Ayatollah Ali Khamenei starb am 28. Februar

Leichnam Khameneis in Qom eingetroffen

Montag, 06. Juli 2026 | 20:52 Uhr

Von: APA/AFP

Der Leichnam des früheren iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei ist vor einem für Dienstag geplanten weiteren Trauerzug in der schiitischen Gelehrtenstadt Qom eingetroffen. Dies berichtete Montagabend das iranische Staats-TV in Onlinediensten, wobei es Fotos eines Hubschraubers mit Khameneis Leichnam bei der Landung in Qom zeigte. Zuvor hatte am Montag eine große Menschenmenge die Straßen Teherans gesäumt, als Khameneis Sarg durch die Hauptstadt gefahren wurde.

Schwarz gekleidete Trauernde warfen Blütenblätter auf den Sarg, der auf der offenen Ladefläche eines Lastwagens transportiert wurde. Außerdem skandierten die Menschen Parolen gegen die USA und Israel. “Wir wollen kein Abkommen, wir wollen den Kopf von Trump”, riefen Teilnehmer des Trauerzuges. Der Trauerzug in Teheran dauerte rund zehn Stunden und führte über eine Strecke von 20 Kilometern. Das Staatsfernsehen sprach von Millionen Teilnehmern.

Nach Angaben des Leiters der Rettungsdienste, Jafar Miadfar, wurden 34.000 Teilnehmer medizinisch versorgt. Todesfälle wurden zunächst nicht gemeldet. Bei Temperaturen von mehr als 35 Grad wurden Teilnehmer mit Wasser besprüht, zudem wurden Getränke und Essen ausgegeben.

Khamenei war am 28. Februar, dem ersten Tag des US-israelischen Krieges gegen den Iran, bei einem Angriff auf seine Residenz in Teheran getötet worden. Er hatte das klerikale System im Iran seit 1989 geführt. Nach der Prozession in Qom soll Khameneis Sarg am Mittwoch in schiitische Heiligtümer im Irak gebracht werden. Die Beisetzung ist am Donnerstag in Khameneis Heimatstadt Mashhad im Nordosten des Iran geplant.

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