Natürliche Immunität als wertvolle Ressource

Leiter Reber: „Antikörper endlich berücksichtigen!“

Montag, 26. April 2021 | 15:46 Uhr

Bozen – Wer während einer Corona-Virus ausreichend Antikörper und Gedächtniszellen entwickelt, hat – ähnlich einer Impfung – im Falle einer Neuinfektion ein geringeres Risiko auf einen schweren Krankheitsverlauf. Dass diese natürliche Immunität von der Landesregierung noch immer nicht ausreichend berücksichtigt wird, sorgt bei den Freiheitlichen für Unverständnis. „Seit Monaten weisen wir darauf hin, dass hier eine riesige Ressource ungenutzt bleibt. Bis zu einem Drittel der Südtiroler könnte bereits über genügend Antikörper verfügen“, betont Parteichef Andreas Leiter Reber. Er fordert die Landesregierung auf, ihren Fokus nicht ausschließlich auf die Infektionszahlen zu richten, denn „ob geimpft und ungeimpft werden wir uns auch weiterhin infizieren. Die natürliche Immunität hilft jedoch Impfstoffe zu sparen, schwere Verläufe zu minimieren und dadurch die unseligen Lockdowns und die derzeitigen Einschränkung unserer Grundfreiheiten endlich einzustellen“, so Leiter Reber.

„Auch wenn zuletzt im Zusammenhang mit dem Südtiroler Corona-Pass von einer Anerkennung der Immunität und einer Gleichstellung der Genesenen mit Geimpften die Rede ist, werden Antikörper und die natürliche Immunität noch immer stiefmütterlich behandelt. Nur jene, welche einen beim Sanitätsbetrieb registrierten positiven PCR-Test vorweisen können, der nicht älter als sechs Monate sein darf, werden den geimpften Personen gleichgestellt. Die Dunkelziffer der sich bereits infizierten Südtiroler ist jedoch um ein Vielfaches höher als die Zahl der offiziell mit PCR-Test registrierten“, so Leiter Reber.

„International gehen Experten davon aus, dass es im Schnitt vier bis fünfmal so viel Infizierte gibt wie in den offiziellen Statistiken erfasst. Bei heute 46.790 mittels PCR-Test positiv getesteten wären dies 187.000 bis 280.000 unwissentlich infizierte Südtiroler. Im besten Falle hätte also bereits die halbe Bevölkerung genügend Antikörper gebildet und damit – ähnlich einer Impfung – bei einer Neuinfektion ein geringes Risiko auf einen schweren Verlauf“, so der F-Obmann.

„Wenn halb Europa – und Südtirol ganz besonders – Unsummen fürs Testen ausgibt, unsere Regierungen ihren Fokus beratungsresistent aufs Testen und die Bewegungseinschränkungen lenken und dabei das restliche Gesundheitswesen zu vernachlässigen scheinen, warum gibt es dann nicht schon längst ein freiwilliges Antikörper-Testangebot? Warum wollen die Regierungen in Rom und Bozen nicht Impfstoffe sparen um sie schneller den Risikogruppen zur Verfügung stellen und warum sollen sich bereits Immune zusätzlich impfen lassen?“, fragt sich Leiter Reber.

„Um schnellstmöglich die Herdenimmunität zu erreichen und zur völligen Normalität zurückzukehren, ist es wichtig, diese wertvolle Ressource sinnvoll zu nutzen. Mit dem Einsatz von Antikörpertests können Impfdosen gespart und so gezielt für priorisierte Risikogruppen eingesetzt werden. Die erneut forcierte landesweite Testaktion müsste dafür einfach um einen Antikörpertest erweitert werden, was logistisch ohne weiteres machbar wäre“, so Leiter Reber abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "Leiter Reber: „Antikörper endlich berücksichtigen!“"


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Finka
Finka
Neuling
12 Tage 8 h
Nach Auskunft bei der Sanität habe ich keinen Anspruch auf einen grünen Pass, da ich im System nicht als Genese aufscheine.Ich hatte eine Covid Infektion, ging aber nicht offiziell testen sondern stellte sie zu Hause mit einem Schnelltest fest. Ich habe mich auf eigene Kosten zwei Mal einem Antikörper Tests aus dem Labor unterzogen und kann an Hand dieser Tests eindeutig Antikörper vorweisen ! Dennoch werde ich nicht als Genese anerkannt! Ich nehme an , dass viele Südtiroler/innen in der selben Situation sind . Ich bitte die zuständigen Politiker und den Direktor der Sanität diesen Missstand so schnell wie möglich… Weiterlesen »
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Superredner
12 Tage 7 h

“Selbst schuld, kein Mitleid”, würde ich da spontan sagen. Was hat Sie dazu getrieben eine meldepflichtige Krankheit für sich zu behandeln, nachdem Sie diese laut eigener Aussage mit einem nicht zum Eigengebrauch zugelassenen Test ermittelt hatten?

