"Was ist soziale Gerechtigkeit?"

Leitner: „Pflegeberufe verdienen einen höheren Stellenwert“

Freitag, 13. Juli 2018 | 12:39 Uhr

Bozen – Das Arbeitsförderungsinstitut (AFI) hat mit zwei jüngsten Studien auf Problembereiche hingewiesen, die künftig in der Politik eine zentrale Rolle einnehmen werden. Zum einen geht es um die Pflegeberufe, zum anderen um die Leistungen des Wohlfahrtsstaates.

„Es besteht kein Zweifel darüber, dass infolge der demographischen Entwicklung für die Pflege mehr Haushaltsmittel notwendig werden. Bekanntlich besteht in Südtirol die grundsätzliche Ausrichtung nach einer steuerfinanzierten Regelung, derzeit rund 200 Millionen Euro jährlich. Was bisher jedoch sträflich vernachlässigt wurde, ist eine angemessene Behandlung der Pflegekräfte. Laut AFI leiden über 30 Prozent an Burnout, weil sie überfordert sind. Eine bessere Bezahlung sowie eine notwendige Entlastung sind vordringlich und der Rückgriff auf ausländische Pflegekräfte darf nicht zur Regel werden. Gerade ältere Menschen haben ein Recht darauf, in ihrer Muttersprache versorgt zu werden“, so der freiheitliche Ehrenobmann Pius Leitner in einer Aussendung einleitend.

„Was die Aufrechterhaltung des Wohlfahrtsstaates anbelangt, so sind die Wünsche der Arbeitnehmer naheliegend und verständlich. Vordergründig geht es wieder um die Pflege und das Gesundheitssystem, das in öffentlicher Hand bleiben soll. Allerdings fehlt mir ein Ansatz, im Gesundheitsbereich auch private Elemente einzubauen ohne eine Zweiklassenmedizin zu fördern. Ein Abbau der unzumutbaren Wartezeiten bei Vorsorgeuntersuchungen könnte dadurch beschleunigt werden. Entscheidend ist, dass alle Bürger Zugang zu den Leistungen haben“, so Leitner.

„Wenn jeder sechste Südtiroler ohne Sozialhilfe armutsgefährdet ist, so spricht dies nicht für eine gute Politik. Wenn Sozialleistungen in diesem Ausmaß zu einem wesentlichen Teil des Einkommens werden, läuft etwas falsch. Wie wäre es mit steuerlichen und bürokratischen Entlastungen? Die EEVE hat nicht für mehr Gerechtigkeit gesorgt, sondern den Unmut gesteigert. Ein gutes Sozialsystem setzt eine gute Wirtschaftslage voraus. Südtirol steht wirtschaftlich sehr gut da, weshalb die Gewinne auch angemessen an die arbeitende Bevölkerung weitergegeben werden müssen. Territoriale Tarif- und Kollektivverträge sind dringend notwendig“, so Pius Leitner abschließend.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "Leitner: „Pflegeberufe verdienen einen höheren Stellenwert“"


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Spitzpassauf
Spitzpassauf
Tratscher
7 Tage 10 h

Die Leute in Pflegeberufen leisren echt super Arbeit, die nicht jeder machen kónnte.man sollte ihnen viel mehr respekt entgegenbringen und ausserdem sollten sie viel besser bezahlt werden.

thomas
thomas
Universalgelehrter
7 Tage 6 h

der Lohn passt schon. An der Arbeitseinstellung fehlt es aber bei manchen!

Rosenrot
Rosenrot
Neuling
7 Tage 7 h

Ich habe für meine Großmutter eine Pflegekraft gesucht, 5 Tage in der Woche. Die Südtirolerinnen waren nur von Montag bis Freitag zu haben, die Pflegekräfte aus dem Ausland waren auch bereit, jedes 2. Wochenende die Pflege zu gewährleisten, dafür Montag und Dienstag frei. Ich habe mich für eine Ausländerin entschieden und es nie bereut. Viele unserer Pflegekräfte kann man schlicht und einfach vergessen, das Wort “Flexibilität” scheinen die nicht zu kennen. Ich kenne ziemlich einige, die dieselbe Erfahrung gemacht haben.

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
7 Tage 4 h

na gott sei dank .
das wichtigste ist dass du zufrieden bist.

flexibilität ist immer gut , solange es nur die anderen trifft ,gell

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
7 Tage 4 h

es werden burokraten eigestellt  und an pfleger gespart

Steinbock 1
Steinbock 1
Grünschnabel
6 Tage 16 h

es ist zuviel Bürokratie u die von oben die Vorgesetzten bekommen vielzuviel gehalt u Leistung Premie u.s.w dann wird bei den Pflegern gespart u müssen vielmehr leisten

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