenn freilich alle so weitermachen, wie bisher und das Problem in der Angst gesucht wird und nicht in dem, was sie auslöst, wird alles nur schlimmer werden.
Also bitte baut konkret eure Reschenbahn oder tut sonst etwas für den Klimaschutz, aber schießt nicht auf die Boten!

magg
magg
Superredner
2 Monate 1 Tag

Eigentlich ist dies wieder nur ein Blablabla, es wird versucht eine Problematik schön zu reden, ohne konkretes zu sagen. Es wäre viel weniger Panik rund um das Thema Umwelt, wenn die Politiker statt heiße Luft zu produzieren, endlich handeln würden. Jedes Kind weiß, dass etwas getan werden muss und was tun die Politiker? Sie “verschlafen” alles, weil sie panische Angst haben die Poltrona zu verlieren.

Sosonadann
Sosonadann
Superredner
2 Monate 1 Tag

ZITAT: „Auf Grundlage wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse soll ein ökologischer Wandel erfolgen, der sich den regionalen Bedürfnissen anpasst, der lokale Unterschiede berücksichtigt, der der Gesellschaft die notwendige Anpassungszeit gibt und keine emotionalen Krisen auslöst“

Das sind doch Sprüche, wie man sie in Deutschland aus der CDU/CSU, der FDP und der AFD hört.
Emotionale Krisen darf es auch heute nicht geben. Aber nach 50 verplemperten Jahren drängt die Zeit!
Lass uns in Ruhe nachdenken und dann sachte handeln, hätte 1990 funktioniert. Man hat es aber nicht gemacht!

Faktenchecker
2 Monate 1 Tag

Warum verbreitet er Panik?

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