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Superredner
12 Tage 7 h

“für sich zu behalten”, soll das heißen,

querdenkerin
querdenkerin
Grünschnabel
11 Tage 14 h

@info
Auch ich habe Antikörper, hatte aber nie Symptome und wurde somit nicht registriert. Finde es schade, dass man da den grünen Pass nicht bekommt.

info
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Superredner
11 Tage 13 h

Ja, schade kann man das ja finden. Aber Ihr Fall ist grundsätzlich anders gelagert, als der von Finka geschilderte. Bis zur Impfung heißt es nun halt auch für Sie alle 4 Tage testen, ich hoffe Sie haben eine geeignete Möglichkeit dazu in Ihrer Nähe.

info
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Superredner
12 Tage 10 h

Hier spricht medizinisches Unverständnis. Die gängigen Antikörpertests sind nicht dazu geeignet, eine Immunität nachzuweisen und die Dunkelzifferbehauptung gilt für Zeiten/Orte, an denen wenig getestet wurde,
Abseits vom medizinischen machen sich hier die Freiheitlichen außerdem zum Sprachrohr der “Schlauen”, die sich auch bei Symptomen nicht haben testen lassen, sondern munter die Pandemie voran getrieben haben. Ist halt die üblich schräge Auffassung von “Freiheit”, die wir von dieser Partei schon gewohnt sind.

Frank
Frank
Superredner
11 Tage 9 h

“Die gängigen Antikörpertests sind nicht dazu geeignet, eine Immunität nachzuweisen”

Das steht im offiziellen Testergebnis allerdings anders geschrieben und auch Ärzte sind der Meinung, natürliche Immunität ist sicherer, als Impfen. Was nicht heißt, daß ich etwas gegen das Impfen habe, im Gegenteil, ich hätte lieber auf die Erkrankung verzichtet.

Meranerin
Meranerin
Grünschnabel
12 Tage 10 h

Ja und das Schlimmste ist, wenn man von corona genesen ist und jetzt umsonst wartet, dass die Sanität eine Bestätigung ausstellt. Ich bettle nun seit Freitag mir die Genesungsbestätigung zu mailen, aber die sind total disorganisiert. Ich kann also noch immer nicht von den Lockerungen profitieren, bis ich nicht das Stück Papier erhalte. Beschämend!!!!

info
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Superredner
12 Tage 7 h

Das klappt sicher rasch mit der Bestätigung, haben Sie doch einfach ein wenig Verständnis dafür, dass es in den ersten Tagen zu Überlastungen kommt. Wenn Sie die grüne Bescheinigung dringend brauchen, können Sie sich ja unterdessen ein mal testen.

Frank
Frank
Superredner
12 Tage 8 h
Schön und gut, aber die Antikörper werden wieder abgebaut, egal, wie viele man nach der Genesung hat. Normal sind unmittelbar danach 300-500 pro ml, wie mir mein Arzt sagte, und die werden wieder relativ schnell weniger. Immerhin, ich habe reichlich Vorrat gebunkert. 😉 Als der Arzt mein Testergebnis gesehen hat, ist er fast vom Stuhl gefallen, 1360/ml 3 Wochen nach Genesung, hat er noch nie gesehen. Trotzdem muß ich alle 3 Monate wieder zum Test, um den Zeitpunkt zu ermitteln, wann ich geimpft werden darf/sollte. Momentan bin ich durch die enorme Menge an Antikörpern laut ihm allerdings deutlich besser als… Weiterlesen »
algunder
algunder
Superredner
12 Tage 7 h

jo wou seits denn olleweil???
jetz wenn menn enk braucht härt menn vi enk gor nicht
soulongsom kimp mir der gedonke dass es kuan bissl besser seits als de edel vernatsch partei!
wocht auf und mocht enkre orbet

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00
Tratscher
12 Tage 10 h

Der F-achmann mit seinen tollen Aussagen. Ein Buderocker für alle Fälle

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