Land investiert in neue Antennensysteme

Mobilfunkempfang künftig auch innerhalb von Tunnels

Mittwoch, 25. März 2026 | 15:43 Uhr

Von: mk

Bozen – Verbunden und sicher – auch im Tunnel: Das soll dank einer neuen Initiative des Landes Südtirol bald auf allen viel befahrenen Strecken Südtirols möglich sein. Das moderne, verteilte Antennensystem (DAS) ermöglicht einen besseren Mobilfunkempfang und macht somit das Erreichen der einheitlichen Notrufnummer auch an abgelegeneren Orten und in Tunnels möglich.

Eine der wichtigsten technologischen Neuerungen betrifft die Art der Signalübertragung: Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen den in den Tunneln installierten DAS-Anlagen und den Basisstationen (BTS) der Mobilfunkbetreiber gewährleisten eine stabile Signalqualität – unabhängig von der Netzabdeckung in der Umgebung des Tunnels, erklärt das Ressort für Hochbau das Projekt.

Dieses umfasst ein Maßnahmenpaket, welches eine Anfangsinvestition von 1,35 Millionen Euro vorsieht.  Die Ausschreibung ist im März 2026 erfolgt, der Abschluss der Arbeiten ist für Ende 2026 geplant.
Die Eingriffe betreffen die wichtigsten Verkehrsachsen des Landes: “Es werden bestehende Anlagen modernisiert und neue Systeme in zahlreichen Tunnels errichtet – entlang der Pustertaler Straße, im Sarntal, im Schnalstal, entlang der MeBo sowie auf dem Brennerkorridor zwischen Bozen und Brixen”, heißt es aus dem Ressort.

“Eine gesicherte Mobilfunkabdeckung in Tunnels bedeutet ein deutliches Plus an Sicherheit für Bürgerinnen, Bürger und Gäste, die täglich unser Straßennetz nutzen”, betont Landesrat Christian Bianchi. “Wir haben Abschnitte mit besonders hohem Verkehrsaufkommen und klar erkennbaren Empfangsproblemen priorisiert”, schildert Bianchi weiter. “Ich denke insbesondere an das Sarntal und das Schnalstal, wo die Nutzerinnen und Nutzer schon seit Längerem immer wieder Schwierigkeiten melden.”

Die neuen Systeme, die sich im Eigentum des Landes Südtirol befinden, werden den Mobilfunkbetreibern zur Verfügung gestellt. Diese können dann über ihre Infrastruktur Sprach- und Datensignale in die Tunnel übertragen und entrichten dafür eine jährliche Gebühr.

“Bei den bisherigen Systemen hing das wiederholte Signal im Tunnel von der Qualität des extern verfügbaren Signals ab”, erklärt Bianchi. “Das führte dazu, dass in Gebieten mit schwacher Abdeckung auch im Tunnel oft kein ausreichendes Signal vorhanden war. Mit der neuen Technologie garantieren wir eine deutlich zuverlässigere Verbindung.”

Bezirk: Bozen

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