Umsetzungsplan zum Bau von Zuginfrastrukturen unterzeichnet

Land-RFI: Große Bahnprojekte für Südtirol auf den Weg gebracht

Freitag, 12. April 2019 | 15:23 Uhr

Bozen – „Durch bessere Infrastrukturen machen wir das Bahnfahren attraktiver und verbinden Südtirol lokal, regional und international“, betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher. Er hat heute am Bahnhof in Bozen gemeinsam mit dem Vertriebsdirektor für den RFI-Netzbetrieb Nord Ost, Carlo De Giuseppe, das Umsetzungsprogramm für die großen Südtiroler Bahnvorhaben unterzeichnet.

Darin sind die nächsten Schritte Richtung Ausschreibung der Arbeiten abgesteckt. Nach den Machbarkeitsstudien und der Erstellung der Vorprojekte startet das Programm RFI-Land damit in die finale Planungs- und Genehmigungsphase. „Bahnfahren soll zeitsparender, bequemer und günstiger werden als die Fahrt mit dem eigenen Auto.

Deshalb brauchen wir landesweit passende Infrastrukturen, die attraktive Verbindungen und Bahnangebotemöglich machen“, betonte der Landeshauptmann. So sollen Züge landesweit jede halbe Stunde fahren und jene auf den Hauptlinien zu den Stoßzeiten sogar jede Viertelstunde, sagte Kompatscher. Die Bahn bilde das Rückgrad für den öffentlichen Nahverkehr und die Busse seien die kapillaren Verbindungen in die Dörfer, beschrieb der Landeshauptmann das Mobilitätskonzept des Landes. Die neuen Bahninfrastrukturen würden somit eine Verbesserung der gesamten Mobilität in Südtirol bringen, hob Kompatscher hervor.

„Südtirol ist ein Land, das in punkto Mobilität die Zukunft vorwegnimmt“, betonte De Giuseppe. Bereits innerhalb von zwei Jahren würde es die ersten die Baustellen für die Umsetzung der Vorhaben geben, sagte der RFI-Vertreter. „Insgesamt sind derzeit 105 Millionen Euro von Seiten der RFI bereitgestellt, 55 Millionen Euro für die Rigger Bahnschleife und 50 Millionen Euro für den Virgl-Bahntunnel – hinzu kommen noch vier Millionen Euro für die Planung der Gleispotenzierung Bozen-Meran für die STA“, erläuterte De Giuseppe.

„All unsere Vorhaben zielen auf mehr Lebensqualität in Südtirol und somit auf eine neue Mobilität, die gesundheits- und umweltverträglich ist und die Menschen verbindet bis in die Dörfer hinaus“, betonte Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.

Ein endgültiges Projekt vorgelegt wird laut Alfreider noch innerhalb des kommenden Jahres für die Riggertalschleife als direkte Anbindung der Pustertaler Bahnlinie an die Brennerbahnlinie. „Die 3,8 Kilometer lange Riggertalschleife mit Bahnbrücke und den neuen Bahnhöfen Schabs und Vahrn wird den Fahrgästen eine Zeitersparnis von 14 Minuten bringen“, sagte Alfreider. Er verwies auch auf den zum Projekt gehörenden neuen Gleisplan der den Brixner Bahnhof zu einem Mobilitätsknoten für den Nahverkehr macht. Hierfür soll das endgültige Projekt 2019 stehen.

Bis Ende 2019 soll auch die Planung für die unabhängige Einfahrt der Linie Meran-Bozen im Virgltunnel abgeschlossen sein worauf die funktionale Ausschreibung folgen kann. „Durch den 1,2 Kilometer langen dreigleisigen Tunnel können die Züge der Linie Meran – Bozen zukünftig ohne Kreuzungspunkt mit der Brennerlinie in den Bahnhof Bozen einfahren. Die Fahrzeit vom Bahnhof Bozen bis zum neu zu bauendenMobilitätsknoten Sigmundskron beträgt dann nur mehr sechs Minuten“, erklärte Alfreider.

Starten können heuer zudem die Planungen für den zweigleisigen Ausbau der Bahnlinie Meran-Bozen, um mehr Kapazität und Schnelligkeit, also eine Fahrzeit von nur 26 Minuten, zu erreichen. Als erstes wird laut Alfreider der Abschnitt Bozen – Terlan zweigleisig ausgebaut.

