„Sicherheit im öffentlichen Raum als Grundrecht aller Bürger“

Meraner SVP kritisiert Vorfälle von Gewalt

Donnerstag, 22. Juli 2021 | 16:28 Uhr

Meran – Ob aus der Zeitung oder dem Gespräch mit Betroffenen – eines steht für die SVP in Meran fest: In der Stadt kommt es immer wieder zu Straftaten. „Während eine kleinkriminelle Bande in Obermais ihr Unwesen treibt und regelmäßig Autos aufbricht, kommt es im Stadtzentrum immer wieder zu Gewalt-Eskalationen. Außerdem werden Konfliktherde in bestimmten Ortsteilen sichtbar und es wird immer wieder vom Drogenhandel in verschiedenen Ortsteilen berichtet. Diese Situation ist in keinster Weise akzeptabel“, so die SVP.

Die Problematik müsse konsequent und ehrlich gelöst werden, ohne dabei mit dem Finger auf bestimmte Gesellschaftsgruppen zu zeigen und diese zum Sündenbock zu erklären. Dies sei der einfache und populistische Weg, führe aber zu keiner Besserung.

„Regeln und Gesetze müssen von allen eingehalten werden, denn nur so kann ein friedliches Miteinander funktionieren. Gewaltexzesse und Übergriffe werden nicht toleriert, die Ordnungskräfte haben die Aufgabe Konfliktherde effizient in Schach zu halten und Übergriffe zu verhindern. Diesbezüglich ist eine enge Zusammenarbeit unter den verschiedenen Ordnungskräften und mit Institutionen wie den Streetworkern und den Jugend- und Sozialdiensten besonders wichtig, denn Menschen mit Konfliktpotential sind ihnen meist bekannt, bevor es zu Gewalteskalationen kommt“, so die Meraner SVP. Straftaten müssten unbedingt angezeigt werden, „damit das Sicherheitsproblem in unserer Stadt auch auf dem Papier sichtbar wird und die notwendige Aufstockung der Polizeiorgane vorgenommen werden kann. Diesbezüglich rufen wir die Bevölkerung zur Zusammenarbeit auf“.

Die SVP Meran hat eine eigene Arbeitsgruppe für Gewaltprävention und Sicherheit ins Leben gerufen, die sich seit mehreren Monaten intensiv mit der Thematik beschäftige. Es wurde, nach Rücksprache mit den verschiedenen Akteuren, ein umfassendes Konzept zur Verhinderung von Gewalt und Verbesserung des Sicherheitsgefühls im öffentlichen Raum ausgearbeitet.

„Die Stadtpolizei bzw. das Südtiroler Polizeiwesen muss reformiert und besser organisiert werden“, fordert Reinhard Bauer, Vizestadtkomiteeobmann der Meraner Volkspartei, „es bedarf gezielter Ausbildungen und Schulungen, um Gewaltsituationen besser zu erkennen und deeskalierend zu verhindern bzw. nach Ausbruch eines Exzesses schnell und effizient eingreifen zu können.“ Auch sei eine bessere Abstimmung zwischen den drei Polizeiorganen (Staatspolizei, Carabinieri, Gemeindepolizei) notwendig, als dies derzeit der Fall sei.

„Es kann nicht sein, dass sich Jugendliche, aber auch Erwachsene, fürchten müssen, wenn sie abends in Meran unterwegs sind. Die Situation in unserer Stadt kann nicht länger toleriert werden und es muss alles unternommen werden, um die Sicherheit im öffentlichen Raum – als Grundrecht aller Bürgerinnen und Bürger – zu wahren. Wir alle wissen, dass die Eskalation von Gewalt nur die Spitze des Eisbergs darstellt. Um das Problem an der Wurzel zu packen und die Weichen für eine sichere Zukunft zu stellen, muss vermehrt in Präventionsarbeit investiert werden, mit dem Ziel der Gewalt ihre Grundlage nachhaltig zu entziehen und diese nicht bloß zu verlagern“, unterstreicht Stadtkomiteeobfrau Katharina Zeller.

„Es ist bedauerlich, dass eine öffentliche Debatte über Gewalt-, Sucht- und Alkoholprävention immer nur nach Ausbruch einer öffentlichen Eskalation geführt wird. Im Grunde immer dann, wenn es zu spät ist und sie daher als gescheitert betrachtet wird. Prävention ist aber keine Maßnahme der Schwäche – auch keine Opfer-Täter-Umkehr, sondern der langfristige Lösungsansatz einer Problematik, die so alt ist wie sie die Stadt selbst. Die Impfung heilt die Krankheit nicht, ihre Aufgabe ist es, den Ausbruch zu verhindern“, ergänzt Reinhard Bauer metaphorisch.

