Bozner Grüne nehmen Stellung

“Müllverbrennung nicht Ideallösung”

Freitag, 07. Dezember 2018 | 18:57 Uhr

Bozen – Die Bozner Grüne möchten machen darauf aufmerksam, dass Müllverbrennungsanlagen nicht als Ideallösung zur Beseitigung von Abfall angesehen werden sollten. Jede Verbrennung erhöhe nämlich die Kohlendioxidemissionen und verstärke damit den Treibhauseffekt.

“Es ist nicht wahr, dass Verbrennungsanlagen Müll komplett zerstören. Sie wandeln ihn um in Gase und Dampf, die aus den Kaminen in die Luft entweichen, und Aschen, die sich am Boden der Anlage ansammeln: Das Feststoffvolumen wird reduziert, aber das Problem wird nur verschoben.” Auch sei nicht wahr, dass bei Müllverbrennungsanlagen keine Deponien mehr benötigt werden, tatsächlich benötige jede Verbrennungsanlage drei Deponien. “Die erste ist die Atmosphäre, die zweite ist eine Deponie für die gefährlichen Abfälle, in der die Giftstoffe der Filter gesammelt werden die dritte ist jene, wo die Schlacke gelagert wird”, so die Grünen.

“Abfall hat einen viel höheren Marktwert, wenn er ordnungsgemäß gesammelt und getrennt wird (=Wertstoffe). Das Verbrennen von Material, das wiederverwendet werden kann, verursacht viele Kosten (einschließlich Umweltkosten) . Die von Verbrennungsanlagen erzeugte Wärme ist nicht immer notwendig (Sommer). Für die Erzeugung von Wärme macht es keinen Sinn, Materialien zu verbrennen, die das ganze Jahr über nutzbar und teuer sind. Wenn die getrennte Wertstoffsammlung effizient ist, nimmt die zu verbrennende Masse der Materie drastisch ab, wodurch der klimawirksame Effekt verringert wird”, erklären die Bozner Grünen.

“Insbesondere bei der Verbrennung von Kunststoffen entstehen treibhauswirksame Gase und es werden giftige Substanzen freigesetzt (Filter, Asche). Langfristig ist für die Kunststoffe anzustreben, diese möglichst zu vermeiden (besonders Einwegprodukte), um die Verbrennung dieser möglichst zu reduzieren Kunststoff darf auf keinen Fall als nützlicher und willkommener Brennstoff für ein Fernwärmesystem betrachtet werden. In der ersten Phase der Legislaturperiode beschloss der Gemeinderat einstimmig, sich an die europäischen Richtlinien für die Kreislaufwirtschaft zu halten, die die schrittweise Aufgabe der Verbrennungsanlagen für ein immer besseres Recycling und eine bessere Verwendung des Materials beinhalten”, schließen die Grünen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "“Müllverbrennung nicht Ideallösung”"


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Einheimischer
Einheimischer
Grünschnabel
9 Tage 10 h

Immer der Grüne Komentar…..

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Tratscher
8 Tage 23 h

ja leider nur Jammern und nicht’s dagegen Unternehmen, das Müll nur Müll ist weiß heute doch jedes Kleinkind

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Tratscher
8 Tage 20 h

Die Grünen in der Bozner Stadtregierung hielten still, als es darum ging Müllimporte aus dem Trentino zu vermeiden. Nicht das Land wollte diese Müllimporte, sonder BM Caramaschi!!! Aber weil der Rubel rollt, hat die Grüne Umweltstadträtin  Maria Laura Lorenzini diese Kröte geschluckt.

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