"Tundo genauestens prüfen"

Locher: “Lokaler Schülertransport muss Sache der Gemeinden werden”

Freitag, 28. August 2020 | 12:17 Uhr

Bozen – Nachdem das süditalienische Unternehmen Tundo die Ausschreibung für den Schülertransport der kommenden drei Jahre gewonnen hat, gehen im Südtiroler Landtag die Wogen hoch. SVP-Landtagsabgeordneter Franz Locher übt Druck auf die Landesregierung aus und bekundet, “dass es nicht sein kann, dass neben der Milch und den Behindertentransport, schon wieder ein Auftrag an eine außerhalb der Region ansässige Firma vergeben wird.”

Das süditalienische Unternehmen “Tundo“ übe bereits derzeit den Behindertentransport in Südtirol aus. “Leider punktet das in Lecce ansässige Unternehmen immer wieder mit negativen Schlagzeilen und es hagelt andauernd unzählige Beschwerden seitens der Bevölkerung. Nun wurde mittels eines landesweiten Ausschreibungsverfahren der Auftrag des Schülertransportes für die kommenden drei Jahre neu vergeben. Während neben der SAD auch das KSM (= Konsortium der Mietwagenunternehmen) anboten, erfolgte der Zuschlag der Ausschreibung zum Bedauern einiger, an das süditalienische Unternehmen Tundo”, so Locher.

“Laut Landeshauptmann Arno Kompatscher muss das mit deutlichem Abschlag hinterlegte Angebot aber noch ausführlich überprüft werden. Zudem liegt ein gerichtliches Verfahren seitens dem KSM vor, dieses in wenigen Wochen verhandelt wird. In der Sitzung der Landesregierung dieser Woche wurde vorerst das KSM bis Jahresende beauftragt den Schülertransport weiterhin auszuführen.” SVP-Landtagsabgeordneter Franz Locher fordert heimische Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen den Vorrang zu geben. „Es kann nicht sein, dass neben der Milch und den Behindertentransport, schon wieder ein Auftrag an eine außerhalb der Region ansässige Firma vergeben wird!“

“Auch das KSM ist über die Bewertung des öffentlichen Ausschreibungsverfahrens des Landes verärgert. Das Südtiroler Konsortium war in den vergangenen Jahren stets bemüht den Schülertransport aller Zufriedenheit durchzuführen. In unseren peripheren Gebieten, auf kilometerlangen Gemeinde- und Bergstraßen und vor allem in den Wintermonaten, wo unsere Straßen mit Frost, Eis und Schnee bedeckt sind, dort sind geeignete lokale und vor allem ortskundige Fahrzeuglenker gefragt, um unsere Kinder mit größtmöglicher Prävention sicher in die Schule zu bringen“, so Locher.

Zudem behauptet der SVP-Abgeordnete, dass das süditalienische Unternehmen, nicht in der Lage sein wird, den Schülertransport zur Zufriedenheit der Südtiroler auszuführen und fordert das Angebot seitens der Landesregierung genauestens zu überprüfen. „Das Ziel muss es sein, dass solche Aufträge zukünftig nicht nur an lokal anbietende Busunternehmen gebunden werden. Sondern längerfristig wäre es sicherlich sinnvoll, wenn die Gemeinden die Aufträge direkt erteilen könnten. Ein Bürgermeister vor Ort, trifft sicherlich die besseren Entscheidungen für unsere Kinder als ein Unternehmen in Lecce“, fügt Franz Locher sichtlich aufgebracht abschließend hinzu.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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