Wie der Präsident der Südtiroler Transpoststrukturen AG STA, Martin Ausserdorfer, berichtete, wird nun ein Arbeitstisch mit Vertretern von RFI, Land und STA eingesetzt, um die Planungen der Bahnvorhaben zu begleiten und so rasch wie möglich umzusetzen.

Tauber: Wichtiger Schritt zur Entlastung der Straßen

Landtagsabgeordneter Helmut Tauber begrüßt den nun unterzeichneten Umsetzungsplan zum Bau von Zuginfrastrukturen als wichtigen Schritt zur Entlastung der Straßen.
“Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen Land und Bahninfrastrukturbetreiber RFI wurde eine weitere technisch-politische Weichenstellung für den Bau von Bahninfrastrukturen in Südtirol vorgenommen.” Bei den im Umsetzungsplan enthaltenen Projekten handelt es sich um die Bahnschleife im Riggertal, den Virgltunnel für die unabhängige Einfahrt der Meraner Linie nach Bozen, den zweigleisigen Ausbau der Bahnlinie Meran-Bozen und den neuen Gleisplan für den Bahnhof Brixen.

Tauber zeigt sich erfreut, dass es endlich in die Umsetzungsphase dieser lange geplanten und unbedingt notwendigen Projekte geht. „Diese Projekte sind Meilensteine für die Realisierung einer modernen Mobilitätsinfrastruktur in unserem Land. Damit kann der öffentliche Verkehr potenziert werden und die Verlagerung eines Teils des Verkehrs auf die Schiene gelingen. Wir verbessern dadurch die Lebensqualität gleich in zweifacher Weise: Wir schaffen ein größeres und bequemeres Angebot im öffentlichen Nahverkehr und verringern den Verkehr auf den Straßen. Beides kommt allen Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes zugute“, ist Tauber überzeugt.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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7 Kommentare auf "Land-RFI: Große Bahnprojekte für Südtirol auf den Weg gebracht"


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sigi
sigi
Grünschnabel
13 Tage 22 h

Es ist sehr positiv, dass die Bahnstrecken ausgebaut werden. Dennoch müssen noch viele weitere Maßnahmen getroffen werden. Es kann nicht sein, dass man zwischen Meran und Bozen 45min braucht. Diese Zeit ist sogar mit einem Fahrrad zu toppen. Das selbe gilt zwischen Brenner und Bozen. Auch ein Regionalzug sollte im Jahr 2019 imstande sein min. 150km/h fahren zu können, wohlbemerkt ohne zusätzlicher Lärmbelästigung.

elmar
elmar
Superredner
13 Tage 19 h

wäre sicher eine gute Sache…aber wie war das mit der Post? Da hat ja auch unser LH verhandelt und was ist raus gekommen….

MickyMouse
13 Tage 8 h

N I X !!!!! Im gegenteil,wird immer schlimmer!!!!

One
One
Tratscher
13 Tage 11 h

Jetzt hat man ihm den Flughafen genommen, nun macht er sich über die Bahn her. Sollte auch privatisiert werden. Der LH sollte sich um wichtigere Dinge kümmern und nicht Zeit haben, am schönsten Nachmittag, am Bahnhof rumzuschwafeln. Arbeiten, arbeiten, arbeiten.

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
13 Tage 9 h

Die Herren haben leicht lachen, sie haben alle ein Dienstauto 🤔
Grosse Worte, schauen wir mal wann die Taten folgen werden, denn über diese Ziele redet man schon seit Jahren.
Übrigens. Auf der Bahnlinie Bozen-Meran gäbe es weniger Verspätungen, wenn man endlich den Bahnhof Siebeneich ausbauen würde, damit die Züge dort auch kreuzen könnten, anstatt in Sigmundskron bis zu 10 Minuten auf den Zug aus Meran warten zu müssen. Eine Übergangslösung die im grossen Plan von zwei Gleisen ja dann integrierbar ist.

Savonarola
13 Tage 15 h

Was gibt es da zu lachen?
Wie ist es um das Bozner Bahnhofsareal bestellt?

Kompi
Kompi
Grünschnabel
13 Tage 9 h

Auser schön zu lächeln und schöne Sprüche klopfen , wirds nichts werden. 📣📣📣📣📣📣📣📣📣📣📣📣📣📣

Es sind ja bald Wahlen und da ist jedes Mittel recht.
🔇🔇🔇🔇🔇🔇🔇🔇🔇🔇🔇🔇🔇🔇

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