Bilanz und Ausblick auf EU-Förderperiode

LEADER Aktionsgruppen treffen EU-Parlamentarier Dorfmann

Montag, 09. Februar 2026 | 09:10 Uhr

Von: Ivd

Bozen – Vor Kurzem trafen sich die Vertreter der sechs Lokalen Aktionsgruppen Südtirols mit Europaparlamentarier Herbert Dorfmann zum Austausch über das bisher Erreichte und zum Ausblick auf die Zukunft von LEADER in der EU-Programmperiode 2028-2034. Anlass der Aussprache war der offizielle Abschluss der Förderperiode 2014-2022, die mit 31.12.2025 offiziell beendet wurde. Zugleich bot sie die Gelegenheit, ausgewählte Projekte vorzustellen, die in den LEADER-Gebieten erfolgreich umgesetzt wurden und beispielhaft für die nachhaltige Entwicklung der Regionen stehen.

LEADER ist bekanntlich die Förderschiene der EU für die Entwicklung der strukturschwachen ländlichen Gebiete. In diesem Sinne betreuen die sechs Lokalen Aktionsgruppen folgende LEADER-Gebiete: Südtiroler Grenzland, Vinschgau, Sarntaler Alpen, Eisacktaler Dolomiten, Wipptal und Pustertal. Insgesamt kamen in der abgelaufenen Förderperiode 73 Südtiroler Gemeinden mit knapp 178.000 Einwohnern in den Genuss der LEADER-Förderung.

Die Koordinatoren der LEADER-Gebiete konnten dabei auf eine durchaus erfolgreiche Bilanz verweisen: insgesamt wurden in den sechs LEADER-Gebieten 221 Projekte erfolgreich umgesetzt. Zusätzlich wurden zehn Kooperationsprojekte zwischen den LEADER-Gebieten realisiert. Insgesamt wurde eine Beitragssumme von knapp 23 Mio. Euro an die verschiedensten Begünstigten und die bereitgestellten Mittel (fast) zur Gänze, nämlich zu 97 Prozent ausbezahlt.

Derzeit befinden sich die genannten sechs LEADER-Gebiete mitten in der Umsetzung der Förderperiode 2023-2027, die bereits Ende kommenden Jahres einen ersten Abschluss finden wird.

Durch das LEADER-Programm erhalten zahlreiche ländliche und strukturschwächere Gebiete Südtirols gezielt Zugang zu europäischen Fördermitteln. Damit werden lokale Akteure wie beispielsweise Gemeinden, Vereine, Betriebe und Initiativen dabei unterstützt, bedarfsorientierte Projekte zur Stärkung des ländlichen Raums umzusetzen, besonders in den Bereichen Daseinsvorsorge, regionale Wertschöpfung, Innovation, nachhaltiger Tourismus, kulturelle Identität und Kooperation. LEADER trägt so zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung, zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen sowie zur nachhaltigen und innovativen Entwicklung des ländlichen Raums bei und leistet einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit der Südtiroler Gemeinden.

EU-Abgeordneter Dorfmann unterstrich die Wichtigkeit der Förderung des ländlichen Raums im Rahmen der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik. „Ich habe die Gruppe über den Mehrjährigen Finanzhaushalt 2028 bis 2035 informiert. LEADER ist dabei ein wichtiges Element der regionalen Entwicklung. Noch innerhalb dieses Jahres 2026 wird im Europäischen Parlament entschieden, wie es mit der Regionalpolitik und damit auch mit LEADER weitergeht. Für mich ist es eine klare Priorität, dass LEADER ein Element der europäischen Politik bleibt“, betont EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann.

Bezirk: Bozen

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