Folgende Maßnahmen sollten laut der SVP in Meran dringend umgesetzt werden:

o Angsträume verhindern:
• Bessere Videoüberwachung an neuralgischen Punkten
• Intelligente und energiesparende Beleuchtung des öffentlichen Raums
o Erhöhte Polizeipräsenz an neuralgischen Punkten und generell in den Abendstunden, um ein rasches Eingreifen bei erhöhtem Eskalationsrisiko zu gewährleisten
o Einführung eines permanenten runden Tisches zum Thema Gewaltprävention. Der runde Tisch besteht aus mehreren Stakeholdern, Experten, wie Jugenddienste, Streetworkern, Vertretern aus dem Bildungswesen, den Polizeiorganen, gemeinsam mit Vertretern des Gemeinderats. Diese arbeiten in engem Austausch in dem Bereich und legen dem Gemeinderat bei Bedarf detaillierte Lösungskonzepte vor
o Verstärkte Miteinbeziehung und Ausbau des Aktionsfeldes der Streetworker
o Inklusion von Menschen mit Migrationshintergrund durch weitreichende Konzepte (Schaffung von Perspektiven)
o Durchmischung der Gesellschaftsschichten im Wohnbau, zur Vermeidung von Konfliktherden
o Bessere Koordinierung und Festlegung der Kompetenzen der Ordnungskräfte
o Anfrage um personelle Aufstockung der Staatspolizei
o Reform und Neuorganisation der Stadtpolizei

„Wir geben unseren vollen Einsatz, um das Sicherheitsgefühl in unserer Stadt zu erhöhen und die Gewaltsituationen so gut wie nur möglich zu unterbinden“, erklären die Vertreter der SVP in Meran abschließend.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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14 Kommentare auf "Meraner SVP kritisiert Vorfälle von Gewalt"


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Trina1
Trina1
Universalgelehrter
9 Tage 15 h

Leider habt ihr euch zu lange Zeit gelassen. Dieses Problem in Meran gibt es schon seit längerer Zeit. Was die Migration betrifft so stelle ich mir die Frage ob diese nicht Oberhand genommen hat und verharmlost geworden ist.Anpassungsfähigkeit lässt zu wünschen übrig und solange die Gesetzeslage so lahm ist wird jeder Einsatz nicht viel bringen. Schade, dass es so weit kommen musste!

Chrys
Chrys
Superredner
9 Tage 8 h

Da hat wohl die Politik in den letzten Jahren geschlafen. Der Kommissarin dafür die Schuld zu geben ist wohl unangemessen. Da waren wohl die letzten Jahre Schuld und wer da am Ruder war soll sich mal der Verantwortung stellen.

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
8 Tage 20 h

@Chrys stimmt es ist die Jahrelange Schlamperei und nicht die Schuld der Kommissarin. Alle Parteien haben das Problem nicht ernst genommen!

MartP
MartP
Grünschnabel
7 Tage 9 h

Geschlafen oder nicht. etwas muss geschehen, oder? zum teifel jagen kann man net alle. wichtig ist sich einsetzen und nicht ignoriern

inni
inni
Superredner
9 Tage 14 h

„Meraner SVP kritisiert Vorfälle von Gewalt“

… sell werrn woll ondere Parteien a, net lei die SVP … 🤷🏻‍♂️ 🤷‍♀️

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
9 Tage 12 h

inni ich hoffe das auch,schloft die Lega wo sie soviel Werbung gemocht hobn.

Chrys
Chrys
Superredner
9 Tage 8 h

aber von denen hört man wohl diesbezüglich wenig. Aber morgen werden dann wohl sicher alle aufschreien, denn man kann dies nicht einer einzigen Partei erlauben.

Chrys
Chrys
Superredner
9 Tage 8 h

Kommt schon noch und anscheinen ist auch Frau Meloni schon hier und wohl ein Schelm, wer nicht glaubt, dass sie dieses Ross reiten wird.

hundeseele
hundeseele
Superredner
9 Tage 2 h

….andere Parteien schon seit Jahren,nur wurde das von der SVP immer ignoriert.Sie glauben,jetzt,wo sie es selbst sagen,hätten sie das rad erfunden.

Porzelona
Porzelona
Grünschnabel
9 Tage 15 h

Gewolt isch kuane Lösung!!

Roby74
Roby74
Superredner
9 Tage 10 h

@Porzelona
Falls es zur Selbstverteidigung und eigener Sicherheit dient aber schon☝🏼!!!!😁😉

Porzelona
Porzelona
Grünschnabel
9 Tage 8 h

@Roby74 jo sebm soug i jo nix!
Obo wenn dou sella radikala Bandn kemm und olle zommschlougn sebm kimp niemand af an grien zweig

Porzelona
Porzelona
Grünschnabel
7 Tage 16 h

@Roby74 Isch iz Gewolt a Lösung odo net???

MartP
MartP
Grünschnabel
7 Tage 9 h

Meran hat in der Tat ein Gewaltproblem, das haben sie richtig erkannt. Immerhin bietet die svp ein Konzept. Alle anderen maulen über die Ausländer. Ich finds intresannt. Aber merke: Politiker, auch lokale, müssen liefern. Die svp hat sich in Meran komplett neu aufgestellt, das gefällt mir. Ich kenne auch 2 Kandidaten persönlich und finde sie sehr kompetent (waren auch hilfsbereit außerhalb politischer angelegenheiten).

Meine Stimme habt ihr bei den Gemeinderatswahlen. Bei den Landtagswahlen sicht nicht!

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